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Denkmäler in der Presse Umfassende Denkmalsanierung der Krugkoppelbrücke weit fortgeschritten

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NDR 90.3 Reporterin traf sich mit LSBG-Vertretern und Denkmalpfleger                      

Denkmalgerechte Sanierung der Krugkoppelbrücke auf gutem Weg

Die in den Jahren 1927/28 errichtete Krugkoppelbrücke ist eines der herausragenden Brückendenkmäler Hamburgs in prominenter Lage. Ihre qualitativ hochwertige Architektur verdankt sie der baukünstlerisch aufwändigen Gestaltung unter Oberbaudirektor Fritz Schumacher. Sie überspannt die Mündung des Alsterlaufes in die Außenalster und dient Fußgängern, Radfahrern und dem Autoverkehr als Verbindung der Hamburger Stadtteile Harvestehude und Winterhude. Aufgrund von gravierenden Schäden in der Mauerwerk-Vorsatzschale, der Brüstung sowie den Treppenanlagen wird das Bauwerk derzeit einer umfassenden denkmalgerechten Instandsetzung unterzogen.

NDR-Journalistin Petra Volquardsen erkundigte sich vor Ort bei der Projektleiterin Edna Voß, dem Bauleiter Maik Kolpacki – beide vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) – und bei Jens Kotte, dem zuständigen Referenten der Praktischen Denkmalpflege nach dem Stand der Arbeiten.

Wie die Experten berichten, zeigte die Brücke vor Beginn der umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen  Risse im Mauerwerk und Abplatzungen am Stahlbetonbogen. Darüber hinaus waren die besonderen Terrakotta-Ornamente im Brüstungsbereich beschädigt bzw. fehlten teilweise an den Brückenpfeilern. Um die Brücke dauerhaft zu schützen und als Baudenkmal zu erhalten, bestand dringender Handlungsbedarf. Der LSBG nimmt als Realisierungsträger der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt die Verantwortung für die öffentlichen Denkmäler ernst und unternimmt alles Notwendige, um die teilweise noch aus bauzeitlichen Konstruktionsfehlern herrührenden Schäden grundsätzlich zu beheben.

Alle Maßnahmen wurden im Vorfeld sorgfältig geplant und mit dem Denkmalschutzamt, den Bezirken Eimsbüttel und Hamburg Nord, der Stadtentwicklungsbehörde, der Alstertouristik und der Fritz-Schumacher-Gesellschaft abgestimmt. Als Basis für das Sanierungskonzept ist ein umfassendes Schadensgutachten erstellt worden, das die Abwägung von Alternativen ermöglichte. Die Sicherung, Reparatur und teilweise Wiederherstellung der kunstvoll gestalteten Terrakotten erfolgte nach einem Restaurierungsgutachten.

Die Durchführung der Instandsetzungsarbeiten verlief in vier Bauabschnitten. In den ersten drei Bauabschnitten wurden die Betoninstandsetzungsarbeiten unterhalb des Brückenbauwerks sowie die Mauerwerksarbeiten an der Mauerwerk-Vorsatzschale durchgeführt. Auch die Terrakotta-Schmuckelemente, die sehr aufwendig gearbeitet sind, wurden restauriert. 

Zurzeit werden sowohl die angrenzenden Treppen zu den Anlegestellen saniert als auch die Brückenabdichtung und die Deckschicht der Fahrbahn auf dem Brückenbauwerk erneuert. Die Straßenaufteilung für die geplante Alster-Fahrradachse wird dabei berücksichtigt. Mit Abschluss der Arbeiten wird noch im Dezember 2018 gerechnet.

Die bisher im Zuge der Brückensperrung geplante parallele Ausführung der Umbaumaßnahmen für die neuen Radwege der Alster-Fahrradachsen muss in das Frühjahr 2019 verschoben werden, da die Bauindustrie zurzeit nicht über die erforderlichen Kapazitäten verfügt, um die Straßenbauarbeiten zeitgleich mit dem Brückenbau auszuführen.

Schon jetzt – da sind sich alle einig – wird die nachhaltige Denkmalsanierung der Krugkoppelbrücke  in Verbindung mit den Verbesserungen der Wegeführung für Radfahrer alle Nutzerinnen und Nutzer für die kurzzeitigen Einschränkungen während der Bauzeit langfristig entschädigen.

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