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Hilfe in belastenden Situationen Justizbehörde startet Ausbildung zu zertifizierten Peers

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Die Hamburger Justizbehörde unterstützt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in vielen Belangen. Dazu gehören Gesundheitstrainings, Massagen und E-Learning Tools zur Förderung psychischer Gesundheit. Neu hinzu kommt nun eine Ausbildung zu zertifizierten Peers, die eine erste Anlaufstelle für außergewöhnliche, belastende Situationen darstellen.

Ein Mann sitzt auf einem Sessel und hat einen Stift und ein Block zum Aufschreiben. Rechts daneben sitzt eine Frau, die die Hände ineinander liegen hat.

Justizbehörde startet Ausbildung zu zertifizierten Peers

20 Kolleginnen und Kollegen des richterlichen und staatsanwaltlichen Dienstes sowie zwei Mitglieder des Teams für Beratung und Gesundheit nehmen an der heute startenden Ausbildung teil. „Peers“ (dt. „Kollegen“) werden dazu ausgebildet, ihre Kolleginnen und Kollegen in außergewöhnlichen, belastenden Situationen eine erste Anlaufstelle zu bieten. Am Ende der Ausbildung werden die Peers durch die „SbE-Bundesvereinigung Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen e.V.“ und die Ludwig-Maximilians-Universität München zertifiziert.

Belastende Situationen können Todesfälle, Bedrohungen und Angriffe im Zusammenhang mit Verfahren sein. Peers führen dann mit ratsuchenden Kolleginnen und Kollegen Erstgespräche. Möglich sind auch Gruppengespräche bei mehreren Betroffenen. Bei weiterem Gesprächsbedarf übernehmen im Regelfall speziell geschulte Experten, an die die Betroffenen über die Justizbehörde weitervermittelt werden. Peers beraten bei Bedarf auch Gerichtsvollzieher/-innen, Rechtspfleger/-innen und Geschäftsstellenmitarbeiter/-innen.

Justizsenator Dr. Till Steffen sagt dazu: "Belastende Situationen können jeden treffen. Da ist es wichtig, möglichst schnell eine erste Hilfe zu erhalten. Wir kümmern uns um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Justizbehörde, gerade auch wenn sie belastende Situationen erleben mussten. Künftig können sie sich den Peers anvertrauen. Es ist ein Angebot, das niedrigschwellig ansetzt und tiefer reicht als die Supervision. Damit bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine noch stärkere Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz."

Hintergrund

Die Ausbildung umfasst einen Grund- und einen Aufbaukurs, jeweils bestehend aus vier zweitägigen Bausteinen. Die ersten beiden Bausteine befassen sich mit Einzel- und Gruppenmaßnahmen und finden im Februar und März 2020 statt. Der Aufbaukurs für die Qualifizierung zu größeren Gruppengesprächen folgt 2021.

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Kontakt

Christine Osterland

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Justiz und Verbraucherschutz
Pressestelle
Drehbahn 36
20354 Hamburg
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