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Senatsempfang für internationalen Nachwuchs Expert:innen für Seerecht treffen sich zur Summer Academy 2022

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Der Internationale Seegerichtshof (ISGH) und die Internationale Stiftung für Seerecht (International Foundation for the Law of the Sea IFLOS) begrüßen in diesem Jahr 38 Teilnehmer:innen aus 30 Nationen zur Summer Academy 2022 in Hamburg. Bei dem vierwöchigen Kurs teilen Richter:innen des Internationalen Seegerichtshofs und viele weitere Expert:innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit dem internationalen Nachwuchs. Das Treffen dient dazu, das Wissen über Seerecht und Seehandelsrecht zu fördern.

Eine Gruppe von Menschen steht auf der Treppe zu den Sälen im Hamburger Rathaus

Expert:innen für Seerecht treffen sich zur Summer Academy 2022

Justizsenatorin Anna Gallina sagte in Ihrer Rede: "Es ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass unsere globalisierte Welt ohne meeresrechtliche Regelungen kaum denkbar wäre. Ich freue mich daher, dass die Sommerakademie Jahr für Jahr dazu beiträgt, die überragende Bedeutung der Weltmeere für die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen der internationalen Gemeinschaft zu verdeutlichen und in den Mittelpunkt zu stellen. Die Sommerakademie vermittelt den Teilnehmenden einen erstklassigen Einblick in das internationale Seerecht und fördert den Diskurs über die praktischen Auswirkungen der völkerrechtlichen Regelungen. Frieden, Diplomatie und internationale Beziehungen. All diese großen Ideen beginnen mit einer gegenseitigen Interaktion."

Die geschäftsführende Kanzlerin des Internationalen Seegerichtshof, Ximena Hinrichs Oyarce, sagte: "Unser aufrichtiger Dank gilt Justizsenatorin Anna Gallina und dem Hamburger Senat für die kontinuierliche Unterstützung unserer Arbeit und für die Ausrichtung dieses Empfangs. Die Hafenstadt Hamburg ist der ideale Ort für den Sitz des Seegerichtshofs und bietet ein bereicherndes Umfeld, für das die Sommerakademie sinnbildlich steht."

Die Vorsitzende der Stiftung für Seerecht Prof. Dr. Nele Matz-Lück ergänzt: "Der Ozean, sein schlechter Zustand, seine Bedeutung für das Klima, Überfischung, Plastikverschmutzung und Herausforderungen im maritimen Transportwesen spielen auf der Ebene der internationalen Politik eine immer wichtigere Rolle. Lösungsansätze für globale Probleme müssen regional und lokal umgesetzt und gegebenenfalls weiterentwickelt werden. Das Wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen und nationale Spielräume ist dafür eine Grundvoraussetzung. Mit der Summer Academy leisten wir einen wichtigen Beitrag, das Fachwissen der Entscheidungsträger von heute und morgen zu vertiefen und diese untereinander zu vernetzen. Ohne die fortwährende Unterstützung verschiedener Institutionen, Stiftungen, Unternehmen und Kanzleien – insbesondere des Deutschen Auswärtigen Amts und des Internationalen Seegerichtshofs – wäre uns die Wahrnehmung diese Aufgabe nicht möglich. Ihnen gilt unser herzlicher Dank."

Hintergrund Internationale Stiftung für Seerecht

Die Internationale Stiftung für Seerecht wurde im Dezember 2003 von Hamburger Unternehmen und Privatleuten mit Unterstützung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg gegründet. Hauptprojekt der Stiftung ist die jährliche Summer Academy, deren Ziel es ist, jüngere Nachwuchskräfte aus Wissenschaft, Verwaltung und maritimer Wirtschaft weiterzubilden. Seit dem Start in 2007 konnte die Stiftung insgesamt 487 Teilnehmer:innen aus 132 Nationen in Hamburg begrüßen. Die Summer Academy 2022 findet vom 7. August bis zum 2. September statt.

Hintergrund Internationaler Seegerichtshof

Der Internationale Seegerichtshof ist ein unabhängiges Gericht, das im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen gegründet wurde. Die 21 internationalen Richter des ISGHs haben seit 1996 in zahlreichen seerechtlichen Streitfällen Entscheidungen getroffen. Dabei ging es um ein breites Spektrum von Rechtsfragen, zum Beispiel die Abgrenzung von Meeresgebieten, die Schifffahrt, die Erhaltung und Bewirtschaftung der lebenden Ressourcen des Meeres sowie den Schutz und die Erhaltung der Meeresumwelt und die Umwelt- und Haftungsstandards bei Aktivitäten auf dem Meeresboden.

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Kontakt

Dennis Sulzmann

Pressesprecher

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Justiz und Verbraucherschutz
Pressestelle
Drehbahn 36
20354 Hamburg
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