Denkmalschutz - FAQs Worin besteht der Unterschied zwischen Denkmalschutz und "Erhaltungsgebieten" nach § 172 Baugesetzbuch?

Worin besteht der Unterschied zwischen Denkmalschutz und "Erhaltungsgebieten" nach § 172 Baugesetzbuch?

Außer dem Denkmalschutz kann auch das Städtebaurecht des Baugesetzbuches (BauGB) historische Objekte schützen. Am häufigsten gibt es eine Festsetzung von so genannten „Erhaltungsgebieten“ gemäß § 172 BauGB als selbständige Rechtsverordnungen oder in Bebauungsplänen. Danach benötigt man eine Genehmigung für die Veränderung bzw. Umnutzung baulicher Anlagen, die allein oder im Zusammenhang mit anderen baulichen Anlagen das Ortsbild, die Stadtgestalt oder das Landschaftsbild prägen oder sonst von städtebaulicher, insbesondere geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung sind.

Im Unterschied zum Denkmalschutz, der immer auch auf die Erhaltung der Originalsubstanz des geschützten Objektes ausgerichtet ist, zielt die Erhaltung nach § 172 BauGB im Wesentlichen auf das äußere Erscheinungsbild ab. Es besteht zudem kein Anspruch auf fachliche Beratung, steuerliche Abschreibung oder Zuschüsse. Die Betreuung der Erhaltungsgebiete erfolgt durch die zuständigen Bezirksämter.

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