Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
07.01.2021

Moin, 

wir hoffen an dieser Stelle im 14-tägigen Rhythmus ja immer wieder, mit gutem Gewissen ein "KOMMT ALLE" herausrufen zu können und auf all die Hamburger Kulturveranstaltungen und -projekte hinweisen zu dürfen, die geplant wurden und werden. Und zugegebenermaßen haben auch wir den Jahreswechsel und den damit erhofften Abschluss eines schockierenden Zustandes herbeigesehnt und romantisiert. 

Und nun stehen wir hier am Anfang des Jahres 2021 und wissen seit dieser Woche sicher, dass bis Ende Januar leider kein Theater, kein Museum, kein Kino und schon gar kein Club öffnen wird. Und der Blick in die heutige Presse zum weltpolitischen Geschehen...   

Dennoch bleiben wir optimistisch! Immer mehr werden gegen das Virus geimpft, die Politik stellt finanzielle Hilfen bereit und hinter den Kulissen proben, planen, diskutieren, improvisieren Hamburgs Kulturmacherinnen und -macher für das „Wenn erst, dann...". 
Wir freuen uns z.B. darauf, endlich die William-Kentridge-Ausstellung (läuft bis 18. April) in den Deichtorhallen besuchen zu können. Bis diese Möglichkeit besteht, empfehlen wir schon einmal die Einführung in die Ausstellung mit Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow. Und wer trotz geschlossener Theater einen virtuellen Ausflug in die Hamburger Privattheaterszene machen möchte, hat im English Theatre of Hamburg die Auswahl zwischen drei Stücken als On-demand-Stream.

Ein gesundes 2021 voller Kultur wünscht 
Ihre Pressestelle 

Formular wird geladen ...

Weiß die Politik zu wenig von der Bedeutung der Kultur? „Künstlerinnen und Kreativen in diesen Zeiten eine Perspektive bieten zu können, ist Aufgabe der Politik. Das Drama des Jahres 2020 ist aber auch, dass die Einschränkungen für die Kultur nicht nur etwas sind, das die Künstlerinnen und Künstler in der Beschränkung ihrer Möglichkeiten, zu produzieren, gespürt haben. Auch wir als Rezipientinnen und Rezipienten mussten spüren, dass da eine Dimension in unserem Alltag fehlt und abhandengekommen ist. Wir haben da als Gesellschaft etwas aufzuarbeiten, wenn das alles vorbei ist, und Kultur wird dabei eine wesentliche Rolle spielen", so Kultursenator Carsten Brosda im Interview mit Deutschlandfunk Kultur am 31. Dezember 2020. 

Am 1. Januar 1921 trat das Hamburger Denkmalschutzgesetz in Kraft und gibt seit nunmehr 100 Jahren einen wichtigen Rahmen vor, in dem die Stadt nachhaltig entwickelt und das baukulturelle Erbe der Stadt bewahrt wird. Der historische Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft war ein Meilenstein für die Entwicklung der Stadt, der maßgeblich auf die Initiative engagierter Bürger zurückgeht. Damals wie heute erfordert Denkmalschutz das Bewusstsein und die Wertschätzung für die Vergangenheit und den fairen Ausgleich privater und öffentlicher Interessen. Dieser Aufgabe stellt sich das Denkmalschutzamt und vertritt die Interessen der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes und steht Eigentümerinnen und Eigentümern beratend zur Seite, um gemeinsam Gestaltungsspielräume für moderne baukulturelle Lösungen auszuloten.

Im Mai 2019 fand in Hamburg anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums ein zweitägiges Symposium zum Thema „Farbe in der Architektur“ statt. Die dabei entstandenen Beiträge wurden nun als gemeinsame Publikation vom Denkmalschutzamt und der Karl Schneider Gesellschaft herausgegeben. Ist Hamburg rot, gelb oder blau? Klar ist, Hamburgs Bauten sind farbig. Im Fokus der Publikation steht der Hamburger Architekt Karl Schneider, der mit Farbe experimentierte und ein wichtiger Vertreter des Neuen Bauens ist.

