Infektionskrankheiten Rotaviren-Infektion

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Informationen zur Erkrankung

Rotaviren

Rotaviren sind die häufigste Ursache viraler Darminfektionen bei Kindern. Sie werden besonders durch Schmierinfektion, aber auch durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel übertragen. Das Virus ist sehr leicht übertragbar und es reichen bereits geringe Mengen aus, um ein Kind zu infizieren.

Die Erkrankung kann ohne Symptome, mit leichtem Durchfall, aber auch als schwere Erkrankung mit wässrigen Durchfällen, Erbrechen, Fieber und Bauchschmerzen verlaufen. Weiterhin können unspezifische Probleme der Atemwege auftreten. Gerade bei Säuglingen kann die Erkrankung zu Austrocknung bis hin zum Tod führen. Als Therapie ist in der Regel die Aufnahme von genügend Flüssigkeit und Elektrolyten ausreichend. In schweren Fällen kann aber auch eine Krankenhausbehandlung zur intravenösen Flüssigkeitszufuhr erforderlich sein. 

Bei der Rotavirus-Impfung handelt es sich um eine Schluckimpfung mit einem Lebendimpfstoff. Je nach verwendetem Impfstoff werden ab einem Lebensalter von 6 Wochen zwei beziehungsweise drei Dosen in einem Mindestabstand von 4 Wochen verabreicht. Die Impfserie soll spätestens bis zum Alter von 12 Wochen begonnen und je nach verwendetem Impfstoff vorzugsweise bis zum Alter von 16 bzw. 20-22 Wochen abgeschlossen werden.

Es besteht ein möglicherweise geringfügig erhöhtes Risiko für Darminvaginationen (Einstülpung des Darms in den folgenden Darmabschnitt) mit ca. 1–2 Fällen pro 100.000 geimpften Kindern innerhalb der ersten Woche nach der ersten Rotavirus-Impfung. Da das Risiko mit dem Alter der Impflinge zunimmt, sollte die Impfserie möglichst frühzeitig begonnen und rechtzeitig abgeschlossen werden. Zeichen einer Darminvagination können zum Beispiel Bauchschmerzen, Erbrechen, blutige Stühle oder schrilles Schreien mit Anziehen der Beine sein.

Bei Kindern mit bekannten oder vermuteten Erkrankungen des Immunsystems oder Immunsuppression sollte vor der Impfung ein Immunologe zu Rate gezogen werden. Tritt vor Beginn oder während der Impfserie eine Rotavirus-Infektion auf, sollte die Impfserie nach Genesung trotzdem wie empfohlen verabreicht werden, da eine erste Rotavirus-Infektion nur einen teilweisen Schutz vor weiteren Infektionen bietet.

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Kontakt

Institut für Hygiene und Umwelt
Zentrum für Impfmedizin

Öffnungszeiten

Aus gegebenen Anlass ist das Impfzentrum bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. 

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Tel.: 040 / 42845- 4420 oder per E-Mail:  impfzentrum@hu.hamburg.de mit Angabe der Telefonnummer, zwecks Rückruf

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