Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
15.10.2020

Moin,

raus, nur raus - dieses Gefühl kennen Sie aktuell wahrscheinlich ebenso gut wie wir. Denn bei den aktuellen Corona-Zahlen drängt sich die Frage auf: Müssen wir uns denn wirklich schon wieder zurückziehen? 

Vielleicht nennen wir es lieber zurücknehmen. Auf ausreichend Abstand zu gehen und damit auf andere Menschen zu achten als Zeichen der Solidarität. Die gebotene Zurückhaltung ist auch notwendig, damit wir weiterhin die vielen wunderbaren Kulturorte und -angebote der Stadt besuchen und erleben können. Wir haben bereits viel gelernt und uns ist auch von den Fachleuten bestätigt worden, dass die Kultureinrichtungen dank konsequent angewendeter Hygienekonzepte und Abstandsregelungen bedenkenlos besucht werden können. Und sich in die roten Polstersessel fallen zu lassen kann ja mitunter bequemer sein als das ein oder andere heimische Sofa! 

Wer dennoch Kultur draußen erleben möchte, dem empfehlen wir einen Streifzug durch die Stadt zu den Lieblingsorten der Hamburger Literatinnen und Literaten. Mit „Raus! Nur Raus - Unterwegs zu Lieblingsorten der Hamburger Literatur" erscheint an diesem Samstag ein Stadtführer, in dem 50 Autorinnen und Autoren Geschichten rund um (ihre) besonderen Orte der Stadt erzählen. Herausgegeben wird der Stadtführer von Antje Flemming, der liebsten Literaturreferentin der Kulturbehörde und Carolin Löhr, die als dortige Pressesprecherin unermüdlich für die tollen Veranstaltungen und Angebote im Literaturhaus wirbt. Der Erlös des Buches fließt direkt in die Literaturförderung in Hamburg. 

Kulturbegeisterte Grüße

Ihre Pressestelle 

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In der zweiten Folge seines Podcasts „Mit Wenn und Aber" spricht Carsten Brosda mit einem aus Berlin zugeschalteten Pianisten, der „weggeföhnt“ wird von Bertold Brechts Dreigroschenoper, Muddy Waters „Mannish Boy“ oder Wolf Biermanns „So soll es sein – so wird es sein“. Ein Pianist, zu dessen großen Idolen Thelonious Monk und Leonard Cohen zählen und dem menschliche Nähe in der Musik weit wichtiger ist  als politische Poesie und astreiner Klang – seine Wohnzimmerkonzerte bezeugen das: Igor Levit. Die Verbindung von Menschen steht im Vordergrund – das gilt auch abseits der Musik für Gesellschaft und Politik. Wir brauchen einen „anthropologischen Optimismus“, so Brosda. Aber ist ein Streit immer sinnvoll? Und sollten wir auch mal lautstark zeigen, dass wir verletzlich sind? Hören Sie selbst!

690.000 Euro für die Freie Musikszene Hamburgs! Gerade jetzt ist das eine so wichtige Unterstützung für Musikerinnen und Musiker, die es durch den Ausfall von Veranstaltungen und Auftrittsmöglichkeiten besonders schwer haben. Seit 2016 fördert die Behörde für Kultur und Medien mit dem Musikstadtfonds Projekte der Freien Musikszene mit 600.000 Euro pro Jahr. Für die Förderung 2021 gibt es nun noch einmal 90.000 Euro obendrauf, um den Folgen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. #MehrMusik bitte! 

Diesen Samstag erscheint ein Stadtführer der ganz besonderen Art. In „Raus! Nur Raus! - Unterwegs zu Lieblingsorten der Hamburger Literatur" laden rund 50 Akteurinnen und Akteure des Hamburger Literaturbetriebs dazu ein, Hamburg ganz neu zu entdecken. Sie nehmen die Leserinnen und Leser mit in Cafés und Bars, Parks und zu Gedenk- und Veranstaltungsorten. Vor allem erzählen sie persönliche Geschichten, die sie mit diesen Orten verbinden. Der Erlös des auf Initiative der Behörde für Kultur und Medien und des Literaturhauses entstandenen Buches fließt direkt in die Hamburger Literaturförderung. 

Deutschlands ältestes und größtes queeres Filmfestival, die 31. Lesbisch Schwulen Filmtage, findet vom 20. bis 25. Oktober direkt im Metropolis Kino und online statt. Vom 28. Oktober bis 01. November erwarten das Publikum noch einmal zahlreiche Wiederholungen. Es gibt die Filmtage in diesem Jahr also gleich zwei Wochen! Gezeigt werden vielfältige und aktuelle internationale Filmproduktionen, die gesellschaftlich relevante und spannende Geschichten erzählen. 

1. Diese Woche ist Ihr neues Buch Ausnahme/Zustand" erschienen. Ist die derzeitige Corona-Krise eine Ausnahme oder ein Zustand? 
Zunächst ist die derzeitige Krise eine Ausnahme, die uns jetzt zwingt Abstands- und Hygiene-Regeln einzuhalten, mit erheblichen Auswirkungen nicht nur auf unser kulturelles Leben. Diese Krise führt uns aber auch einen Zustand der Verletzlichkeit, des Aufeinanderangewiesenseins und der Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns vor Augen, über den wir dringend, auch über die derzeitige Situation hinaus reden müssen. Das treibt mich gerade sehr um, und um hierzu die Gedanken zu sortieren, und diese wichtige Debatte anzustoßen, habe ich das Buch geschrieben. 

2. Was müssen wir aus dieser Zeit lernen? 
Wir müssen uns zum Beispiel noch stärker dessen bewusst werden, dass wir Teil eines Ganzen sind und als dieser auch verletzlich sind, aufeinander achtgeben müssen und verstärkt wieder solidarische Strukturen schaffen und leben müssen. Das gilt im individuellen Umfeld genauso wie in der internationalen Zusammenarbeit. 

3. Was würden Sie im nächsten Newsletter gerne lesen? 
Am allerliebsten natürlich: Es gibt einen Impfstoff gegen Corona und für alle genug davon, sodass wir endlich wieder Kultur so gemeinsam erleben können, wie wir es gewohnt sind und lieben. Solange das ein Wunschtraum ist, würde ich gerne lesen, dass uns Corona nicht ängstlicher macht, als es sein muss und wir uns mit Neugier, Freude und Verantwortungsbewusstsein auf das kulturelle Leben einlassen, das möglich ist.

Schön anzusehen:

Seit zwei Jahren restauriert die freie Restauratorin Petra Klier mit einem Team eine seltene und wunderschöne Jugendstil-Glasdecke aus einer ehemaligen Fleischerei im Eppendorfer Weg. Das Hamburg Journal hat sie und Amtsrestauratorin Ruth Hauer-Buchholz in der Werkstatt des Denkmalschutzamtes in der Hafencity besucht. Zu sehen gibt es Einblicke in die detaillierte Arbeit der Restauratorinnen und einen echten norddeutschen Schatz.

Was außerdem gesagt werden musste: 
Carsten Brosda redet (bei) Tacheles! „Wir dürfen nicht die Fähigkeit verlieren, uns in andere Lebenssituationen hineinzudenken und hinein zu fühlen."


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Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

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