Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
22.12.2020

Moin, 

„F**K 2020“ – inhaltlich haben Scooter das Jahr ohne viele Worte – und wie gewohnt wenig subtil – auf den Punkt gebracht.

In der Kultur ging es in diesem Jahr statt um Premieren und DJ-Sets, Konzertprogramme und Vernissagen viel um Aerosole und Inzidenzwerte, Maskenpflicht und Mindestabstand. 

Zur Bilanz des Jahres 2020 gehört aber auch, dass Künstlerinnen, Künstler und Kreative in Hamburg den Einschränkungen durch die Pandemie mit viel Kreativität, Flexibilität und Engagement begegnet sind. Dafür kann man den Akteurinnen und Akteuren der Hamburger Kultur gar nicht genug danken. Unermüdlich wurden Hygienekonzepte entwickelt, pragmatisch neue Rechtsverordnungen umgesetzt. Immer ging es darum, das möglich zu machen, was geht und die geistige und kulturelle Grundversorgung unserer Stadt zu gewährleisten. Das Jahr 2020 hat auch in Kunst und Kultur viele an ihre Grenzen und einige in existenzielle Krisen gebracht, und das nicht nur ökonomisch. 

Mit der Impfung gibt es nun endlich eine Perspektive. In der Zwischenzeit bleiben wir am Ball und freuen uns auf den Moment, in dem die Orte der Kultur wieder öffnen können. Wir werden uns wieder treffen, in Bibliotheken, Clubs, Museen, Konzert- und Theatersälen und an all den anderen tollen Orten der Kunst und Kultur. 

Musikalisch hatte zum Glück selbst dieses Jahr wieder viel zu bieten. Senatorabler als bei Scooter nachzuhören auf der diesjährigen Playlist von Carsten Brosda.  

Bleiben wir optimistisch! 
Ihre Pressestelle 

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Die Bücherhallen versorgen die Hamburgerinnen und Hamburger weiter mit allen Medien. Deshalb bleiben alle Bücherhallen inklusive Zentralbibliothek sowie die Bücherbusse, mit Einschränkungen der Serviceangebote, geöffnet. An allen Standorten gelten eingeschränkte Öffnungszeiten und natürlich die Hygiene- und Abstandsregelungen. Für Medien, die im Zeitraum vom 16.12.20 bis zum 10.01.21 zur Abgabe fällig sind, fallen keine Versäumnisgebühren an. Liebe Kolleginnen und Kollegen der Bücherhallen, danke für's Bereitstellen der medialen, literarischen, geistreichen und bunten Angebote in diesen Zeiten der Beschränkungen.

Wie hilft man der Kultur in schwierigen Zeiten? Die Dorit und Alexander Otto Stiftung tut das sehr konkret und fördert Projekte von Hamburger Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen mit insgesamt einer Million Euro. In Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung führt sie die Hilfskation „Kultur hält zusammen“ durch, mit der nun noch vor Weihnachten im ersten Schritt 227 Hamburger Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten mit insgesamt rund 550.000 Euro unterstützt werden. „Ich bin begeistert über die Vielfalt und Kreativität der eingereichten Projekte“, freut sich Vorstandsvorsitzende Dorit Otto. 

Ein schwimmendes Haus als zentralen Anlaufpunkt für alle Museumshafenbesucherinnen und -besucher und ehrenamtliche Schiffsbesatzungen in der Mitte des Museumshafens: Es entsteht ein ca. 150 Quadratmeter große Haus, das einen 360°-Rundumblick auf alle Schiffe des Museumshafens und den modernen Hamburger Hafen bieten soll. Realisiert wird es mit 100.000 Euro privaten Spendengeldern und mit 400.000 Euro aus dem Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramms (HWSP). Weitere Mittel waren bereits über die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und aus dem Sanierungsfonds der Hamburgischen Bürgerschaft zugesagt.

