Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Ehrung Jutta Heinrich wird mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:
Jutta Heinrich und Senator Dr. Carsten Brosda Jutta Heinrich und Senator Dr. Carsten Brosda anlässlich der Verleihung der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille 2017

Jutta Heinrich wird mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat die Schriftstellerin Jutta Heinrich für ihre Verdienste als engagierte Autorin und begeisterte Literaturvermittlerin für die Stadt Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet. Senator Dr. Carsten Brosda überreichte die Medaille am 12. November 2017 bei der Abschlusslesung „Überfall der Wörter aus den Schreibwerkstätten“ des von Jutta Heinrich initiierten Langzeitschreibprojekts „LIT. Junge Köpfe“ im Literaturzentrum. 

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Jutta Heinrich hat mit ihrer Literatur den feministischen Diskurs vorangetrieben. Ihr Hauptwerk ‚Das Geschlecht der Gedanken‘ ist ein hoch moderner Text, der an Aktualität nicht verliert. In den vergangenen Jahren hat sich Jutta Heinrich vor allem um die Literaturvermittlung verdient gemacht, unter anderem mit dem von ihr 2009 ins Leben gerufenen Schulschreibprojekt ‚LIT. Junge Köpfe‘ im Literaturzentrum. Jutta Heinrich lehrt Jungen und Mädchen in allen Teilen der Stadt die Schönheit der Literatur und die Kraft der Worte. Dafür gebührt ihr unser Respekt und Dank.“

Jutta Heinrich, 1940 in Berlin geboren, studierte in Hamburg Sozialpädagogik und Germanistik und lebt seit 1975 als freie Schriftstellerin. Mit ihren Werken hat sie besonders in den siebziger bis neunziger Jahren den Diskurs um das weibliche Schreiben, die Körperlichkeit von Frauen und die feministische Literatur entscheidend beeinflusst. Zu ihren wichtigsten Werken gehören unter anderem ihre Romane „Das Geschlecht der Gedanken“, der in viele Sprachen übersetzt und 1983 von Wolfgang Emck verfilmt wurde, sowie der Essayband „Im Revier der Worte“. 2015 wurden die Romane „Das Geschlecht der Gedanken“, „Alles ist Körper“ und „Mit meinem Mörder Zeit bin ich allein“ bei S. Fischer neu aufgelegt. Ihre eigenen Buchprojekte ergänzte sie durch eine umfangreiche literarische Arbeit für Theater, Rundfunk und Fernsehen. Seit vielen Jahren ist sie ehrenamtlich 1. Vorstandsvorsitzende des Literaturzentrum e.V. sowie Mitglied des PEN.

Besonders hervorzuheben ist Jutta Heinrichs jahrzehntelanger Einsatz für die Arbeit mit Jugendlichen und angehenden Schriftstellerinnen und Schriftstellern, unter anderem als Gastprofessorin für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin, vor allem aber an Schulen und Jugendzentren in Hamburg. Im Weiterbildungsbereich, an Schulen, als Literaturvermittlerin, durch ihre Arbeit in vielfältigen Jurys und ganz besonders in ihrer Rolle als Initiatorin diverser Schreibseminare und Weiterbildungsveranstaltungen hat sie sich über die Jahre hinweg als Schlüsselfigur der literarischen Kinder- und Jugendförderung Hamburgs bewiesen. So gründete sie 2009 das Langzeitschreibprojekt „LIT. Junge Köpfe“ an Hamburger Schulen, das Schülerinnen und Schülern durch Kreatives Schreiben die Freude an der deutschen Sprache vermittelt. Dabei hat sie sich stets besonders für die Literatur- und Sprachvermittlung an Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien eingesetzt.

Die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille wurde 1978 vom Senat zum Gedenken an die Verdienste des Kultursenators Dr. Hans Harder Biermann-Ratjen (1901 – 1969) gestiftet. Mit der Medaille werden Personen, Personengruppen oder Institutionen geehrt, die sich mit ihren künstlerischen und kulturellen Leistungen um Hamburg verdient gemacht haben. 

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch