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Umweltuntersuchungen Leinsamen: Gentechnisch verändert

Untersuchung von gentechnisch verändertem Leinsamen

Im September 2009 gab es mehrere EU-weite Schnellwarnungen, die auf gentechnisch veränderten, in der Gemeinschaft nicht zugelassenen Leinsamen der Linie FP967 in Leinsamenbrötchen Lebens- und Futtermittel hinwiesen. Von 22 daraufhin vom Referat Gentechnik untersuchten Lebensmitteln enthielten 5 die nicht  zugelassenen Leinsamen. Im Unterschied zu den Befunden in anderen Bundesländern befand sich hierunter auch ein Bio-Produkt. In 5 von 8 untersuchten Futtermitteln war die Linie FP967 ebenfalls enthalten. Die beanstandeten Produkte wurden vom Markt genommen. Die Untersuchung weiterer Proben wird zeigen, ob die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Die in Kanada zum Anbau (1996) und als Lebensmittel (1998) zugelassene Leinsamenlinie FP967, besitzt eine gentechnische Veränderung, die eine Toleranz gegenüber Herbiziden verleiht. Bei der Herstellung dieser Linie wurden i.Ü. auch die Resistenzgene für die Antibiotika Kanamycin/ Neomycin und Streptomycin/ Spectinomycin in das Genom der Pflanze übertragen. Die Anbaugenehmigung wurde 2001 wieder zurückgezogen.