Eine langfristige Perspektive für die Clubs an der Sternbrücke und noch viel mehr wurde in der vergangenen Woche vorgestellt. Die Senatoren Andreas Dressel, Anjes Tjarks und Carsten Brosda haben bereits zugesagt, die Idee weiter zu verfolgen. Wir fragen bei einem der Ideengeber nach.

1. Rund um die Sternbrücke hat sich in den letzten Jahren eine einzigartige Clubszene entwickelt. Was macht den Zauber dieses Ortes aus? 
Die Sternbrücke ist eines der größten Subkulturcluster der Stadt. Der Platz ist über Jahrzehnte gewachsen und wäre ohne die temporären Nutzungen, die dort durch den anstehenden Brückenbau überhaupt erst ein Zuhause finden konnten, sicherlich nur eine Brücke. Allerdings eine sehr Schöne. Durch die Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen von jährlich weit über 500 Konzerten, 1000 künstlerischen Djs, Nachtflohmärkten, Ausstellungen, Lesungen, Theaterproben und was das Leben sonst noch so bunt macht, ist ein einzigartiger Charme entstanden. Diesen gilt es, neben den Spielstätten, für die Zukunft zu retten.

2. Die Clubs an der Sternbrücke haben letzte Woche einen tollen Vorschlag für ein eigenes Club-Haus direkt neben der Brücke präsentiert. Was sieht der alles vor?
Mit dem Gebäude, das entkommerzialisiert in das Eigentum einer tradierten Hamburger Stiftung gehen soll, können alle Kulturbetriebe einziehen, die es dort vor Ort gibt. Zudem ist eine Kita geplant, die insbesondere auch für Menschen Angebote formuliert die Abends, Nachts und am Wochenende arbeiten müssen. Und natürlich einen musikalischen Bezug hat. Zudem soll ein großer Teil mit Bandprobenräumen und Künstlerappartments entstehen. Die Erdgeschosszone wollen wir gemeinsam mit dem Stadtteil gestalten, auch hier gibt es noch (genau wie um unser Haus herum) riesige Potentiale für die Zukunft.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Das Corona vorbei ist und wir uns auf einen wundervollen und heissen Sommer freuen dürfen!

Gern gehört:

Im Podcast „Wie gehts? Kultur in Zeiten des Corona-Virus" der Hochschule für Musik und Theater Hamburg sprechen Martin Zierold & Carsten Brosda über die großen Fragen, jenseits des kurzfristigen Krisenmanagements. Welche Rollen weisen wir Kultur in unserem Alltag zu? „Das ausreichende Sehen von Kunst und Kultur ist Voraussetzung um kreativ mit diesen Beschränkungen umgehen zu können", so Carsten Brosda. 


Gern geschaut:

Konzert-Performance

Kann man über die Kunst der Demokratie und den gegenwärtigen Ausnahme/Zustand lesen, Adorno, Willy Brandt und Leonard Cohen zitieren und dazu auf der Bühne des Knust einen wunderbar zwischen Indie, Jazz und Noise changierenden Klangteppich ausrollen? Man kann! Das bewiesen Christof Jessen und Andre Frahm mit der Band Das Weeth Experience und Carsten Brosda. Und für das Projekt DeinTopf sind sogar noch fast 1.700 Euro an Spenden zusammengekommen – und sie nehmen sicherlich noch mehr Spenden an. 


Was gesagt werden musste:

„Die Kultur ist seit Beginn der Pandemie stark von den notwendigen Maßnahmen betroffen. Ich bin den Künstlerinnen und Künstlern in unserer Stadt sehr dankbar für das Verständnis und die Unterstützung im Kampf gegen das Virus.“, Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher in der Regierungserklärung am 16. Dezember 2020.


Was mit Blick auf Silvester außerdem gesagt werden musste:

„Wer lediglich im Sitzen die Füße oder andere Gliedmaßen leicht im Takt bewegt, tanzt nicht.“ Aus den Präventions- und Handlungsempfehlungen für Servicewohnanlagen zu Corona. 


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