Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Denkmalkooperation Umfassende Sanierung U-Bahnstation Landungsbrücken

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Hochbahn und Denkmalschutzamt haben kostengünstige, denkmalgerechte Lösung entwickelt

Kooperation von Hochbahn und Denkmalschutz

Der U-Bahnhof Landungsbrücken wird ab Mai 2019 umfassend saniert. Das gab die Hamburger Hochbahn im gemeinsamen Pressegespräch mit dem Denkmalschutzamt bekannt. Verbunden werden barrierefreier Ausbau, Substanzerhalt und Ertüchtigung der Konstruktion der 1912 eröffneten Station. Gebäude, Bahnsteig und Viadukt stehen unter Denkmalschutz und repräsentieren den technischen Fortschritt der aufstrebenden Hansestadt nach der Jahrhundertwende. Gerade der Hochbahnviadukt zwischen Landungsbrücken und Baumwall ist als einer der schönsten Streckenabschnitte  bekanntes Postkartenmotiv und somit ein Stück Hamburger Identität.   

Das Vorhaben ist eines von vielen Beispielen für eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Hochbahn und Denkmalschutzamt. Denkmalpfleger Albert Schett erläutert im NDR-Interview das Ziel des Denkmalschutzamts, "die komplette Altkonstruktion, bestehend aus Stahlstützen, Stahlbindern und den Oberflächen zu erhalten."

Dafür hat die Hochbahn auf Anregung des Amtes eine bestechend einfache Lösung gefunden: Wie Hochbahn-Technik-Vorstand Jens-Günter Lang berichtet, werden an der Bahnsteigkante Gapfiller angebracht. Das sind flexible Kunststoff-Lamellen, die den Abstand zwischen Bahn und der gekurvten Bahnsteigkante reduzieren. Die Lamellen funktionieren nach dem Kammprinzip, sind von oben begehbar und erlauben zugleich leichte seitliche Zugberührungen. Die in Australien bereits praktizierte Lösung wurde an der Station Klosterstern getestet und kommt jetzt an den Landungsbrücken zum Einsatz. Die Alternative wäre ein Teilabbruch und Neubau des historischen Viadukts zwischen Landungsbrücken und Baumwall gewesen. So spart der Gapfiller in erheblichem Maß Zeit und Geld bei der Sanierung und hilft wertvollste Denkmalsubstanz zu erhalten.  

Außerdem werden zwei Aufzüge in das historische Einstiegsgebäude am östlichen Bahnsteigende integriert, weitere Instandsetzungsmaßnahmen im Tunnel und an den Stahlviadukten werden parallel dazu bis Oktober 2019 erfolgen.

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch