Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Denkmalsanierung und Kunst Monopteros im Hayns Park saniert

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Der Rundtempel in Eppendorf wurde am 7. April mit einem Kunstprojekt wiedereröffnet.

Historischer Rundtempel im Hayns Park wiedereröffnet

Lange sah der Monopteros im Eppendorfer Hayns Park aus wie mit überdimensionalem Klebeband umwickelt. Seine Verpackung sollte den frisch sanierten Rundtempel vor Graffitis schützen. Jetzt hat das Baudenkmal seine Ummantelung verloren, und sofort wurde es wieder mit Farbe versehen – diesmal allerdings im Auftrag der Bezirksversammlung Hamburg-Nord. Diese hatte 2017 die künstlerische Gestaltung des Monopteros beschlossen, der immer wieder Graffiti-Vandalismus ausgesetzt war. Deshalb war die Idee entstanden, ihn nach Sanierungsabschluss zweimal jährlich von wechselnden Künstlerinnen und Künstlern gestalten zu lassen. Als Kooperationspartnerin konnte die Galerie Affenfaust gewonnen werden, um den Prozess von der Auswahl der Künstler bis zur Fertigstellung zu begleiten.

Für Sonntag, 7. April hatten das Bezirksamt Hamburg-Nord, die Behörde für Kultur und Medien und die Behörde für Umwelt und Energie ab 11 Uhr zur Fertigstellung des Monopteros in den Hayns Park eingeladen. Bezirksamtsleiter Ralf Staack, Klaus Hoppe von der Umweltbehörde, Denkmalpfleger Jens Kotte und Künstler Björn Holzweg gingen in mehreren Gesprächsrunden mit Bezirksamts-Pressesprecher Daniel Gritz auf die Herausforderungen im Sanierungsprozess und auf die Kunstaktion ein.

Der Monopteros wurde im 19. Jahrhundert im heutigen Hayns Park errichtet, der damals noch ein Privatgarten war. In oder auch vor dem tempelartigen halboffenen Säulen-Rundbau pflegte Senator Max Theodor Hayn mit seiner Familie den Kaffee einzunehmen. Das Anwesen war Sommersitz des Senators mit Villa und Garten. Dieser wurde im Zuge der Alsterkanalisierung zum heutigen Park erweitert und durch den damaligen Stadtgartendirektor Otto Linne neu gestaltet. Seit 1931 steht er der Öffentlichkeit zur Verfügung. Von der ursprünglichen Gartenanlage sind noch einige Bäume und der einzigartige Monopteros erhaltenen. Mit seiner geschlossenen Rückwand unterscheidet er sich von den meisten Ringhallentempeln in den Parkanlagen Europas, die – wie auch der bekannte Monopteros im Englischen Garten München – komplett offen sind.  

Seit Sommer 2016 war der laut Sanierungsgutachten baufällige Monopteros mit einem Bauzaun gesichert. Die mehr als ein Jahr andauernden Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten erfolgten in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt und konnten im März 2019 abgeschlossen werden. Die Sanierungskosten in Höhe von 275.000 Euro übernahm die für Parkanlagen zuständige Behörde für Umwelt und Energie. Für die Kunstaktion mit bis zu zwei Gestaltungsdurchgängen im Jahr sowie die feierliche Eröffnung hat die Bezirksversammlung Hamburg-Nord weitere 20.000 Euro bewilligt.

 

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch