Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
05.03.2021

Moin,

es kommt ja eher selten vor, dass gemeinschaftlich nach einer Null gestrebt wird, aber beim Blick auf Inzidenzzahlen lässt sich das einfach nicht vermeiden. Auch wenn die Null noch nicht in greifbarer Nähe ist, gibt es mit den Beschlüssen der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten und der Bundeskanzlerin nun eine Perspektive für die Kultur. Zuallererst dürfen Buchhandlungen Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten wieder öffnen. Zwar ist ein Besuch bei Hamburgs aktueller 7-Tage-Inzidenz von 80 mit vorheriger Terminbuchung und mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung verbunden, aber virtuelles Schlangestehen bekommen wir dann auch bei dieser Terminvergabe noch hin. Hauptsache es gibt endlich wieder #MehrKultur! 

„Für die nächsten Wochen und Monate hoffe ich, dass Teststrategien und der Fortschritt beim Impfen für die Kultur weitere Spielräume eröffnen, denn unsere Gesellschaft braucht Kunst und Kultur gerade jetzt, nachdem diese Orte der Inspiration und der Begegnung lange geschlossen waren“, sagt Carsten Brosda zu den Perspektiven für Hamburgs Kultur. 

Also, auf geht's! Das magische Netflix kann schon bald zum Beispiel gegen die noch viel magischere Wirklichkeit von de Chirico in der Kunsthalle eingetauscht werden.

Voller Vorfreude!
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In der neuen Podcast-Folge sprechen Carsten Brosda und Armin Nassehi über das Unbehagen, mit Komplexität umzugehen und die Bereitschaft, Abstriche zu machen und sich zu verändern. Die Corona-Pandemie sei ein „soziologisches Hauptseminar für die Gesellschaft“, sagt Nassehi. Was wir lernen und was sich in unser kollektives Gedächtnis einbrennt, wird sich erst dann zeigen, wenn Corona kein Gegenwartssujet mehr ist. Und wie frühere Krisen zeigten hängt das wohl mit dem Grad an langfristigen Veränderungen zusammen. Wie diese Krise also meistern und welche Schlüsse aus ihr ziehen? Schaffen wir es, Zielkonflikte für das Funktionieren unserer Gesellschaft zu überwinden und Abweichungen zu organisieren? Tiefgreifende Fragen, aber es geht auch um Schalke. Krisenerprobt und so. 

Diese Woche ist die Bewerbungsrunde für die Hamburger Literaturpreise 2021 gestartet. Das Förderprogramm für Hamburger Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist mit insgesamt 57.000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juni. Die Hamburger Literaturpreise werden zum dritten Mal in sieben Kategorien vergeben: Buch des Jahres, Roman, Erzählung, Lyrik/Drama/Experimentelles, Kinder- und Jugendbuch, Comic und literarische Übersetzungen. „Die Vielzahl und hohe Qualität der Bewerbungen zeigt jedes Jahr, welche Stärke in der Literaturstadt Hamburg steckt", so Carsten Brosda. Das klingt nach Vorfreude auf die Bewerbungen!

Wann, wenn nicht jetzt, wäre der Zeitpunkt gekommen, eine digitale Klassenlektüre auszuprobieren? Wie lässt sich digitales Lesen in der Klasse gestalten, welche Möglichkeiten bietet dieser Weg im Literaturunterricht unter Corona-Bedingungen – und danach? Die Bücherhallen stellen einer 5./6. Klasse, die Lust auf das digitale Lese-Experiment hat, einen eBook-Klassensatz kostenlos zur Verfügung. Damit sind die Bücherhallen bundesweit die erste Bibliothek, die die Möglichkeiten digitaler Schullektüre erprobt. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Carlsen Verlag realisiert. Das gemeinsame Lesen kann ab 1. April 2021 starten.

Musikerinnen, Musiker und DJs aus der Hansestadt können erneut Hilfen aus dem Hamburger Gagenfonds beantragen. Die Behörde für Kultur und Medien stellt für den Fonds weitere 250.000 Euro zur Verfügung und erhöht den Etat damit auf insgesamt 750.000 Euro. Anträge können jetzt auch für Konzerte in 2021 gestellt werden. Die neue Förderrunde läuft bis einschließlich 30. April 2021 und geht so: Hamburger Musikerinnen, Musiker und künstlerische DJs können geringe Gagen oder Spenden, die sie in Zeiten der Pandemie für gespielte physische und virtuelle Auftritte erhalten haben, durch den Hamburger Gagenfonds per Antrag aufstocken. 

1. Seit dieser Woche läuft die dritte Antragsrunde des Hamburger Gagenfonds. Musikerinnen und Musiker sind von Corona besonders betroffen und können deshalb Zuschüsse für Konzerte beantragen, bei denen die Gage unter der marktgerechten Mindestgage lag. Wem hilft der Gagenfonds und wie unterstützt er Hamburgs Musikszene?
Der Hamburger Gagenfonds setzt da an, wo sonst 70% der Einnahmen von Musiker_innen und DJs herkommen: im Live-Geschäft. Der Gagenfonds ermutigt und ermöglicht den Musiker_innen und DJs ihrer Arbeit nach zu gehen, indem sie Konzerte und DJ-Sets spielen können, obwohl es kaum Gagen von den Veranstaltenden geben kann in Zeiten der Pandemie. Bei uns erhalten sie konkrete finanzielle Hilfe in Form von Gagenzahlungen für aufgeführte Musik. Mit den Aufstockungen leistet der Gagenfonds damit nicht nur einen Beitrag, die (existentielle) finanzielle Not der Musikschaffenden zu lindern, sondern unterstützt die Infrastruktur des Live-Geschäfts, bestehend aus Booker_innen, Manger_innen, Clubs, etc., Musik für uns und für alle auf die virtuellen und physischen Live-Bühnen zu bringen.

2. Dass die Live-Musik fehlt, ist jeden Tag zu spüren. Streams sind unter den aktuellen Bedingungen eine Möglichkeit, ersetzen jedoch nicht das Konzerterlebnis vor Ort. Verändert Corona den Blick auf die Live-Musik und fördert Wertschätzung?
Wir stehen vor großen Veränderungen, wie schon so oft in der Musikbranche, und die mitunter zarten Strukturen in der Musikkultur werden unwiederbringlich erschüttert. Doch Corona hat auch gezeigt, dass sich Politik in Bund und Land ihre eigene Kulturlandschaft erarbeitet haben und begreifen, dass Kultur genauso viel oder mehr Sinn stiftet als die Kirche und gleichzeitig ein äußerst relevantes Marktsegment ist. Wir beobachten, dass die Hilfen für Unternehmen, Soloselbstständige und die pragmatische Definition des Kreises der Berechtigten aus dem Kreativbereich für die neuen Überbrückungshilfen auch als ein Signal der Solidarität und der Wertschätzung seitens der Bundesregierung für die Kultur und die Kreativwirtschaft gelesen werden können, so sie ankommen. Vereine und Verbände wie RockCity setzen sich seit Jahren für die finanzielle und kulturelle Wertschätzung der Musik in Hamburg ein. Dass sie in Zeiten von Corona erfolgreich Gehör finden, werten wir als Zeichen einer hervorragenden Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen. 

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen? 
Die Aussicht auf berufliche Perspektiven für die Kultur! Die Diskussionspapiere des Deutschen Kulturrats und das Forum Veranstaltungswirtschaft bieten eine reichhaltige Grundlage, die Alternativlosigkeit des Lockdowns zu überdenken. Auch ein europäischer Impfpass könnte ein perspektivischer Ansatz für die Wiedereröffnung für die Kultur sein. Immer mit Blick auf die Gesundheit aller brauchen wir jetzt deutliche Signale und einen intensiven Austausch mit der Musik- und Kulturbranche seitens der Politik, um diese Perspektiven zu schaffen.

Gern gehört:

„Countryzeit, Schlagerzeit": Bereits zum vierten Mal haben sich Kultursenator Carsten Brosda und Literaturhaus-Chef Rainer Moritz zu einem musikalischen Schlagabtausch getroffen & haben alles gegeben, um dem Publikum zu Hause an den Empfängern große Gefühle zu entlocken. Wer Countryzeit ohne Schlagerzeit nachhören möchte, der klicke bitte hier

Gern geschaut:

Hinter den derzeit noch geschlossenen Türen der Deichtorhallen verbirgt sich aktuell die William Kentridge-Ausstellung. Die leeren Räume hat die südafrikanische Choreografin Jessica Nupen für ihre Tanz-Performance SPHERES & DISRUPTION genutzt. Wir freuen uns, wenn wir vor Ende der Ausstellung am 1. August die Gelegenheit bekommen, auch nur annähernd so elegant durch die Ausstellung zu tanzen, wie im Video dargestellt. 

Was gezeigt werden muss:

Der gestern von Bundeskanzlerin und Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossene Öffnungs-Stufenplan

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