Wassertemperatur

Die Messgröße Wassertemperatur des Grundmessprogramms des WGMN 

Wassertemperatur

Die Wassertemperatur ist eine bedeutende Einflussgröße für viele der natürlichen Vorgänge in einem Gewässer. Die Lebensfähigkeit und Aktivität der Wasserorganismen sind an bestimmte Temperaturgrenzen und Temperaturoptima gebunden. Biologische, chemische und physikalische Vorgänge im Gewässer sind temperaturabhängig, z.B. Sauerstoffzehrungs- und -produktionsprozesse, Adsorption und Löslichkeit für gasförmige, flüssige und feste Substanzen.

Im gemäßigten Klimabereich Europas haben Fließgewässer im Winter, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunktes. Im Sommer jedoch steigt die Temperatur des Wassers mit zunehmender Entfernung vom Quellgebiet an und erreicht nach längerer Fließzeit unter natürlichen Bedingungen Werte von bis über 25 °C. Die unterschiedlichen sommerlichen Wassertemperatur im Längsverlauf eines Flusses beeinflussen deshalb das Vorkommen von an die jeweiligen ökologischen Bedingungen angepassten Organismenarten, wie z.B. die Fischbesiedlung im Gewässer.

Industrielle Abwassereinleitungen, Kühlwassereinleitungen oder durch Unfälle bedingte Einträge führen bei größeren Flüssen in der Regel meist zu keiner merklichen Veränderung der Wassertemperatur über einen längeren Flussabschnitt. Temperaturveränderungen sind daher für die Störfallerfassung nur bei kleinen Flüssen von Bedeutung.

Kontakt

Werner Blohm

Wasseruntersuchungen - Wassergütemessnetz

Institut für Hygiene und Umwelt
Marckmannstraße 129b
20539 Hamburg
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