Behörde für Schule und Berufsbildung

Schülerboom Hamburgs neue Klassen mit Aufnahmerekord

413 Erstklässler und 628 Vorschulkinder mehr als im Vorjahr

Die künftigen ersten Klassen der staatlichen Hamburger Grundschulen verzeichnen einen Aufnahmerekord. 14.666 neue Erstklässler (Vorjahr 14.253) werden nach den Sommerferien eingeschult, 413 Schüler mehr als im letzten Jahr und rund 1.500 mehr als vor drei Jahren. Trotz des Schülerrekords und der in Hamburg geltenden freien Schulwahl ist es der Schulbehörde und den Schulleitungen gelungen, dass 95,2 Prozent der Erstklässler an ihrer Wunschschule eingeschult werden können. Möglich wurde das unter anderem durch das Schulbauprogramm der letzten Jahre. Die Schülerverteilung übernahm diesmal weitgehend ein neues Schulverwaltungsprogramm.

Hamburgs neue Klassen mit Aufnahmerekord

Schulsenator Ties Rabe hat jetzt das Startzeichen für den Versand der über 14.000 Briefe an die Eltern der künftigen Erstklässler gegeben. Rabe: "Hamburg bietet Eltern und Kindern zahlreiche Schulen innerhalb kurzer Entfernungen zur freien Auswahl. Und Eltern und Kinder machen von diesem Wahlrecht lebhaften Gebrauch, so dass sich an vielen Schulen immer wieder unvorhersehbare Veränderungen der Anmeldezahlen ergeben. Deshalb ist es in jedem Jahr eine große logistische Herausforderung, möglichst viele Schulwünsche zu erfüllen, zugleich aber das Raumangebot der Schulen gut auszunutzen, Schulen vor Überfüllung oder Leerstand zu bewahren und die Klassen nicht zu überfüllen. Ich freue mich sehr, dass Schulleitungen und Behörde es trotzdem seit Jahren schaffen, deutlich über 90 Prozent aller Wünsche zu erfüllen."

Senator Rabe: „Diesmal war die Aufgabe besonders knifflig, weil die Zahl der Erstklässler in nur drei Jahren um rund 1.500 Kinder gestiegen ist. Trotzdem konnten wie zuvor über 95 Prozent der Schulwünsche erfüllt werden. Das war nur möglich, weil wir den Schulbau dramatisch angekurbelt haben. 2017 wurden 460 Millionen Euro in neue Schulgebäude investiert, zehn Jahre zuvor waren es gerade einmal 122 Millionen Euro. Vieles wäre heute leichter, wenn schon damals ordentlich gebaut worden wäre. Dennoch zeigen die Zahlen, dass unser Schulbauprogramm wirkt und alle Schüler einen guten Schulplatz bekommen.“

Bei der Verteilung von über 23.000 Vorschülern und Erstklässlern mit ihren höchst unterschiedlichen Schulwünschen auf die 202 staatlichen Grundschulen half zum ersten Mal ein neues Computerprogramm, dass nicht nur die 69.000 Erst-, Zweit- und Drittwünsche der Schüler gegeneinander abwog, sondern auch den Schulweg jedes einzelnen Schülers metergenau errechnete.

Klassenfrequenzen bleiben niedrig 

An den 191 staatlichen Grundschulen und 13 Grundschulabteilungen der Stadtteilschulen werden insgesamt 694 erste Klassen mit durchschnittlich 21,1 Kindern eingerichtet (Vorjahr 21,5). Die durchschnittliche Klassengröße der Grundschulen mit sozial benachteiligter Schülerschaft liegt bei 18,4 Schülerinnen und Schülern (Vorjahr 18,7), in den übrigen Grundschulen bei 22,4 (Vorjahr 22,6). Damit werden die gesetzlich festgelegten Klassenobergrenzen von 19 bzw. 23 Schülerinnen und Schülern eingehalten. In höchstens 26 Klassen (3,7%) könnten die Klassenobergrenzen minimal überschritten werden, um Kindern zu lange Schulwege zu ersparen. Die Schulbehörde rechnet allerdings mit deutlich weniger großen Klassen, weil einzelne Schulkinder noch vom Schulbesuch zurückgestellt werden oder an Privatschulen wechseln. Umgekehrt sind 57 Klassen (8,2%) deutlich zu klein und erreichen nicht einmal die Mindestgröße von 17 bzw. 21 Schülern. 

Grundschulen 

Die größten Grundschulen sind die Schule In der alten Forst (Harburg-Eißendorf) mit 155, die Adolph-Schönfelder-Schule (Barmbek-Süd) mit 145 und die Grundschule Thadenstraße (Altona-Altstadt) mit 138 Erstklässlern. 25 Grundschulen starten mit mehr als 100 Erstklässlern in das kommende Schuljahr. Für voraussichtlich fünf Schulklassen werden zusätzliche mobile Klassenräume aufgestellt, weil die an vielen Schulen eingeleiteten Baumaßnahmen während der Bauzeit zu Engpässen führen und  nur wenig Platz für zusätzliche Klassen lassen.

Wie in jedem Jahr konnten einige ungewöhnlich beliebt Grundschulen nicht alle Schüler aufnehmen, weil der Platz einfach nicht ausreichte. Etwas mehr Schülerinnen und Schüler mussten abgewiesen werden von den Schulen Louise-Schroeder-Schule (Altona-Altstadt, -34), Schule an der Gartenstadt (Wandsbek, -31) und der Stadtteilschule Winterhude (Grundschulabteilung, -29). Umgekehrt gab es in einigen Gebieten unerwartete Schülerrückgänge oder Stagnationen. So sank in Rissen die Zahl der Erstklässler leicht, obwohl Anwohner dort aufgrund einer Flüchtlingsunterkunft zahlreiche neue Kinder erwartet hatten.

Vorschulklassen

Zum kommenden Schuljahr werden 430 Vorschulklassen für 8.801 Kinder. Das sind 23 zusätzliche Vorschulklassen bei 628 zusätzlichen Anmeldungen im Vergleich zum Vorjahr.

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