Nutzungserweiterung im Denkmal Einweihung Dulsberger Frohbotschaftskirche

Die Kirche wurde am 8. Juni nach Einbau einer Kita und von Gemeinderäumen wiedereröffnet.

Einweihung Dulsberger Frohbotschaftskirche

Ihr Aus war fast beschlossene Sache. Mit vereinten Kräften wurde ein Umbau der Duls­berger Frohbotschaftskirche aber doch noch möglich. Die 1937 errichtete und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaute Frohbotschaftskirche gilt als Wahrzeichen des Dulsbergs.

Am Sonnabend, 8. Juni 2019 feierten Kirchengemeinde, Stadtteil und Bezirk, Stadtentwicklungs­behörde sowie Behörde für Kultur und Medien die Einweihung einer innovativen Neugestal­tung. In das Kir­chenschiff wurden zwei barrierefreie, energetisch von der Außen­hülle abgekoppelte Kuben integriert – einer für eine Kita und einer für die Kirchengemeinde. Für den Nachbarschaftstreff ist ein Neubau am Rande des Straßburger Platzes vorgesehen. 

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Ein froher Tag für den Dulsberg! Vor allem der Hartnäckigkeit der Menschen im Stadtteil ist es zu verdanken, dass die denkmalgeschützte Kirche erhalten bleibt, die aus wirtschaftlichen Gründen zur Disposition stand. Der Erhalt und Umbau der Frohbotschaftskirche ist ein wichtiges Projekt des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung im Fördergebiet (RISE) Dulsberg. Als Projektpartner der Kirchengemeinde tragen insbesondere RISE und Sanierungsfonds dazu bei, dass dieses Denkmal gerettet und als Ort der Begegnung umgebaut werden konnte.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Eine überzeugende Umnutzung denk­malgeschützter und das Stadtbild prägender Kirchenbauten, die nicht mehr für sakrale Zwecke benötigt werden, ist in vielen Städten eine Herausforderung. In der Frohbotschafts­kirche Dulsberg ist es gelungen, eine denkmalverträgliche Lösung zu realisieren, bei der das äußere Erscheinungsbild bewahrt wird und gleichzeitig neue, lebendige Räume entstanden sind. Es ist ein herausragendes Beispiel für die Öffnung sakraler Gebäude und bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils neue Möglichkeiten der Begegnung.“

Ralf Staack, Bezirksamtsleitung Hamburg-Nord: „Ich freue mich sehr, dass die Frohbot­schaftskirche dem Stadtteil erhalten bleiben kann. Mit ihrem Umbau wird zugleich das sozialräumliche Angebot erweitert. Die Frohbotschaftskirche wird Ort der Begegnung, der Bildung und der Unterstützung werden. Der Straßburger Platz wird zum sozialen Zentrum von Dulsberg und zugleich aufgewertet. Davon wird auch der Wochenmarkt profitieren, der hier zweimal in der Woche stattfindet.“

Die denkmalgeschützte Frohbotschaftskirche liegt im Herzen von Dulsberg und ist weit als Landmarke sichtbar. Dank einer innovativen, architektonischen „Haus-in-Haus-Lösung“ konn­te sie in dieser Form erhalten werden.  In den Umbau wurden rund 7,7 Mio. Euro investiert, da­runter Mittel des Kirchenkreises Hamburg Ost, RISE-Fördermittel und Mittel des Sanierungs­fonds Hamburg 2020 sowie weitere Mittel des Denkmalschutzamtes, des Bezirks und der Be­völkerung. Ziel des Projekts war, das dominante Kirchengebäude zu erhalten und langfristig neu zu nutzen. Die künftige Frohbotschaftskirche versteht sich als offenes Haus für alle Interessierten.

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