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Vollzugsdienst 20 neue Kräfte starten Ausbildung im Vollzugsdienst

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Justizsenator Dr. Till Steffen begrüßt ersten Lehrgang des Jahres

Die Justizbehörde arbeitet intensiv daran, mehr Bedienstete für den Justizvollzug zu gewinnen. Am 01. März 2017 beginnen vier Frauen und 16 Männer mit ihrer zweijährigen Ausbildung zur Justizvollzugsbeamtin beziehungsweise zum Justizvollzugsbeamten.

Gruppenbild mit Justizsenator Dr. Till Steffen und allen Nachwuchskräften in Uniform Gruppenbild mit Justizsenator Dr. Till Steffen und Nachwuchskräften in Uniform

Ausbildung im Vollzugsdienst - Hamburg - FHH

40 Prozent der Anwärter und Anwärterinnen haben einen Migrationshintergrund. Der jüngste Anwärter ist 23 Jahre alt, der älteste 35 Jahre; der Altersdurchschnitt liegt bei 28 Jahren. Da im Vollzug gefestigte Persönlichkeiten gebraucht werden, die über ein gewisses Maß an Lebenserfahrung verfügen, ist eine berufliche Vorerfahrung Einstellungsvoraussetzung. Die Anwärterinnen und Anwärter bringen vielfältige Kenntnisse mit. Sie waren vorher unter anderem Handwerker, Soldaten, in der Pflege und im Handel tätig, ein Bediensteter ist studierter Biologe.

Justizsenator Dr. Till Steffen sagte bei der Vereidigung und Urkundenübergabe: „Sie haben sich für einen Beruf entschieden, bei dem man durchsetzungsfähig und sensibel sein muss. Dort werden sie viel Verantwortung tragen - für Ihre eigene Sicherheit, für die Ihrer Kolleginnen und Kollegen und für den Aufenthalt der Gefangenen, die nach Ende ihrer Haft ein ganz neues Leben beginnen. In Ihrem beruflichen Alltag setzen Sie sich bald mit Menschen auseinander, mit denen sich sonst keiner beschäftigen würde. Resozialisierung ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, eine der besten um Straftaten zu verhindern. Daran arbeiten Sie an vorderster Front, wovor ich großen Respekt habe.

Als Behörde arbeiten wir daran, die Rahmenbedingungen für die Resozialisierung zu verbessern. Wir bringen ein Opferschutz- und Resozialisierungsgesetz auf den Weg, das den Übergang von Haft zur Freiheit mit verbindlichen Hilfsangeboten für die Inhaftierten regeln wird. Und wir arbeiten daran, dass Sie viele Kolleginnen und Kollegen zur Seite bekommen. Bereits im vergangenen Jahr haben vier Lehrgänge begonnen, für 2017 streben wir fünf an. Sie sind in diesem Jahr der erste, herzlich willkommen. Schön, dass Sie da sind.“

Hintergrund

Die Ausbildung zur Justizvollzugsbeamtin/zum Justizvollzugsbeamten dauert zwei Jahre. Die theoretischen Grundlagen werden in der Justizvollzugsschule der Justizbehörde vermittelt. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Vollzugsrecht, Psychologie, Kriminal- und Vollzugspädagogik, Waffen- und Schießlehre, die Wirkungsweise von Drogen, Auffinden und Erkennen von Rauschgiften, Kriminal- und Vollzugspsychologie, Kommunikation, Sport und Selbstverteidigung.

Praktisch werden die Anwärterinnen und Anwärter in den sechs Hamburger Justizvollzugsanstalten ausgebildet. Dort sorgen sie für Sicherheit und Ordnung und kümmern sich um die Unterbringung, Beaufsichtigung, Betreuung und Versorgung der Gefangenen. Ihre Arbeit zielt immer auch darauf, die Verurteilten zu befähigen, künftig ein Leben ohne neue Straftaten zu führen. Hierfür sind insbesondere ein wertschätzender Umgang und ein gutes Konfliktverhalten nötig.

Interessierte können sich das ganze Jahr über für eine Laufbahn im Justizvollzugsdienst bewerben, da die Justizbehörde mehrere Lehrgänge pro Jahr ausbildet. Näheres unter Ausbildung Justizvollzugsbeamte

Kontakt für die Presse

Christine Osterland

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Justiz und Verbraucherschutz
Pressestelle
Drehbahn 36
20354 Hamburg
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