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Justizvollzug Hamburg 2020 Aktueller Stand des "Quartier Santa Fu"

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Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz (BJV) hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunftsfähigkeit des Hamburger Justizvollzugs, insbesondere im Wege von Strukturoptimierungen, langfristig zu sichern. Die Vollzugsqualität soll gesteigert und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen verbessert werden.

Drei Bilder der JVA Fuhlsbüttel aus der Vogelperspektive von damals bis heute. Und ein aktueller Lageplan.

Aktueller Stand des "Quartier Santa Fu"

Inhaltsverzeichnis

Ein wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen zur Neustrukturierung und Zukunftssicherung des Hamburger Justizvollzugs ist die Entwicklung des Standortorts Fuhlsbüttel, an dem die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel und die Sozialtherapeutische Anstalt Hamburg ansässig sind. Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz beabsichtigt, nicht mehr für den Vollzug benötigte Flächen und Gebäude der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel nebst benachbarte, mit Dienstwohnungsgebäuden bebauten Flächen abzugeben. Die Maßnahme macht den verbleibenden Teil der Anstalt effizienter. Gleichzeitig entstehen im Stadtteil Fuhlsbüttel Flächen für neue Nutzungen. An dem historisch bedeutsamen, denkmalgeschütztem Ort soll künftig das "Quartier Santa Fu" entstehen.

Weitere Flächen mit Dienstwohnungsgebäuden, die aufgrund ihrer Lage in den Sicherheitsstreifen der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel und der Sozialtherapeutischen Anstalt nicht zum Quartier Santa Fu gehören werden, sollen ebenfalls abgegeben werden. Nach der beabsichtigen umfangreichen Sanierung und Modernisierung der Gebäude werden die Wohneinheiten an besonders vertrauenswürdige Nutzerinnen und Nutzer wie beispielsweise Vollzugsbedienstete vermietet.

Schließlich sollen die Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel und die Sozialtherapeutische Anstalt Hamburg in ein Mieter-Vermieter-Modell überführt werden. Im Zuge der Maßnahme sollen zwei Neubauten auf dem verbleibenden Gelände der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel errichtet, die Außensicherung teilweise versetzt und durch weitere bauliche Maßnahmen die Fortentwicklung der Sozialtherapie vorangetrieben werden.

Ein Lageplan, auf dem der Bereich grün markiert ist, der das neue "Quartier Santa Fu" sein wird.

Kapitelübersicht

Aktueller Stand

Mit der Entwicklung des Quartiers Santa Fu ist seit Dezember 2019 die städtische, im Umgang mit denkmalgeschützten Sonderimmobilien erfahrene Sprinkenhof GmbH betraut. In einem ersten Schritt erstellt sie eine Machbarkeitsstudie. Auf dieser Grundlage soll sodann im Einvernehmen mit der Senatskanzlei, der Behörde für Kultur und Medien, der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, der Finanzbehörde und dem Bezirk Hamburg-Nord das weitere Vorgehen festgelegt werden. Im Ergebnis soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, das die Verträglichkeit der Nutzungsformen im Quartier Santa Fu untereinander sowie mit dessen unmittelbarer Umgebung sicherstellt.

Der Sanierung und Modernisierung der Dienstwohnungsgebäude in den Sicherheitsstreifen der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel und der Sozialtherapeutischen Anstalt Hamburg wird sich die städtische Unternehmensgruppe SAGA annehmen. Derzeit wird der Abschluss des Kaufvertrags vorbereitet.

Parallel dazu bereitet die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz gemeinsam mit der Sprinkenhof GmbH die Überführung der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel und der Sozialtherapeutischen Anstalt Hamburg ins Mieter-Vermieter-Modell vor. Dazu gehört beispielsweise, dass die Sanierungsbedarfe in den beiden Anstalten ermittelt werden. Entsprechende Maßnahmen sollen künftig über die Mietzahlungen abgebildet werden. Daneben plant die Sprinkenhof GmbH die beiden Neubauten sowie die teilweise Versetzung der Außensicherung.

Kapitelübersicht

Hintergründe

Die Frage, wie die perspektivisch nicht mehr benötigten Flächen der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel künftig genutzt werden könnten, wird bereits seit Längerem bewegt. Die besondere Herausforderung liegt darin, Nutzungsformen zu finden, die die unterschiedlichen städtischen Interessen an der Nachnutzung bestmöglich in Ausgleich bringen. Zu nennen sind insbesondere das gesamtstädtische Interesse an der Schaffung von Wohnraum, das Interesse des Bezirks Hamburg-Nord an einer Quartiersentwicklung, die Interessen des Denkmalschutzes sowie das besondere Interesse an einer der historischen Bedeutung der auf den Flächen befindlichen Gefängnisbauten gerecht werdenden Nachnutzung, die Sicherheits- und sonstigen Belange der künftig benachbarten Anstalten sowie die Interessen der heute noch im Quartiersentwicklungsgebiet ansässigen Dienstwohnungsinhaberinnen und -inhaber. Eine weitere Herausforderung ist die zeitliche Komponente. Die perspektivisch nicht mehr benötigten Flächen können erst dann einer neuen Nutzung zugeführt werden, wenn sich der Justizvollzug vollständig von ihnen zurückgezogen hat. Hierfür sind wiederum die Errichtung zweier Neubauten auf dem verbleibenden Gelände der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel sowie die teilweise Versetzung der Außensicherung erforderlich, die im Zuge der Überführung der Anstalten ins Mieter-Vermieter-Modell realisiert werden sollen. Ein Aufgabenschwerpunkt besteht daher in der Synchronisierung und letztlich in der Verzahnung der Prozesse. Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz hat zum Jahreswechsel 2019/2020 für beide Projekte jeweils einen Letter of Intent mit Sprinkenhof GmbH abgeschlossen.

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Arzt. Aber anders.

Wie werden Gefangene in den JVAs medizinisch betreut? Wer sind die Ärzte "hinter Gittern" und wie sieht ihr Alltag aus? Mit diesen Fragen befasst sich das Video "ARZT. ABER ANDERS: Maren Dix und Sabine Jägemann". 

Weitere Infos zu diesem Tätigkeitsfeld und anderen Stellen der Ärzte im öffentlichen Dienst inklusive der Stellenangebote finden Sie auf:

https://www.hamburg.de/aerzte/

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