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Landhaus in Lokstedt Amsinck-Villa saniert

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Die zur Kita umgebaute Amsinck-Villa wurde am 8. Juni 2018 im Beisein von Finanzsenator Dr. Andreas Dressel offiziell eröffnet. Die umfassende, denkmalgerechte Sanierung und Umnutzung des Landsitzes der Familie Wilhelm Amsincks war 2012 gestartet.

Eröffnung der Amsinck-Villa nach denkmalgerechter Sanierung

Mit der Eröffnungsfeier startete am 8. Juni 2018 offiziell der  Betrieb der Kita in der Amsinck-Villa, gelegen  im gleichnamigen Park in Lokstedt. Das eindrückliche Landhaus, das der Hamburger Geschäftsmann Wilhelm Amsinck 1868-70 vom Rathaus-Architekten Martin Haller errichten ließ, hatte mehrere Jahre leer gestanden und drohte zunehmend zu verfallen – bis die Rudolf-Ballin-Stiftung zur Rettung des Denkmals  ein überzeugendes  Konzept  zur Umnutzung in eine Kita für bis zu 90 Kinder vorlegte.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Man muss immer Wege finden, nicht nur alte Substanz zu konservieren, sondern – das zeichnet Hamburg eben auch aus: immer Wege zu finden, wie man sie wirtschaftlich tragfähig in die nächste Generation überführen kann. Da ist eine Kita-Nutzung genau das Richtige.“

Die Amsinck-Villa liegt im Westen des Eimsbütteler Stadtteils Lokstedt auf einer Anhöhe inmitten eines Landschaftsparks englischen Stils, der heute als öffentliche Grünfläche genutzt wird. Der Name von Villa und Park leitet sich ab vom damaligen Bauherrn Wilhelm Amsinck (1821-1909). Der Geschäftsmann hatte 1868 mit dem Liethberg an der Stellinger Chaussee ein großes Gelände gekauft, um hier seinen Familiensitz einzurichten. Bald darauf begann der Bau der Villa nach Plänen von Martin Haller (1835-1925), der später zum leitenden Baumeister des Hamburger Rathauses und zum begehrtesten Architekten der Hamburger Oberschicht wurde. Die Parkgestaltung erfolgte durch Landschaftsgärtner und Gartenbauingenieur Friedrich Joachim Christian Jürgens (1825-1903). Schon zuvor waren Architekt und Landschaftsgärtner u.a. bei Hagenbeck‘s Tierparks gemeinsam tätig geworden. Die Villa ist der krönende Akzent des Landschaftsparks. Der zwei- bis dreigeschossige Putzbau erhebt sich über einem rechteckigen Grundriss. Trotz spielerisch gestaffelter Baumassen wirkt der Bau kompakt und harmonisch.

Nach dem Tod des Bauherrn wurden die Teile des ehemals größten Besitzes in Lokstedt verkauft, die bis dahin noch nicht für Amsincks Kinder abgeteilt worden waren. 1939 bis 46 war eine Polizeibehörde mit Hundestaffel in der Villa eingemietet. 1956 wurde der Park öffentlich. In der Villa wurden dreizehn Sozialwohnungen eingerichtet und entsprechende Unterteilungen vorgenommen. 1975 wurden einige Wohnungen als unbewohnbar erklärt. 1981 fand sich für das seit 1978 leerstehende Gebäude ein Architekt, der als Mieter die Villa erstmals sanierte. Nach erneutem Leerstand konnte das Denkmal dank des Engagements der Rudolf-Ballin-Stiftung in einem umfassenden Sanierungsprozess ab 2012 mit Mitteln des Bundes und Hamburgs dauerhaft gerettet werden.  

Das Denkmalschutzamt hat aus Anlass der erfolgreichen Denkmalsanierung einen Flyer zur Amsinck-Villa in der Reihe Denkmalpflege Hamburg erstellt, der als PDF-Download zur Verfügung steht.

Link zu allen bisher in der Reihe Denkmalpflege Hamburg erschienen Flyern

Link zum NDR-Beitrag im Hamburg Journal vom 08.06.2018 zur Eröffnung der Amsinck-Villa (ab Minute 17:17)

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