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Erinnerungskultur KZ-Gedenkstätte Neuengamme erhält Förderung von rund 12 Millionen Euro für neue Dauerausstellung

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Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme erhält rund sechs Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Gedenkstättenkonzeption des Bundes“. Die Beauftragte für Kultur und Medien hat die Gedenkstätte am 19. März für das Förderprogramm ausgewählt. Die Stadt Hamburg stellt eine Ko-Finanzierung in gleicher Höhe zur Verfügung, vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgerschaft.

Gebäude des Studienzentrums im ehemaligen Häftlingslager 2017 Gabionen und Gebäude des Studienzentrums im ehemaligen Häftlingslager 2017

Förderung für die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist ein Erinnerungsort von nationaler und internationaler Bedeutung. Sie zählt zu den großen vom Bund mitgeförderten Erinnerungsorten zu den Verbrechen des Nationalsozialismus. Sie steht sinnbildlich für das nationalsozialistische Prinzip der „Vernichtung durch Arbeit“. Von den mehr als 100.000 Menschen, die im KZ Neuengamme inhaftiert waren, erlebte etwa die Hälfte das Kriegsende nicht.
Die Dauerausstellungen der Gedenkstätte sind in historischen Baudenkmälern untergebracht. Zwei dieser Ausstellungen aus dem Jahr 2005 sollen mit der Förderung innerhalb der nächsten fünf Jahre neu konzipiert und um eine weitere Ausstellung ergänzt werden, um künftig damit Besucherinnen und Besuchern eine interaktive, inklusive und gegenwartsorientierte Besuchserfahrung zu bieten. 

Die Neukonzeption der Ausstellungen reagiert dabei auf neue Erkenntnisse in der geschichtswissenschaftlichen Forschung der letzten 20 Jahre, aktuelle Fragen und Anforderungen der pluralen (post)migrantischen und postsozialistischen Gesellschaft, veränderte mediale Vermittlungsformen und damit verbundene Rezeptionsweisen und nutzt aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen in der Gedenkstättenpädagogik mit inklusiven und partizipativen Ansätzen.

Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien: „In einer Zeit, in der Verbrechen der NS-Herrschaft relativiert werden und der Antisemitismus zunimmt, wird die große Bedeutung der Gedenkstättenarbeit für unsere Gesellschaft und unsere Demokratie ganz besonders deutlich. Diese wollen wir durch die Förderung noch weiter stärken. Die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte kann damit ihre Ausstellungen weiterentwickeln. Zukünftig wird sie die Besucherinnen und Besucher mit ihren Ausstellungen inhaltlich und medial noch besser ansprechen, Wissen vermitteln und die Relevanz für uns heute deutlich machen. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt zu einer wirksamen Gedenkkultur, die wir heute so dringend brauchen.“

Prof. Dr. Oliver von Wrochem, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen: „Die Neukonzeption der Dauerausstellungen soll das Verstörende der nationalsozialistischen Verbrechen transportieren und zur Auseinandersetzung anregen. Warum waren die Menschen bereit, sich einem Regime zu verschreiben oder sich zumindest mit ihm zu arrangieren, dessen unmenschlicher Charakter offensichtlich war? Durch interaktive, multimediale und inklusive Zugänge wollen wir trotz zunehmender zeitlicher Distanz die Erinnerung an die Verbrechen für die Zukunft bewahren und dabei als Gedenkstätte zu gesellschaftspolitischen Prozessen der Gegenwart Stellung nehmen.“


Rückfragen der Medien

Behörde für Kultur und Medien
Enno Isermann | Pressesprecher
Telefon: 040 42824 207
E-Mail: enno.isermann@bkm.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bkm
Instagram: @bkm_hh

Dr. Iris Groschek
Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Telefon: 040 428 131 521
E-Mail: iris.groschek@gedenkstaetten.hamburg.de

Kontakt

Enno Isermann

Pressesprecher

Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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