Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Coronavirus in Hamburg Übersicht über mögliche Hilfen

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Die Corona-Situation ist für uns alle außergewöhnlich. Die Auswirkungen für die Kultur und Kreativwirtschaft, die angestellten und freischaffenden Künstlerinnen und Künstler wollen wir so gering wie möglich halten. Der Hamburger Senat hat daher, wie auch der Bund, zahlreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht, mit denen die wirtschaftlichen Auswirkungen in den Kultureinrichtungen abgefedert werden. Auch zahlreiche Stiftungen und Verbände bieten in dieser Situation wichtige Unterstützung.

Übersicht über Hilfsangebote für Kulturschaffende in der Corona-Krise

Achtung:  Dieser Text wird fortlaufend aktualisiert und konkretisiert

Hier geben wir einen Überblick über mögliche Hilfsangebote. Bitte beachten Sie, dass auch kurzfristig Änderungen möglich sind.

  • Der Bund hat mit der Novemberhilfe ein umfangreiches Hilfspaket beschlossen, um die Kultureinrichtungen zu unterstützen, die aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im November schließen mussten. Das Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium bieten damit eine zentrale Unterstützung für Unternehmen, (Solo-)Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den aktuellen Einschränkungen besonders betroffen sind.

    Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, (Solo-)Selbständige, Vereine und Einrichtungen. Sie können Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 bis zu einer Obergrenze von einer Million Euro beantragen (Zuschüsse über eine Million Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission).
    Solo-Selbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.

    Die Anträge sollen nach Angaben des Bundes zeitnah über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden können (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).

    Detaillierte Informationen sind erhältlich auf der Website des Bundesfinanzministeriums: 
    https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-11-05-faq-ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html.

  • Um schnellstmöglich zu helfen, hat der Hamburger Senat am 20.03.2020 ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen, das das in der Folge noch mehrmals ausgeweitet wurde. Dieses Paket für Kultureinrichtungen und -projekte, angestellte und freischaffend tätige Künstlerinnen, Künstler und Kreative sowie Akteure der Medienwirtschaft ergänzt die bestehenden Instrumente des Bundes wie Kurzarbeitergeld und Grundsicherung für Selbständige und die Hilfsmaßnahmen, die aktuell im Bund auf den Weg gebracht werden, um die wirtschaftlichen Härten im Zusammenhang mit der Umsetzung der Corona-Allgemeinverfügungen abzufedern (Link: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-Milliardenhilfe-fuer-alle.html) Weitere Maßnahmen sind auf Bundes- und Landesebene in Arbeit und werden dann aufeinander abgestimmt.
  • Das Rettungspaket des Bundes für den Kultur- und Medienbereich: NEUSTART KULTUR
    Im Fokus stehen dabei vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten. https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/staatsministerin-fuer-kultur-und-medien/kultur/1772990-1772990


Übersicht über die bisherigen Hamburger Hilfen:

