Behörde für Schule und Berufsbildung

Zahlen-Daten-Fakten Mehr Fachkräftenachwuchs in Hamburgs Behörden

Ausbildungsreport Hamburg legt Zahlen vor

Ob bei Polizei, Feuerwehr oder in der Verwaltung: Die Freie und Hansestadt Hamburg braucht Nachwuchs und bildet deshalb zunehmend aus. Seit 2011 hat die Zahl der Auszubildenden* bei Behörden, Ämtern und Landesbetrieben kontinuierlich zugenommen: Insgesamt gibt es im Vergleich zu vor sechs Jahren 635 Ausbildungsstellen mehr bei der Freien und Hansestadt. 232 neue Auszubildende stellte Hamburg allein im Jahr 2017 zusätzlich ein, insgesamt gab es 1.233 Neueinstellungen in Ausbildung, für 2018 sind sogar 1.449 geplant.

Mehr Fachkräftenachwuchs in Hamburgs Behörden

Die Zahlen berichtet der neue, nun vorliegende „Ausbildungsreport Hamburg“. Darin erläutert das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) im Auftrag der Bürgerschaft Zahlen, Entwicklungen sowie die Gesamtsituation des Hamburger Ausbildungsmarktes im vergangenen Jahr. Der Report greift zudem Themen aus der Berufsbildung in der Hansestadt auf. Insgesamt haben 2017 in Hamburg 15.804 Anfängerinnen und Anfänger eine duale oder schulische Ausbildung begonnen, das sind 157 mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen 1.647 Neueinsteigerinnen und -einsteiger in den Gesundheits- und Pflegeberufen.

Bildungssenator Ties Rabe: „Die Berufsausbildung ist ein attraktiver Einstieg ins Arbeitsleben, dafür stehen natürlich auch die Berufe im öffentlichen Dienst. Die Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten erweitert sich ständig: Bei der Hamburger Feuerwehr ist in diesem Jahr eine neue duale Ausbildung für Werkfeuerwehrleute hinzugekommen. Nach dem Abschluss einer Ausbildung sind die jungen Menschen gefragte Fachleute mit hervorragender Zukunftsperspektive. Wir brauchen diesen Nachwuchs dringend, damit Hamburg für alle Bürgerinnen und Bürger eine sichere und lebenswerte Stadt bleibt.“

Steigender Personalbedarf

Bis 2025 werden altersbedingt mehr als 17.000 der über 70.000 Beschäftigten der Freien und Hansestadt Hamburg ausscheiden: Nahezu alle Bereiche des öffentlichen Dienstes bilden inzwischen mehr aus, um diesem steigenden Personalbedarf zu entsprechen.

Die Polizeiausbildung war ebenso wie im Vorjahr der am stärksten besetzte Ausbildungsberuf: In 2017 gab es in diesem Bereich insgesamt 504 neu eingestellte Auszubildende, das entspricht 46,7 Prozent aller Beamtenausbildungen in Hamburg. Im Jahr 2018 soll die Polizei noch mehr Neueinsteiger, nämlich insgesamt 599, ausbilden.

In den Verwaltungsbereichen ist die Ausbildungsleistung der Freien und Hansestadt seit 2011 um nahezu 89 Prozent gestiegen (236 Auszubildende in 2011, 445 in 2017, 481 für 2018 geplant), in den Vollzugsbereichen sogar um gut 121 Prozent (312 Auszubildende in 2011, 690 in 2017, 829 für 2018 geplant).

In den Ausbildungsberufen machte bei der Freien und Hansestadt der Notfallsanitäter beziehungsweise die Notfallsanitäterin mit 32,7 Prozent den größten Anteil aus. Dort gab es insgesamt 50 Neuverträge. Weitere duale Ausbildungen nach dem Berufsbildungsgesetz bietet die Stadt für Justiz- (2017: 20 Azubis) und Verwaltungsfachangestellte (2017: 35 Azubis), aber auch für Gärtner (2017: 22 Azubis) an.

Das Zentrum für Aus- und Fortbildung wirbt mit der behördenübergreifenden Kampagne „Wir sind Hamburg? Bist Du dabei?“ auch 2018 weiter um Nachwuchs. Ziel dabei ist, insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund in der hamburgischen Verwaltung auszubilden und deren Mehrsprachigkeit sowie Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen zu nutzen.

2017 hatte mehr als jeder sechste von den 1.185 Auszubildenden in Beamtenausbildung sowie in den Fachrichtungen der öffentlichen Verwaltung  (insgesamt: 216) einen Migrationshintergrund.

Ausbildungsreport zum Download

Den gesamten „Ausbildungsreport Hamburg“ mit Informationen zum Ausbildungsmarkt sowie zu bildungspolitischen Themen wie Sprachförderung, neuen Ausbildungsberufen oder berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen finden Sie zum Download unter www.hibb.hamburg.de

* Auszubildende und Studierende in Beamtenausbildung und Auszubildende nach Berufsbildungsgesetz

Rückfragen der Medien
Hamburger Institut für Berufliche Bildung
Christine Gottlob
Telefon: (040) 42863-2314
E-Mail: christine.gottlob@hibb.hamburg.de

Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
Telefon (040) 42863-2003
E-Mail: pressestelle@bsb.hamburg.de
www.hamburg.de/bsb