Institut für Hygiene und Umwelt

Zulassung von Messstellen für die Wasser- und Abwasseranalytik in Hamburg Laborzulassungen Wasser

Für Untersuchungen nach § 16 c Hamburgisches Wassergesetz (HWaG) und § 17 a Hamburgisches Abwassergesetz (HmbAbwG) brauchen Wasser- und Abwasserlabors in Hamburg künftig eine Zulassung - die auch in anderen Bundesländern anerkannt wird.

Laborzulassungen Wasser

GC-Probengeber

Durch die Zeichnung einer Verwaltungsvereinbarung über den Kompetenznachweis und die Notifizierung von Prüflaboratorien und Messstellen im gesetzlich geregelten Bereich haben die Umweltminister der Bundesländer die Möglichkeit zur gegenseitigen Anerkennung von Zulassungen (Notifizierungen) eröffnet. Hamburg macht beim Wasser als eines der ersten Bundesländer von dieser Möglichkeit Gebrauch.

  

Wer ist betroffen?

Betroffen sind alle Prüflaboratorien und Messstellen, die Untersuchungen nach § 16 c Hamburgisches Wassergesetz (HWaG) und § 17 a Hamburgisches Abwassergesetz (HmbAbwG) durchführen.

Für Handelslaboratorien ist die Zulassung verpflichtend. Im Rahmen der Eigenüberwachung tätige Betriebslabore können auf freiwilliger Basis am Zulassungsverfahren teilnehmen und sich so ihre Kompetenz bescheinigen lassen.

Die Verwaltungsvorschrift legt als einheitliche Anforderung an die Kompetenz der Laboratorien die internationale Norm DIN EN ISO/IEC 17025 sowie das von den Ländern erarbeitete Fachmodul Wasser fest. Dadurch werden die von verschiedenen Bundesländern erteilten Zulassungen vergleichbar, sodass eine gegenseitige Anerkennung problemlos möglich wird.

In Hamburg ist am 1. Januar 2002 die Verordnung über die Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstellen und deren Zulassung in Kraft getreten, die für den Wasserbereich ein Zulassungsverfahren gemäß dieser Verwaltungsvorschrift etabliert. 

Untersuchungsstellen nach § 7 der Verordnung über Anforderungen an Wasser- und Abwasseruntersuchungsstellen und deren Zulassung werden bundeseinheitlich in der Datenbank ReSyMeSa veröffentlicht.

Zusätzlich erreicht eine zwischen den Ländern und den privaten Akkreditierungsstellen getroffene Vereinbarung eine Harmonisierung der Anforderungen von privater und staatlicher Kompetenzfeststellung. Dadurch wird auch hier eine gegenseitige Anerkennung möglich. Laboratorien, die im gesetzlich geregelten Bereich tätig werden wollen, können jetzt wählen, ob sie eine private oder staatliche Kompetenzfeststellung wünschen.

Mit anderen Worten: Hat ein Labor eine - vollständige und gültige - Akkreditierung, so ist für eine Notifizierung kein erneuter Kompetenznachweis erforderlich. Umgekehrt kann es seine Kompetenz in einem Notifizierungsverfahren nachweisen und benötigt dann für eine Akkreditierung keine erneute Kompetenzfeststellung.

Zuständig für die Notifizierung ist grundsätzlich dasjenige Bundesland, in dem das Labor ansässig ist.

Mittelfristiges Ziel der Verwaltungsvereinbarung ist es, gegenseitig anerkennungsfähige Zulassungen nicht nur im Wasserbereich, sondern auch für Abfall-, Boden-, Chemikalien- und Immissionsuntersuchungen zu erreichen. Die hierfür erforderlichen Fachmodule werden derzeit erarbeitet.

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