Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
20.01.2021

Moin,

gestern Abend hat die Kanzlerin mit den Länderchefs und -chefinnen über die Verlängerung und teilweise Verschärfung der derzeit geltenden Lockdown-Regelungen entschieden. Nun hätte man für das aktuelle Ende des Lockdowns ja kaum einen romantischeren Termin als den 14. Februar wählen können...

Unser Wunschszenario gestaltet sich so: Das Corona-Virus sieht am Valentinstag ein, dass sein virusmäßiges Verhalten toxisch ist und nicht zum Gelingen einer gesunden Beziehung beiträgt. Ab 00:00 Uhr können wir uns in der Nacht auf den 15. Februar dann alle in den mit Rosenblättern und Herzluftballons dekorierten Theater-Foyers der Stadt treffen, auf die Gesundheit anstoßen, eine Laugenbrezel essen (die auch wirklich nur im Theater-Foyer schmeckt) und anschließend gemeinsam all die wunderbaren Inszenierungen beklatschen, die in den vergangenen Monaten geprobt wurden und nur online begeistern durften. Bis dahin empfehlen wir die Tätigkeit des Applaudierens nicht zu verlernen und jede virtuelle, kulturelle Inszenierung so richtig lautstark vom Sofa aus zu beklatschen. Programmvorschläge folgen weiter unten in dieser Ausgabe.

Anschließend ziehen wir durch die Club(-häuser) der Stadt, in die wir alle gleichermaßen eingeladen sind und deren Türpolitik niemanden draußen warten lässt, tanzen und unterhalten uns lautstark auf den Tanzflächen bis in die Morgenstunden hinein. 

Wären Sie dabei? Wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Kulturvermissende Grüße

Ihre Pressestelle

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„Zeit“ heißt auf Türkisch „Zaman“. Und so heißt auch der Song, der diese Folge einkleidet, gesungen von Canan Uzerli. Zeit kann im Nu vergehen wenn viel passiert, oder sich klebrig anfühlen, wie in Zeiten einer Pandemie. Aktuell scheint es, als seien wir rundum von Gegenwartsdiskussionen eingenommen. Wie schaffen wir es, aus einem Jetzt-Paradigma auszubrechen und zusammen Zukunftspläne zu schmieden? „Wie nutzen wir Zeit?“ ist die Kardinalfrage, die sich durch die Folge zieht und die eng verbunden ist mit der Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Kübra Gümüşay und Carsten Brosda sind sich einig: Wir verbringen zu viel Zeit mit dem Reagieren auf das, was uns stört, reiben uns an Misstönen und werden damit zu wiederkäuenden Richtigstellern. Wie und wo also gelingt ein Miteinandersprechen anstelle eines gegenseitigen Vorsprechens? 

Mit dem Livestream „Paradies Fluten/Hungern/Spielen“  eröffnen heute die „Lessingtage 2021 digital: Stories from Europe“ − ein Festival, das normalerweise zu Anfang des Jahres Gastspiele aus aller Welt in Hamburg präsentiert. Auch dieser bereichernde Blick über den Tellerrand findet in diesem Jahr digital statt. Gemeinsam mit dem Königlichen Schauspielhaus Dramaten in Stockholm zeigt das Thalia Theater Streams europäischer Inszenierungen von Partnertheatern aus Frankreich, Belgien, Russland, Deutschland, Schweden, Italien, Spanien und Ungarn, alle Teil des Theaternetzwerks mitos 21. 

Auch in 2021 werden Künstlerinnen und Künstler durch institutionelle Förderungen dabei unterstützt, interkulturelle Projekte umzusetzen und so diverse Positionen sichtbar und erlebbar zu machen. Insgesamt stehen für diese interkulturellen Projekte 430.000 Euro zur Verfügung. Besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Förderung des Black History Month gelegt, der im Februar zum 25. Mal in Hamburg stattfindet und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen auf die (virtuellen) Bühnen der Stadt bringt. Zusätzlich werden die W3 - Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. und das Performance Kollektiv Hajusom mit insgesamt 225.000 Euro gefördert. 

