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Denkmalumnutzung in Harburg Bornemannsches Haus soll als Studentenwohnheim umgenutzt werden

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Lösung für Erhalt eines der ältesten Hamburger Profanbauten gefunden

Neue Nutzung für Bornemannsches Haus

Das längliche Fachwerkhaus im Harburger Binnenhafen, das bereits seit 1941 unter Denkmalschutz ist, steht seit 2013 leer. Seinerzeit plante Eigentümer  eine Umnutzung zum Boarding House, die jedoch nicht denkmalverträglich war. Nun verständigte man sich über eine Umnutzung als Studentenwohnheim mit 20 Wohneinheiten.

Bei dem zweigeschossigen Fachwerkgiebelhaus in der Harburger Schloßstraße 13 handelt es sich in wesentlichen Teilen um einen Bau aus der Zeit um 1770, jedoch führen Spuren bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das dendrochronologisch auf 1566 datierte Bornemannsche Haus ersetzte vermutlich einen älteren Vorgängerbau, der dem großen Stadtbrand von 1564 zum Opfer fiel. Aufgrund weiterer dendrochronologischer Befunde kann man davon ausgehen, dass das Haus  im 17. Jahrhundert in zwei Etappen aufgestockt und Ende des 18. Jahrhunderts umgebaut wurde. Fachwerk aus dem 16. und 17. Jahrhundert hat sich vor allem an den nördlichen und südlichen Außenwänden erhalten. Außerdem sind noch historische Backsteinausfachungen aus den verschiedenen Bauphasen vorhanden, die sich durch unterschiedliche Formate auszeichnen.

Weitere Modifizierungen folgten im 19. Jahrhundert, wohl nachdem Georg Ludwig Bornemann 1813 das Grundstück gekauft hatte und dort mit seiner Familie eine Blaufärberei betrieb. Mit dem Bornemannschen Haus hat sich einer der ältesten Profanbauten mit Ausstattung in Hamburg erhalten. Es besitzt daher einen hohen Seltenheitswert und stellt ein besonders  wertvolles Zeugnis für bürgerliches Wohnen von der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert im Hamburger Raum dar.

Eine Herausforderung für Umbau und Erhalt des Denkmals stellen die zahlreichen Um- und Einbaumaßnahmen dar, die im Verlauf der Geschichte des Hauses vorgenommen wurden und zum Teil Schadstoffe beinhalten.

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