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Wissenschaftliche Bedeutung Hamburger Sternwarte

Hamburger Sternwarte

Zwischen 1906 und 1912 entstand auf dem Gojenberg in Hamburg-Bergedorf eine der größten und modernsten zeitgenössischen Sternwarten Europas. Modern war sowohl die Anlageform, d.h. die Aufteilung der Instrumente auf einzelne, verstreut liegende Gebäude, modern war aber vor allem die instrumentelle Ausstattung, die sowohl Instrumente für die klassische Astronomie als auch für die Astrophysik umfasst. Bis heute ist die Hamburger Sternwarte nahezu komplett erhalten. Das gilt für das Sternwarten­gelände mit­samt der historischen Gebäude und ihrer Aus­stattung, ebenso wie für die optischen Geräte und die techni­schen Details.

Wie kaum eine andere Sternwarte auf der Welt dokumentiert die Hamburger Sternwarte daher die technische, mit der astronomischen Wissenschaft einhergehende Entwicklung der Teleskoptechnik von etwa 1850 bis zur Gegenwart. Die Hamburger Sternwarte stellt für die Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eine Besonderheit dar, in der Kombination der unterschiedlichen Bedeutungsebenen von moderner Anlageform, repräsentativer Architektur, instrumenteller Ausstattung, Bedeutung für die Forschung und ihres Erhaltungsgrades, die in dieser Kombination einzigartig ist.

Leider wurde die Hamburger Sternwarte trotz dieser Bedeutung nicht in die jüngste deutsche Tentativliste aufgenommen. Das Expertengremium empfiehlt den Antragstellern aber, zu prüfen, ob die Hamburger Sternwarte zum außergewöhnlichen universellen Wert im Rahmen einer internationalen seriellen Nominierung „Stätten der Astronomie“ unter der Federführung Argentiniens beitragen kann.

Hamburg strebt daher weiterhin eine transnationale serielle Bewerbung mit Argentinien an, das mit seiner Sternwarte in La Plata eine für eine solche Bewerbung geeignete Sternwarte besitzt, die eine große Ähnlichkeit mit der zwischen 1906 und 1912 entstandenen Hamburger Sternwarte aufweist. Die argentinische Regierung hat bereits ihren Willen zu einer gemeinsamen Bewerbung bekundet.

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