UV-Absorption (SAK 254 nm)

Der Parameter UV-Absorption des erweiterten Grundmessprogramms

UV-Absorption (SAK 254 nm)

Viele gelöste organische Verbindungen absorbieren ultraviolettes Licht (UV-Licht, z.B. Verbindungen mit C=C oder C=O Doppelbindungen wie Aromaten). Die Messung der UV-Absorption stellt einen eigenständigen, geeigneten Summenparameter für die Wasserbelastung durch gelöste organische Substanzen dar.

Die UV-Absorption wird bei einer Wellenlänge von 254 nm bestimmt. Die Menge des absorbierten Lichts steht dabei in direktem Zusammenhang mit der Konzentration einer Reihe von organischen Wasserinhaltsstoffen. Die UV-Absorption lässt sich gut mit anderen Messgrößen wie BSBx, CSB, DOC oder TOC korrelieren, ist aber wesentlich leichter kontinuierlich zu bestimmen und daher gut für den Einsatz in Messstationen geeignet.

Die Erfassung störfallbedingter Einleitungen einer Vielzahl organischer Verbindungen mit diesen UV-Messsystemen kann allerdings bei gewässertypischen hohen Gehalten an Huminsäuren (Gelbstoffen) erschwert oder zeitweise durch den natürlichen Eintrag dieser Stoffe aus moorigen Einzugsgebieten durch starke Regenfälle gestört werden. Durch eine zusätzliche Messung von Gelbstoffen, wie sie beispielsweise mit bestimmten Algentoximetern durchgeführt werden, können die Messergebnisse der UV-Sonde plausibilisiert werden. Bei einem Anstieg der UV-Absorption und gleichzeitig unveränderten Messergebnissen der Gelbstoffanalyse kann von einer anthropogen verursachten Belastung des Gewässers durch organische Verunreinigungen (z.B. industrielle Einleitung) ausgegangen werden.

Kontakt

Werner Blohm

Wasseruntersuchungen - Wassergütemessnetz

Institut für Hygiene und Umwelt
Marckmannstraße 129b
20539 Hamburg
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