  • Finanzierungssicherheit für Zuwendungsempfänger
    Zunächst zur Klarstellung für alle Betroffenen, die Zuwendungen der Stadt einschließlich der Behörde für Kultur und Medien erhalten: Förderzusagen der Stadt bestehen auch, wenn die geplanten Produktionen und Projekte jetzt nicht oder in anderer Form umgesetzt werden können.
  • Neustartprämie (Frist verlängert bis 31. Dezember 2020) 
    Nach dem Erfolg der Corona-Soforthilfe legt Hamburg ein neues Instrument auf, das den Neustart in die künstlerische und kreative Tätigkeit ermöglicht.
    Im Rahmen der Neustartprämie können Künstlerinnen, Künstler und Kreative einmalig, pauschal und nicht rückzahlbar 2.000 Euro beantragen, um die eigene künstlerische Tätigkeit wieder ins Laufen zu bringen, beziehungsweise die Wiederaufnahme vorzubereiten.
    Antragsberechtigt sind alle Personen mit Hauptwohnsitz in Hamburg, die Mitglied in der Künstlersozialkasse (KSK) sind oder die inhaltlich die Kriterien der KSK für eine künstlerische Tätigkeit erfüllen und durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Die Hilfe kann ab sofort und bis zum 31. Dezember 2020 unter www.hamburg.de/neustartpraemie beantragt werden.
  • Hamburg Kredit Liquidität der IFB (seit 28. Mai)
    Kleinen und mittleren Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, wird mit dem Hamburg Kredit Liquidität (HKL) ein neuer finanzieller Spielraum eröffnet. Das zinsgünstige Darlehen der IFB soll helfen, Liquiditätsengpässe zu überbrücken und kann für die Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen genutzt werden. Neben kleinen und mittleren Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern richtet sich der HKL an Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe, Existenzgründer sowie gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen und Vereine, die über einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb verfügen. Der HKL wird von der IFB in Kooperation mit der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg (BG) im sogenannten Hausbankenverfahren vergeben. Interessenten können den Kredit über ihre jeweilige Hausbank beantragen. Der Zinssatz liegt bei 1 Prozent mit einer maximalen Laufzeit von zehn Jahren und ist mit 90 bis 100 Prozent durch die BG besichert. Im Hamburger Haushalt ist ein Garantierahmen von 300 Millionen Euro für dieses Kreditprogramm vorgesehen. Damit schließt sich der Hamburg-Kredit Liquidität an die Hamburger Corona Sofort Hilfe an.
    Weitere Infos zur HKL finden Sie hier: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/hkl
  • IFB-Förderkredit Kultur
    Im IFB-Förderkredit Kultur stehen insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen Kulturbetriebe schnell und zusätzlich zu den Soforthilfen dringend benötigte Liquiditätshilfen erhalten. Die Hilfe steht nicht nur für Investitionen zur Verfügung, sondern auch für Betriebsmittel. Der Kreditrahmen kann bis zu 150.000 Euro betragen. Die Förderrichtlinien und weitere Informationen finden Sie hier: https://www.ifbhh.de/foerderprogramm/ifb-foerderkredit-kultur.
  • Zinslose Stundung für gewerbliche, private Mieter städtischer Immobilien auf Antrag
    Betroffene gewerbliche Mieter von städtischen Immobilien können auf Antrag bei ihrem jeweiligen Vermieter die Miete für drei Monate zinslos stunden und so Entlastung in der momentanen Situation erhalten. Dies ist möglich für Immobilien von Sprinkenhof, HHLA, und LIG.
  • Hilfspaket Kultur
    Die Behörde für Kultur und Medien hat speziell für den Bedarf in der Kultur ein Hilfspaket Kultur im Wert von inzwischen 35 Mio. Euro geschnürt.
    Förderfähig sind kulturelle Einrichtungen wie zum Beispiel Privattheater oder Musik-Clubs. Hierzu werden bereits existierende Förderinstrumente weiterentwickelt und neue aufgelegt, wie jüngst eine Förderung für Openair Konzerte. Hier können Sie mit dem/der für Sie zuständigen  Ansprechpartner oder der Ansprechpartnerin in der Behörde für Kultur und Medien, das weitere Verfahren besprechen.
  • Corona-Erlass für die Steuerverwaltung
    Unternehmen, die wegen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, können schon jetzt zur Entlastung verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter nutzen, zum Beispiel die Herabsetzung oder Aussetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftssteuer auf Antrag, Stundung fälliger Steuerzahlungen, Erlass von Säumniszuschlägen, Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen. Ansprechpartner ist das jeweils zuständige Finanzamt.

    Selbständig in der Künstlersozialversicherung versicherte Künstlerinnen und Künstler sollten jetzt, wenn sie absehen können, dass sie das im Voraus gemeldete Einkommen nicht erreichen, direkt eine neue Einkommensschätzung an die Künstlersozialkasse senden. Die Künstlersozialkasse hält hierfür eine Reihe an Formularen bereit:
    https://www.kuenstlersozialkasse.de/kuenstler-und-publizisten/aenderungsmitteilungen.html
  • Gebührenrechtliche Hilfen für Gewerbetreibende
    Nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich durch die Corona-Allgemeinverfügung in ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit eingeschränkte Gewerbetreibende und sonstige betroffene Institutionen können bis zum 31.12.2020 einen Antrag auf Stundung oder Erlass der bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Gebühren stellen.

Es ist eine schwierige Situation, die wir jetzt gemeinsam bewältigen wollen, und die Stadt und die Behörde für Kultur und Medien werden alles versuchen, um Sie so gut wie möglich zu unterstützen.

Ergänzend stehen folgende Hilfen zur Verfügung:

Weitere Beratungsangebote

  • Hamburg Kreativ Gesellschaft (für Kreativschaffende in Hamburg)
    Informationen und FAQ https://kreativgesellschaft.org/coronahilfe
    Beratungstermin vereinbaren unter Telefon: 040 879 7986 16

  • Servicehotline der Firmenhilfe (von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderte Hotline für Selbstständige: Freiberufler, Solo-Selbständige, und Kleinunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) Telefon: 040 43216949

  • Servicehotline für Arbeitgeber der Bundesagentur für Arbeit zu Kurzarbeitergeld, Telefon: 0800 45555 20 

  • Kontaktdaten des Jobcenter team.arbeit.hamburg - Standorte für Selbstständige  https://team-arbeit-hamburg.de/standorte/fuer-selbststaendige/

Informationen der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) Hamburg

Auch die BWVI Hamburg hat die Informationen der Bundesregierung noch einmal für Hamburger Unternehmen konkretisiert. Zu den verschiedenen Möglichkeiten gibt es hier weitere Infos.

www.hamburg.de/bwvi/medien/13707286/coronavirus-information-fuer-unternehmen/

 

Weitere Infos finden Sie zudem laufend aktualisiert unter www.hamburg.de/coronavirus

Allgemeinverfügungen und Verordnungen: https://www.hamburg.de/allgemeinverfuegungen

 

Kontakt

Enno Isermann

Pressesprecher

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
Adresse speichern

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Logo für das Telefonbuch