Billwerder Insel Billwerder Insel im Wechsel der Gezeiten

Als Ausgleichsmaßnahme für den sechsspurigen Ausbau der Autobahn A1 wurde die Billwerder Insel in Rothenburgsort im Jahr 2008 dem Rhythmus von Ebbe und Flut übergeben.

Billwerder Insel im Wechsel der Gezeiten

Die Billwerder Insel liegt am Kaltehofer Hauptdeich und grenzt unmittelbar an den Holzhafen und die Autobahn an. Ursprünglich befand sie sich im Stromteilungsgebiet der Elbe. Im 19. Jahrhundert wurde die Insel zwecks intensiver Bewirtschaftung eingedeicht.

Billwerder Insel bei Ebbe Billwerder Insel bei Ebbe
Auf etwa einem drittel der mittlerweile brachliegenden Fläche wurde der Aufwuchs entfernt und der Oberboden abgeschoben, um einen ursprünglichen, für das Elbeästuar typischen  Lebensraum wiederherzustellen.  Mit der anschließenden Entfernung des nördlichen Altdeiches wurden die Voraussetzungen für die Entwicklung von wertvollen, sehr seltenen Süßwasserwattflächen geschaffen. Für den Hochwasserschutz wurde ein neuer Deich an der südlichen Grenze der Autobahn errichtet.

Billwerder Insel bei Flut Billwerder Insel bei Flut
Bei Flut kann nun das Elbwasser durch die drei neuangelegten Priele strömen und die Flachwasserzonen überspülen. Auf den höher gelegenen Bereichen soll sich eine natürliche Uferzone aus Röhricht und Auwald entwickeln. Neben Weiden und Schilf sollen sich hier seltene Pflanzen wie der Schierlingswasserfenchel und die Sumpfdotterblume ansiedeln können. Auch für seltene Wasservögel wie Löffelente und Krickente ist der Süßwasserwattlebensraum von besonderer Bedeutung. Sie nutzen ihn als Nahrungs- und Rastfläche.

Für die Elbe bringt diese Ausgleichsmaßnahme ökologische Vorteile, da Watt und Schilf Schadstoffe filtern und für sauerstoffreicheres Wasser sorgen.

Es ist spannend die Entwicklung von einer reinen Landfläche zu einem Flachwasserlebensraum zu beobachten. Eine gute Sicht auf das Geschehen wird vom Kaltehofer Hauptdeich geboten.

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