1. „Jubel, Trubel, Heiterkeit" konnte im vergangenen Jahr nur eingeschränkt stattfinden. Welche Neujahrswünsche schicken Sie raus an Hamburgs Kultur?
Dass ich sie schmerzlich vermisse und fast platze vor Entzugserscheinungen - und Vorfreude auf den Neustart in 2021, auf die vielen kleinen und großen Kulturproduktionen, die hoffentlich ganz bald wieder die Stadt zum gemeinsamen Staunen, Hinterfragen, Genießen, Anecken oder zu was auch immer einladen. 

2. Ein Grund zum Feiern sind 100 Jahre Hamburger Denkmalschutzgesetz. An welchem Ort wird das Gesetz für Sie sichtbar?
Ich habe lange in der Hamburger Neustadt gelebt und war - und bin es auch immer noch - vom ungewöhnlichen Gruner + Jahr-Komplex fasziniert. Architekturhistorisch ist es ein tolles Beispiel für postmoderne Architektur in der Hansestadt. Und diese wiederum ist ja auch sehr passend für die Sichtbarkeit von 100 Jahren Hamburger Denkmalschutzgesetz, da diese Architektur mit Elementen aus verschiedensten Epochen und regionalen Besonderheiten spielt. Wunderbar, dass ein so spannendes Gebäude aus den späten 1980er Jahren unter Denkmalschutz steht und sich das Denkmalschutzamt in einem Inventarisierungsprojekt generell der jüngeren Baukultur unserer Stadt widmet.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Dass die Literaturhausveranstaltung „Countryzeit, Schlagerzeit“ mit Rainer Moritz und Carsten Brosda trotz Corona im Februar stattfindet. Wenn Corona bis dahin nicht ins Nirvana ausgewandert ist, dann gerne auch digital.  

Gern gelesen:

Wir haben uns sehr gefreut, im Dezember 2020 verkünden zu können, dass die Stadt Hamburg ein Teilgrundstück der Poolstraße 12 mit den denkmalgeschützten Resten des Israelitischen Tempels in der Neustadt erworben hat. Durch den Ankauf kann sichergestellt werden, dass dieses jüdische Kulturdenkmal erhalten bleibt und als Erinnerungsort für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.
Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg hat gemeinsam mit dem Institut für die Geschichte der Deutschen Juden die Publikation „Der Israelitische Tempel in Hamburg“ herausgegeben, die als Band Nr. 7 der Reihe „Archiv aus Stein“ erschienen ist. Sie enthält Informationen zur Geschichte und Architektur des ehemals eindrucksvollen, eleganten und repräsentativen Baus - Merkmale, die sich auch heute noch in den Überresten erahnen lassen. 


Gern geschaut:

Nicht nur die Publikation „Farbe in der Architektur: Karl Schneider in Hamburg" beschäftigt sich mit den Arbeiten des Hamburger Architekten. Anlässlich des Tags des offenen Denkmals 2020 hat die Karl Schneider Gesellschaft einen kurzen Film über einen seiner der markantesten Bauten produziert - den denkmalgeschützten Wohnblock Habichtsplatz/Habichtstraße. „Ich möchte, dass es ein Gebäude ist, in dem man auch weiterhin gerne wohnt, das funktioniert, das behaglich ist, wo man sich zuhause fühlt und dadurch auch das Historische schätzt", so Anna Joss, Leiterin des Hamburger Denkmalschutzamtes.

Vormerken sollten Sie sich den 12. September 2021, den diesjährigen Tag des offenen Denkmals. 


Was gesagt werden musste:

Die Bücherhallen bleiben weiterhin, mit Einschränkungen, geöffnet.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 
Folgen Sie uns auf Twitter
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Impressum
Behörde für Kultur und Medien
Pressestelle
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

www.hamburg.de/bkm

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch