Denkmalschutz und Restaurierung Einblick in die Restaurierungswerkstätten

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Der NDR besucht die beiden Restaurierungswerkstätten des Denkmalschutzamtes in der Speicherstadt und in der Hauptkirche St. Jacobi.

Einblick in die Restaurierungswerkstätten

Anlässlich des ersten "Europäischen Tages der Restaurierung" am 14. Oktober porträtierte das Hamburg Journal des NDR die beiden Restaurierungswerkstätten des Denkmalschutzamtes.

Im "Speicher für Restaurierung und Kommunikation" in der Speicherstadt stellte Amtsrestauratorin Ruth Hauer-Buchholz zusammen mit der freien Restauratorin Petra Klier ihr aktuelles Projekt vor – die Restaurierung eines beschädigten Deckenbildes hinter Glas von 1910, das in einer ehemaligen Fleischerei in Eimsbüttel eingebaut ist. Über die Zeit haben Staub und Erschütterungen Ölfarben und Blattgold von den zwei Millimeter dicken Glasscheiben gelöst.

In der Restaurierungswerkstatt wird nun zunächst an einem ausgebauten Probestück untersucht, mit welchem chemischen Festigungsmittel die lose Malschicht am besten wieder fixiert werden kann.

Bis das Restaurierungskonzept endgültig steht, verbleibt der Rest der Decke in der ehemaligen Fleischerei, wo Ruth Hauer Buchholz sie im schadhaften Zustand zeigt: "Man sieht hier vor Ort, wie sich die Malschicht großflächig gelöst hat und teilweise auch schon verloren gegangen ist. Die Herausforderung wird nun sein, die filigrane Glaskonstruktion waagerecht abzunehmen und in die Restaurierungswerkstatt zu transportieren."

Die nächste Station des NDR-Beitrags war die Hauptkirche St. Jacobi. Hier befindet sich die Restaurierungswerkstatt St. Jacobi – ein für Deutschland einmaliges Projekt, das seit 1998 in Kooperation zwischen Gemeinde und Denkmalschutzamt funktioniert. Amtsrestaurator Eberhard Taube ist Leiter der Werkstatt. Unter anderem arbeitet er gerade an einem Porträt von Johann Balthasar Schuppius, Pastor von St. Jacobi im 17. Jahrhundert und nebenbei auch satirischer Schriftsteller, der in Hamburg Publikationsverbot erhielt.

Eberhard Taube beschreibt seine aktuelle Restaurierungsaufgabe: "In diesem Fall ist das Hauptproblem, dass die Leinwand auf einen geteilten Sperrholzträger geklebt wurde also auf zwei einzelne Platten. Wir müssen nun das Gemälde vom Sperrholzträger trennen, da sich an der Stoßfuge ein Riss gebildet hat. Das ist praktisch eine Operation am offenen Herzen, weil die Leinwand sehr dünn ist und der Kleber sehr fest."

Am Tag der Restaurierung konnten die Hamburgerinnen und Hamburger die Arbeit der Restauratoren im "Speicher für Restaurierung und Kommunikation" nachvollziehen. Deutschlandweit besuchten rund 24.000 Interessierte die 260 teilnehmenden Ateliers und Werkstätten. Ab jetzt findet der Tag der Restaurierung jedes Jahr am zweiten Sonntag im Herbst statt.

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