Behörde für Kultur und Medien

"Hamburger Sommerresidenz" Künstlerstipendien vergeben

Hamburger Stipendiaten wird vierwöchiger Arbeitsaufenthalt in Villa Willemsen ermöglicht


Künstlerstipendien vergeben

Zum ersten Mal werden in diesem Jahr drei Hamburger Künstlerinnen und Künstler ihre Sommerresidenz in der Villa Willemsen, dem Künstlerhaus des mareverlags in Wentorf bei Hamburg beziehen. Aus rund 30 Bewerbungen wählte das Kuratorium der Roger Willemsen Stiftung die bildende Künstlerin Suse Itzel sowie den Schriftsteller Anselm Neft und die Filmemacherin und Autorin Claire Walka für die Residenzstipendien im Künstlerhaus des mareverlags aus.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Die Hamburger Sommerresidenz ermöglicht Künstlern und Künstlerinnen eine intensive Arbeitsphase zu besten Bedingungen vor den Toren Hamburgs. Die besondere Atmosphäre der Villa Willemsen schafft einen inspirierenden Rahmen, um konzentriert an künstlerischen Projekten arbeiten zu können. Ich freue mich sehr, dass es gemeinsam mit der Roger Willemsen Stiftung gelungen ist, ein neues Stipendienprogramm zu schaffen, mit dem die Kulturstadt Hamburg und ihre Künstler und Künstlerinnen weiter gestärkt werden.“

Nikolaus Gelpke, Kuratorium der Roger-Willemsen-Stiftung: „Das Leben und Wirken Roger Willemsens war so viele Jahre eng mit Hamburg verknüpft, dass die Idee der ‚Hamburger Sommerresidenz’ absolut passend und stimmig erscheint. Wir sind begeistert von dieser Kooperation und freuen uns für die Hamburger Künstlerinnen und Künstler, die dank ihr einige Wochen im Künstlerhaus des mareverlags verbringen können.“

Die Villa Willemsen am Mühlenteich in Wentorf bei Hamburg war das letzte Wohnhaus des Autors und Publizisten Roger Willemsen, der 2016 verstarb. Dank eines engen Freundes, dem Verleger des mareverlags, Nikolaus Gelpke, wurde die Villa als Künstlerhaus des mareverlags erhalten und schließlich der Roger Willemsen Stiftung als Künstlerresidenz zur Verfügung gestellt. Seit 2018 leben und arbeiten hier Stipendiaten und Stipendiatinnen aus verschiedenen künstlerischen Bereichen, die von der Roger Willemsen Stiftung betreut werden. 2019 haben die Behörde für Kultur und Medien und die Stiftung erstmals ein gemeinsames Residenzprogramm konzipiert. Das Stipendium beinhaltet den vierwöchigen Aufenthalt in der Villa Willemsen sowie eine Aufwandspauschale von je 1.000 Euro.

Zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten:

Suse Itzel ist Jahrgang 1984 und arbeitet als bildende Künstlerin. Sie studierte Freie Kunst in Hamburg und Köln. Für ihre Videoarbeiten und Installationen imitiert sie Zerstörungs- und Zerfallsprozesse. Raum und Architektur geraten in Bewegung. Ihre Arbeiten waren zuletzt in der Sammlung Falckenberg in Hamburg Harburg, im Hamburger Gängeviertel, in der Galerie Herold in Bremen oder im Ludwig Forum in Aachen zu sehen. In Wentorf möchte sie an einem autobiografischen Film-Projekt arbeiten.

Anselm Neft wurde 1973 in Bonn geboren und war unter anderem als Texter, Kolumnist und Lehrer tätig. Im März 2019 erschien sein vielbeachteter Roman „Die bessere Geschichte“ bei Rowohlt Hundert Augen. Er veranstaltet im Grünen Jäger die monatliche Hamburger Lesebühne „Liebe für alle“ und möchte in der Villa Willemsen seine Arbeit an einem neuen Romanprojekt fortsetzen.

Claire Walka ist Jahrgang 1978 und arbeitet als Autorin und Filmemacherin. Sie studierte Film und Medien in Offenbach und Barcelona. Neben ihrer Tätigkeit als Cutterin veröffentlicht sie Kurzgeschichten sowie Lyrik und ist Mitglied im Forum Hamburger Autorinnen und Autoren sowie im Writers‘ Room. In Wentorf möchte sie ihre Eindrücke in Texten und Fotografien verarbeiten.