Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
19.08.2020

Moin,

puh, ist uns heiß! Nicht nur die Hitze der letzten Tage bringt uns auf Betriebstemperatur und teilweise weit darüber hinaus, auch die Kultur nimmt wieder ordentlich Fahrt auf und führt dazu, dass wir uns manchmal die Köpfe heiß reden. Dies zeigt vor allem eins: Kultur bewegt und regt uns an, die Debatten zu führen, die wir dringend führen müssen, um uns über uns selbst zu verständigen. Dabei werden auch Grenzen überschritten und passieren Fehler – auch darüber müssen wir reden! Bei der Causa Lisa Eckhart ist einiges falsch gelaufen. „Es darf nicht sein, dass aus Sorge vor Gewalt Kultur eingeschränkt wird. Dies ist kein gutes Signal für die Freiheit der Kunst und dieser Vorgang darf sich nicht wiederholen“, sagte Kultursenator Carsten Brosda.

Der Sommer lässt uns auch immer mehr Kultur pandemiegerecht unter freiem Himmel genießen. Ob Sommerfestival auf Kampnagel, Thalia in der Gaußstraße, Schauspielhaus im Stadtpark oder zahlreiche Konzerte auf einer der sommerlichen Bühnen – wenn Kultur drinnen schwierig ist, dann gehen wir halt raus. Zusammen mit der Musikszene haben wir ein Programm entwickelt, um Veranstalter, Veranstalterinnen und Clubs bei Konzerten im Freien zu unterstützen.

Und was sich nicht noch alles im Freien erleben lässt! Tipps dazu finden Sie in dieser Ausgabe unseres Newsletters – von der Denkmaltour bis zur WALLFAHRT durch den Tunnel und dem Sommer im Harburger Stadtpark, der übrigens auch ein Denkmal ist. 

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Sie machen es schon: das Knust auf dem Lattenplatz, das Schrödingers im Schanzenpark oder das Cruise Inn in Steinwerder. Hier wird draußen Musik gespielt. Damit da noch mehr geht, haben wir zusammen mit der Musikszene ein Förderprogramm aufgesetzt. Ab sofort bietet es finanzielle Unterstützung für Musikveranstaltungen, die durch Hamburger Livemusikclubs und -veranstalter im Freien durchgeführt werden. Carsten Brosda freut sich drauf: „Damit wird hoffentlich ein gutes Stück schmerzlich vermisster Kultur endlich wieder live erlebbar.“

Schuhe anziehen, Handy anmachen und Ohren spitzen! Der Denkmalverein Hamburg e.V. und das Denkmalschutzamt machen einen gemeinsamen Podcast! Die ersten beiden Folgen sind schon geboren – Kristina Sassenscheidt (Denkmalverein) und Jens Beck (Denkmalschutzamt) führen Sie quer durch Planten un Blomen und durch den Eppendorfer Hayns Park und verraten dabei viele spannende Details und Geschichten. Warum hat der Messegang eigentlich an einer Stelle ein Holzdach? Ging denen da das Glas aus? Und was hat der Neubau einer Brücke mit einem Schwanentretboot zu tun? Antworten finden sich im Podcast.

Vom 11. bis zum 13. September ist es soweit: Über 100 Veranstaltungen laden ein, in die bunte Hamburger Denkmallandschaft einzutauchen – digital und auch analog! Das Programm unter dem Motto „Denkmal als Chance“ – von den Veranstaltern flexibel an die Gegebenheiten der Corona-Pandemie angepasst – ermöglicht mit vielen Freiluftbesichtigungen und Radtouren, Hamburgs Denkmäler direkt vor Ort zu erleben. Ein Kulturprogramm gibt es außerdem. Das Programm sowie die digitalen Angebote sind ab Ende August verfügbar unter www.denkmalstiftung.de/denkmaltag.

