Digitales Theater

Digitales Theater

Allgemeine Ziele


Für das Theater birgt die Digitalisierung die Chance, den Theaterraum um eine zusätzliche Dimension zu erweitern und damit sowohl inhaltlich besonders interessierten Besuchern ein ergänzendes Angebot zu bieten, als auch die internetaffine junge Generation mit digitalen Angeboten gezielt anzusprechen und zu interessieren.

Darüber hinaus können weitere, bisher schwer zu erreichende Zielgruppen angesprochen werden, wie zum Beispiel ältere Bevölkerungsgruppen oder Menschen mit Behinderung. So stärkt das Theater seine gesellschaftliche Präsenz und nutzt die Chance, auf das sich verändernde Verhalten seiner Zielgruppen in Bezug auf die Mediennutzung einzugehen.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung und der damit einhergehenden Veränderung der Gewohnheiten unserer Gesellschaft streben die Theater an, verstärkt auch den Content zu ihren Inszenierungen und Projekten ästhetisch und künstlerisch aufbereitet im Netz verfügbar zu machen. Und zwar nicht nur den seit jeher von Regie und Darstellern gezielt evozierten, sondern einen, den der durchs Netz autonom gewordene Nutzer/Zuschauer inzwischen gewohnt ist, selbst herzustellen und eigenständig zu nutzen und zu verbreiten.

Wertvolle Erweiterung


Mit dem Einsatz neuer verfügbarer Technologien und Distributions-Mechanismen für unterschiedliche Inhalte wird das Theater im Zuge der umfassenden Digitalisierung nicht mehr nur an einem Ort zu einer Zeit stattfinden, sondern kann zeitversetzt an viele Orte im digitalen Raum gelangen und auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Es bieten sich zahllose Möglichkeiten, die Theaterwelt digital zu inszenieren und zu erweitern.

Digitales Theater ersetzt herkömmliches Theater dabei nicht, sondern ergänzt es um weitere zunehmend relevante Kanäle und erweitert damit den Ort der gesellschaftlichen Auseinandersetzung.

Pilotprojekte


Die Kulturbehörde Hamburg hat für 2016 Mittel bereitgestellt, um Pilotprojekte für die Digitalisierung des Theaters umzusetzen. Ziel ist dabei, konkrete Infrastrukturen und wiederverwendbare Lösungen zu schaffen, die im Anschluss von möglichst vielen Theatern als Basis genutzt werden können, um eigene Angebote auszugestalten.