Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Koordinierungsstelle OHNe Hass Hasskriminalität im Netz konsequent anzeigen

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Mehr Strafanzeigen und eine effektivere Strafverfolgung - das ist das Ziel der Koordinierungsstelle OHNe Hass ("Offensiv gegen Hass im Netz - konsequent anzeigen, effektiv verfolgen"). Dazu wurden in Zusammenarbeit mit allen relevanten Stellen wie der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein, dem NDR, Medienunternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Strafverfolgungsbehörden, Maßnahmen entwickelt.

Ein Mann hält ein Schild, auf dem die Wörter Hate Speech stehen.

Koordinierungsstelle OHNe Hass: Hasskriminalität im Netz konsequent anzeigen


Kapitelübersicht

Für Medienunternehmen, Beratungsstellen, Verbände, NGOs

Online-Dienst „Hasskommentare im Internet melden“

Über den Online-Dienst, der über das Hamburg Serviceportal zu erreichen ist, haben insbesondere Medienunternehmen, Beratungsstellen und Nichtregierungsorganisationen die Möglichkeit, Hasskommentare im Internet anzuzeigen.

Hamburg ist ein bedeutender Medienstandort in Deutschland. Die Erfahrungen seit Einführung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes haben gezeigt, dass strafbare Hasspostings durch die Medienverantwortlichen überwiegend gelöscht und Anzeigen eher selten erstattet werden. Durch den Online-Dienst besteht die Möglichkeit, mit geringem Aufwand Strafanzeigen unmittelbar bei der Staatsanwaltschaft Hamburg zu erstatten.

Der Dienst hat den Vorteil, dass Screenshots und kleine Videodateien hochgeladen werden können. Die Strafanzeige ist für die Meldenden anonym über den Account ihres Unternehmens möglich. Wenn – wie etwa bei Beleidigungen – ein Strafantrag erforderlich ist, kann dieser heruntergeladen, handschriftlich unterschrieben und wieder hochgeladen oder abfotografiert werden.

Wie beteiligt man sich?

Sie melden sich bei dem Hamburg Serviceportal als Unternehmen an und abonnieren den Online-Dienst "Hasskommentare im Internet melden". Nach einer Freischaltung durch die Staatsanwaltschaft Hamburg, die per E-Mail mitgeteilt wird, können Sie sich und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der E-Mail-Adresse und dem Benutzerkennwort des Unternehmens anmelden.

Hier gelangen Sie zum Online-Dienst. Eine Schritt für Schritt Anleitung zur Registrierung finden Sie hier oder unten in den Downloads.

Begleitend dazu finden Schulungen für diejenigen statt, die den Online-Dienst nutzen möchten (z.B. Redakteurinnen und Redakteure).

Schulungstermine

In den Schulungen erfahren Sie, wie Sie Hasskommentare juristisch einordnen und den Online-Dienst nutzen können. Die Dezernentinnen und Dezernenten der Staatsanwaltschaft Hamburg geben einen Einblick in den Ablauf der Ermittlungs- und Strafverfahren im Bereich der digitalen Hassrede.

Hier finden Sie die aktuellen Schulungstermine:
Die Einstellung erfolgt in Kürze.

Für die Anmeldung zu den Schulungen und für weitere Informationen zum Online-Dienst wenden Sie sich bitte per E-Mail an: ohnehass@justiz.hamburg.de

Kapitelübersicht

Für Bürgerinnen und Bürger

Menschen, die Opfer von Hasskriminalität im Internet geworden sind oder denen Hassrede gegen andere aufgefallen ist, sollten sich an die Strafverfolgungsbehörden wenden. Sind Sie betroffen oder haben Sie mögliche strafbare Hasspostings entdeckt? Bitte wenden Sie sich an diese Stelle:

Online-Wache Hamburg
https://www.polizei.hamburg/onlinewache/

Jedes Hamburger Polizeikommissariat
https://www.hamburg.de/behoerdenfinder/hamburg/11251788/

Bei Hinweisen auf Rechtsextremismus:
Zentrale Hinweisaufnahme Rechtsextre­mismus der Polizei

hinweise-rechtsextremismus@polizei.hamburg.de

Bei Hinweisen auf Äußerungen gegen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität:
LSBTI*-Ansprechpersonen der Polizei

https://www.polizei.hamburg/lsbti/

Wie sichere ich die Hasspostings?

  • Notieren Sie die Internetadresse (URL) des Inhalts und des Profils der Urheberin bzw. des Urhebers sowie den Zeitpunkt der Einstellung des Hasspostings
  • Fertigen Sie Screenshots vom Inhalt, dem Kommentarverlauf sowie vom Profil der Person an, die das Hassposting erstellt hat
  • Dokumentieren Sie, wann und von wem dieser Inhalt entdeckt wurde

Die wichtigsten Informationen haben wir für Sie in einem Webflyer zusammengestellt. Diesen können Sie hier oder unten im Downloadbereich ansehen und herunterladen.

Was tun, wenn Beiträge Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen oder gefährden können?

Ein Musikvideo mit Gewaltdarstellungen, ein Beitrag, der verfassungswidrige Symbole verwendet, ein Profil mit Hetze gegen Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten oder Musliminnen und Muslime sind nur einige Beispiele, die zeigen, was Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen oder gefährden kann.

Die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) prüft deshalb Internet- und Rundfunkangebote auf Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen, insbesondere den Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV). Sie geht dabei auch Hinweisen und Beschwerden aus der Bevölkerung nach, um einerseits die Löschung gesetzeswidriger Inhalte in sozialen Netzwerken und auf Online-Plattformen zu erreichen und andererseits in Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden zu ahnden.

Fällt Ihnen im Internet etwas auf, von dem Sie glauben, dass es nicht den gesetzlichen Jugendmedienschutzvorschriften entspricht? Oder sind Sie sich nicht sicher, ob bestimmte Inhalte für Kinder und Jugendliche öffentlich zugänglich sein sollten? Dann melden Sie Ihre Beobachtungen über das Beschwerdeformular der MA HSH unter: 
https://www.ma-hsh.de/service/beschwerde.html


Datenschutzerklärung

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch