Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
02.09.2020

Moin,

was für ein Start in die neue Theater- und Konzert-Saison! Alles ist anders, mit neuen Hygiene-und Abstands-Regeln und vorerst ohne "personenintensive Oper" (Staatsoper Hamburg). Auch der Applaus fällt aufgrund der reduzierten Anzahl an Zuschauerinnen und Zuschauern etwas leiser aus. Aber überall ist zu spüren, dass alle mit vollem Herzen dabei sind und voller Vorfreude auf das, was uns die kleinen und großen Bühnen auf dem "Kultur-mit-Abstand"-Silbertablett präsentieren werden. 

Eine Hausöffnung der anderen Art erleben wir ab dem 5. September im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Dort öffnet der Freiraum seine Türen und lädt alle zum Verweilen, Lesen, Arbeiten und Diskutieren ein – egal ob mit oder ohne Eintrittskarte. Ein spannender Weg, auf den sich da das Haus mit Mitteln aus der Innovationsoffensive Hamburger Museen macht! 

Wir freuen uns besonders auf eine Reiserückkehrerin, die 88 Jahre unterwegs war und nun, am 7. September, zurück in ihre Heimat, den Hamburger Hafen, kommt: Die Viermastbark PEKING. „Unter Berücksichtigung aller nautischen und technischen Bedingungen“, wie die Stiftung Historische Museen Hamburg ankündigt. Herausgeputzt und in voller Pracht wird sie vorerst den Hansahafen schmücken und die hanseatischen Herzen höher schlagen lassen. Willkommen zurück!  

Gedacht haben wir es im Zuschauerraum auch schon vor Corona, aber jetzt gilt umso mehr: Bitte nicht husten! (Gilt nicht für den digitalen Besuch der Theaternacht Hamburg am 12. September vor dem Bildschirm in den eigenen vier Wänden.)

Willkommen in der neuen Spielzeit
Ihre Pressestelle 

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Fast 90 Jahre nachdem die PEKING zum letzten Mal aus dem Hamburger Hafen ausgelaufen ist, kehrt sie in neuem Glanze frisch restauriert zurück. Bis die Viermastbark im Jahr 2021 auch für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein wird, begnügen wir uns damit, sie innerhalb der Öffnungszeiten des Hafenmuseums von der Kaikante aus zu begutachten. Eingefleischte Schiffsfreunde aufgepasst: Der NDR streamt die Verholung der PEKING am 7. September live. Der Stream läuft auch auf der Website der Stiftung Historische Museen Hamburg.

Der Freiraum, im Herzen des Hauses gelegen, ist der neue Treff-, Pausen- und Projektraum für die Mitarbeitenden, Besucherinnen und Besucher des Museums sowie für Nachbarinnen und Nachbarn und Reisende. Ab dem 5. September ist der Freiraum kostenfrei während der Öffnungszeiten des Museums zugänglich und lädt herzlich zum Verweilen, Lesen, Arbeiten und Diskutieren ein. Ein Raum, der sich an die Bedürfnisse seiner Nutzerinnen und Nutzer anpasst, sich verändert und erweitert. 

Am 5. September findet die 7. Lange Nacht der Literatur statt, um all die Ohren zu beglücken, die in der letzten Zeit auf so viel Literarisches haben verzichten müssen. Knapp 30 Veranstalter und Veranstalterinnen haben ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Digital oder auch in kleiner, gemütlicher Runde. Mit Maske und Abstand geht es am 5./6. September auch zur Indiecon, dem Independent Publishing Festival im Oberhafen. Bitte bedenken, dass für viele Veranstaltungen eine vorherige Anmeldung beim Veranstalter notwendig ist und die Kapazitäten begrenzt sind. 

Erstmalig findet die Theaternacht Hamburg in diesem Jahr digital statt. Die Saisoneröffnung 2020/21, mit allen Bühnen auf einer Plattform, nur einen Klick entfernt. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm aus Live- und On-Demand-Angeboten der Hamburger Bühnen mit exklusiven Einblicken in kommende Produktionen, mit abwechslungsreichen Themenrouten und spannenden Hintergründen aus der Hamburger Theaterlandschaft. Im Mittelpunkt steht die Theaternacht-Live-Show mit Maike Schiller und Yared Dibaba ab 19 Uhr aus dem Schmidt Theater. Die an die Theaternacht angepasste Website ist ab dem 7. September online. 

Welche Antworten haben Hamburger Designerinnen und Designer auf gegenwärtige Krisen? Mit dem Silberstreifen Award fördern designxport und die Hamburg Kreativ Gesellschaft Konzepte, Methoden und Produkte aus dem Bereich Design, die Lösungsansätze für Herausforderungen wie Pandemien, Klimawandel oder gesellschaftspolitische Missstände bieten. Eine Fachjury kürte zehn Arbeiten von Hamburger Gestalterinnen und Gestaltern, die vom 5. bis 20. September im designxport gezeigt werden. Am 9. September findet um 18 Uhr eine Panel Diskussion zum Thema "Designing a Post-Pandemic World" im designxport statt. Anmeldung erforderlich. 

Bis Ende des Jahres können Künstlerinnen, Künstler und Kreative die pauschale und nicht rückzahlbare Unterstützung in Höhe von einmalig 2.000 Euro beantragen. Diese soll dabei helfen, die eigene künstlerische Tätigkeit wieder ins Laufen zu bringen, beziehungsweise die Wiederaufnahme vorzubereiten. Hinweis: Antragsberechtigt ist nur, wer die Neustartprämie noch nicht beantragt/erhalten hat.

1. Wenn Sie sich auf eine Veranstaltung beamen könnten, wo würde es hingehen?
Als großer Musicalfan würde ich mich in den Zuschauerraum eines Musicals beamen. Besonders freue ich mich darauf, mit meinen Enkelkindern wieder eine Vorstellung zu besuchen. Sobald wieder gespielt wird, suchen wir uns ein schönes Musical aus. 

2. Haben Sie einen Lieblingsort in Hamburg und wenn ja, warum ist es genau dieser?
Schwierig sich da festzulegen. Zum Spazieren gehen fahre ich sehr gerne nach Blankenese und freue mich über Hamburgs grüne Ecken. In der Altstadt hat mich immer schon das ‚Gängeviertel‘ fasziniert. Die kleinen Häuser mit ihren niedrigen Decken und den engen Gängen um den Bäckerbreitergang und den Valentinskamp herum.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Dass Förderungen für die Stadtteilkulturzentren und Angebote für Kinder und Jugendliche weiter ausgebaut werden. Orte, an denen sich junge Menschen treffen können. Ob das nun zum Billard spielen, wie bei uns früher in den Freizeitclubs, oder zum Musik machen ist. 

Gern gelesen:

"Kultur hat [insofern] etwas zutiefst Lebenszugewandtes, sie ist eben kein Luxus, sondern befriedigt ein elementares Bedürfnis nach dem guten Leben, das allen Widrigkeiten trotzt", schreibt Christian Wildhagen in seinem Artikel "Kultur geht nur mit Risiko" in der NZZ. Unsere kulturelle Bedürfnispyramide freut sich, wenn ihr Fundament wieder ordentlich Input bekommt. 


Was außerdem gesagt werden musste: 

"Meine Sorge wäre, dass wir die Anknüpfungspunkte für das Erinnern an die Verbrechen der Vergangenheit verschwinden lassen, wenn wir die Denkmäler aus dem öffentlichen Raum entfernen", so Carsten Brosda im Interview mit 3sat für die sehr gute Dokumentation "Der große Denkmalsturz", die ganz unterschiedliche Stimmen zum Umgang mit Kolonialismus-Denkmälern zu Wort kommen lässt.  


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