Jeder kennt ihn – und jetzt erstrahlt der Schriftzug „WALLFAHRT“, den der Künstler Pfelder im Hamburger Architektursommer 2003 anfertigte, dank der Körber-Stiftung wieder in peppig-prallem Farbglanz. Carsten Brosda findet, das sei ein „wunderbar doppeldeutiges Kunstwerk, das historisch an die hier ehemals verlaufende Wallanlage erinnert und die Fahrt durch den eher unwirtlichen Verkehrstunnel im Herzen der Stadt in eine kurze WALLFAHRT verwandelt.“ 

Die erfahrene Projektleiterin und engagierte Museumsplanerin wird zum 1. November 2020 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin in das Direktionsteam der Stiftung Historische Museen Hamburg wechseln und die Leitung des Museums für Hamburgische Geschichte übernehmen. Carsten Brosda: „Mit Bettina Probst wird eine Museumsexpertin an die Spitze des Museum für Hamburgische Geschichte berufen, die viel Erfahrung aus großen Museumsverbünden mitbringt. Mit ihrer Expertise kann sie wichtige Impulse setzen in der aktuellen Neupositionierung der Hamburger Museen, mit der sich die Häuser inhaltlich und baulich noch stärker nach außen öffnen.“

Mit einem breitgefächerten Angebot aus Musik, Comedy, Tanz und Kabarett zieht am 22. August in Harburg mit voller Kraft der Sommer ein: „Sommer im Park – Spirit of Harburg“ heißt das bunte Event, das von 14 bis 20 Uhr im Harburger Stadtpark und von 20 bis 22 Uhr in Marias Ballroom und dem Stellwerk stattfindet. Das ist auf jeden Fall eine Reise wert. Tickets für festgelegte Zeitfenster müssen coronabedingt vorgebucht werden. Und wer doch lieber alles von zu Hause verfolgen will: Geht auch! Dem Livestream sei Dank. Carsten Brosda hat auch eine Videobotschaft beigesteuert.

Anfang letzter Woche ist eine neue „Wie geht's?“-Podcastfolge des Instituts KMM erschienen. Darin spricht Martin Zierold mit Carsten Brosda. Heraus kommen 47 Minuten Eingemachtes, denn der Titel ist Programm: Wie ging und wie geht’s der Kulturszene? Geht Kulturpolitik ohne Drehbuch? Ist das, was wir gerade erleben, eine Ausnahme oder schon ein neuer Zustand? Zu welchen gesellschaftlichen Fragen drängt uns das Corona-Virus? Wie halten wir sie relevant? Welche (System?-)Relevanz hat die Kunst? Und die EU? Wie schaffen und wie sichern wir ein Wir?

Wozu ein Denkmal-Podcast?
Wer Lust hat, sich mit Denkmälern zu beschäftigen, schaut sie sich am besten an Ort und Stelle an. Der Denkmal-Podcast ermöglicht es, immer dann eine Erkundungstour zu machen, wenn man gerade Zeit und Lust hat und liefert spannende Hintergrundinfos.

Was ist Ihre spannendste Geschichte, die Sie bisher über ein Hamburger Denkmal gehört haben?
Spannendste Geschichte? Darüber könnten wir eine sehr lange Podcast-Reihe machen oder ein ganzes Buch schreiben. Es gibt immer wieder unglaubliche Begegnungen und auch lustige Erlebnisse, wenn man mit Denkmälern zu tun hat. Was mich aber immer besonders freut, ist, wenn ich feststelle, wie sich die Menschen früher oder heute um das bauliche Erbe kümmern und es pflegen. Anfang der Woche habe ich einen von Karl Schneider gebauten Wohnblock in der Nähe des Habichtsplatzes besichtigt. Es war eine Freude zu sehen, wie viele Bewohnerinnen und Bewohner sich um ihren Wohnbereich gut kümmern. Das ist die beste „Versicherung“ für ein Denkmal und beschert ihm ein langes Leben.

Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Tagtäglich werden unsere Büroräumlichkeiten gereinigt von Personen, die ich kaum zu Gesicht bekomme, außer bei einem kurzen Gruß auf der frisch geputzten Treppe. Welche kulturellen Aktivitäten sind ihnen wohl in diesen Zeiten wichtig und welche Denkmäler schätzen sie?

Gern gelesen:

Schriftsteller Nils Mohl im Hamburger Abendblatt (€) über die Kraft von Gedichten: „Na, Gedichte erzählen doch sehr oft kleine Geschichten. Sie triggern zumindest Geschichten, die sich im Kopf der Lesenden ein Eigenleben entwickeln und sich entfalten wie der Brühwürfel im kochenden Wasser.“


Was außerdem gesagt werden musste: 

„Hamburg ist stolz auf die Liverpooler, die ihr Glück in Hamburg fanden. Möglich wurde dies auch durch den kreativen und freien Geist, der bis heute nicht nur in der großartigen Club-Szene der Elbmetropole herrscht.“ Carsten Brosda zur Jubiläumsshow „Stream & Shout“ – Hamburg feiert 60 Jahre Beatles.


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