Woran erkennt man zwischen den Grindelhochhäusern noch den Verlauf der gründerzeitlichen Wohnstraßen? Was ist die „Seele des Gartens“? Und warum ist der Klinker hier gelb und nicht rot? In dieser Folge spazieren Jens Beck vom Denkmalschutzamt und Kristina Sassenscheidt vom Denkmalverein durch das Ensemble der Grindelhochhäuser. Dabei geht es auch viel um die Freiraumgestaltung der Nachkriegszeit. Der Rundgang ist weitgehend barrierefrei.

Am 26. Januar um 18.15 Uhr präsentiert die Stiftung Kulturglück die erste Ausgabe des neuen Livestream-Events „Kulturglück mit Ingo Zamperoni". Unter dem Motto „Das Weite suchen“ spricht der Schirmherr der Stiftung und Tagesthemen-Moderator mit Carsten Brosda über das Heute und Morgen von Kunst und Kultur. 

1. Corona durchkreuzt nach wie vor die Pläne der Kultur. Wie gehen Sie in Ihrem Haus mit dem dauerhaften Ausnahmezustand um?
Mit Phantasie und Kollegialität. Die Situation ist tatsächlich sehr herausfordernd und wird es immer mehr. Es ist nicht immer leicht, die Fahne hoch zu halten. Was uns aber immer wieder motiviert, ist die Lust auf Arbeit, die Sehnsucht nach dem Künstlerischen und der soziale Kontakt zu Menschen im Theater. 

2. Heute Abend beginnen digital die Lessingtage 2021 unter dem Motto „Stories from Europe“. Wie sehen die Lessingtage unter Corona-Bedingungen aus?
„Lessingtage 2021 digital: Stories From Europe“  bietet die Chance innerhalb kürzester Zeit so viele Aufführungen aus Europa zu sehen wie sonst nie. Und da wir den digitalen Zugang auch von Paris, Barcelona, Moskau oder Antwerpen ermöglichen gibt es für das Publikum die Möglichkeit, sich auf einer paneuropäischen Theatercouch zu treffen und ein Glas Wein zusammen zu trinken: reunifying Europe...

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Dass die Kultur mit ihren hohen Sicherheitsanforderungen wieder fürs Publikum geöffnet werden kann. Zuerst die Museen und alle anderen mit leichter Zeitverzögerung hinterher…

Gern gehört:

Mit ihrem Music Event Radar macht die IHM (Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft) wöchentlich auf musikalische Streaming-Angebote aus Hamburg & der ganzen Welt aufmerksam. Wie wäre es heute Abend um 20 Uhr mit einem Livestream aus dem HÄKKEN mit der Hamburger Singer-Songwriterin Anna Wydra? Der Stream ist frei verfügbar, Tickets können aber natürlich auch gekauft & während des Streams kann für Künstlerin und Team gespendet werden. #MehrMusik 


Gern geschaut:

Morgen Abend um 19 Uhr lädt die Hamburger Kunsthalle zur virtuellen Eröffnung der Ausstellung DE CHIRICO: Magische Wirklichkeit ein. „Im Zentrum der groß angelegten Schau steht mit der metaphysischen Malerei die bedeutende Werkgruppe, welche de Chirico zwischen 1909 und 1919 schuf. Die ikonischen Bilder von sonnendurchfluteten, leeren Plätzen, in denen die Zeit still zu stehen und das scheinbar Alltägliche mit einer neuen Bedeutung aufgeladen scheint, wirken heute besonders eindringlich und aktuell. Die Hamburger Kunsthalle präsentiert eine bislang ungesehene Qualität und Dichte dieser teils zuvor kaum gereisten Meisterwerke aus über 50 Sammlungen weltweit (...)", heißt es auf der Website der Hamburger Kunsthalle.


Was gesagt werden musste:

Offizielle Playlist zur Amtseinführung von Joe Biden und Kamala Harris.

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