Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
19.03.2021

Moin,

in diesen Tagen wünschen wir uns sehnlichst, dass sich die Schließung/Öffnung von Hamburgs Museen und Ausstellungshäusern nicht mit den Wetter-Worten „es bleibt wechselhaft" beschreiben ließe. Aber heute haben sich die Befürchtungen bestätigt, Hamburg zieht nach dreimaligem Überschreiten der Inzidenz von 100 die Notbremse! Es ist langsam zum Mäusemelken. Aber es nutzt auch nichts unserer Corona-Müdigkeit nachzugeben. Das Virus nimmt darauf leider keine Rücksicht. Was der Kultursenator zu diesem Rückschlag sagt, verrät er uns unten in den „3 Fragen an…“. 

„Wer mal wieder eine Bar von innen sehen möchte, kann dort wenigstens zu einem Corona-Schnelltest gehen", hieß es jüngst in einer der vielen Zoom-Besprechungen. Wurde Ihre Lieblingsbar auch schon in ein kleines Testzentrum umgewandelt? Erfrischungsgetränke werden zum Test leider nicht gereicht, aber die Discokugel an der Decke könnte doch aktiviert werden? Eine Übersicht der Anlaufstellen für (kostenlose) Corona-Schnelltests gibt es hier

In diesen trüben Tagen geht es in dieser Newsletter-Ausgabe auch um die kreative Arbeit, die trotz ausbleibender Bühnenpräsenz hinter den Kulissen geschieht, Förderprogramme für Künstlerinnen und Künstler, damit unsere Gesellschaft auch weiterhin durch Kunst bereichert wird, und – ja auch – um digitale Angebote, die uns mit der Kultur dieser Stadt in Verbindung bleiben lassen. Immerhin.

#MehrKultur – jetzt erst recht!  
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Derzeit hängen auf 400 Flächen im Stadtgebiet die bunten Plakate zum 100-jährigen Jubiläum des Hamburger Denkmalschutzgesetzes. Seit 1921 gibt es einen wichtigen Rahmen vor, in dem die Stadt nachhaltig entwickelt und das baukulturelle Erbe der Stadt bewahrt wird. Die Denkmäler unserer Stadt können uns viel zur Geschichte Hamburgs erzählen. Das greift der Podcast „Denkmal im Wandern", in dem Denkmalschutzamt und Denkmalverein unterschiedliche Denkmäler besuchen, auf. Das Format ermöglicht den Hörerinnen und Hörern, die Denkmallandschaft der Stadt individuell zu entdecken. Wenn Sie Lust haben, ein ganz besonderes Denkmal zu retten: Die 300 Jahre alte Rauchkate in Fischbek sucht neue Besitzer. Das Denkmalschutzamt hilft bei denkmalfachlichen Fragen jederzeit gerne mit Rat und Tat! Das Hamburger Abendblatt berichtet: t1p.de/dspz 

Zum dritten Mal vergibt die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit der Roger Willemsen Stiftung insgesamt drei Residenzstipendien für Autorinnen und Autoren sowie für bildende Künstler und Künstlerinnen aus Hamburg. Der Aufenthalt im idyllischen mare-Künstlerhaus in Wentorf läuft vom 16. August bis 12. September 2021. Bewerben können sich in Hamburg ansässige, professionell tätige Autorinnen und Autoren sowie bildende Künstlerinnen und Künstler. Die Behörde für Kultur und Medien zahlt die Mieten für den Aufenthalt sowie zusätzlich 1.000 Euro Aufwandspauschale an die Stipendiaten und Stipendiatinnen. Die Bewerbungsfrist endet am 3. Mai 2021. Die Entscheidung fällt die Jury des Kuratoriums der Roger Willemsen Stiftung.

Heute startet die digitale Ausgabe des TanzHochDrei-Festivals von K3 - Zentrum für Choreographie. Präsentiert werden fünf neue Arbeiten von internationalen Choreographinnen und Choreographen aus den Spielzeiten 19/20 und 20/21. Seit August 2020 haben sie trotz Corona im Rahmen des achtmonatigen Residenzprogramms von K3 an ihren Projekten gearbeitet und geprobt, sodass in der digitalen Festivalausgabe Filme, Dokumentationen und Live-Streams gezeigt werden können - von radikaler Sanftheit und chromatischer Choreographie über quantenphysikalische Bewegungen bis zu barockem Gesang und traditionellen asiatischen Tänzen. 

Die Behörde für Kultur und Medien weitet die Förderung für das Recherchestipendium aus und stellt zusätzlich 255.000 Euro für freie darstellende Künstlerinnen und Künstler bereit. Somit können alle zur Spielzeit 2021/22 eingereichten Anträge auf Rechercheförderung gefördert werden. Das Recherchestipendium ermöglicht kreatives Arbeiten jenseits von konkreten Produktionen und fördert vielfältige Perspektiven auf unsere Gesellschaft. Somit können Künstlerinnen und Künstler trotz Lockdown-bedingter Schließung der Bühnen ihrer kreativen Arbeit nachgehen.

Trotz Corona-bedingter Einschränkung der Schulpräsenz läuft aktuell die Förderrunde für den Projektfonds Kultur & Schule. Gefördert werden Kooperationsvorhaben von Hamburger Schulen und Künstlerinnen und Künstlern, die einen Impuls für eine nachhaltige Entwicklung der Schule geben. Es können Vorhaben in allen künstlerischen Sparten, allen Formaten und für alle Klassenstufen eingereicht werden. Wie zum Beispiel  „Komm mal mit: Ich will Dir mal was zeigen!" vom Museum für Kunst und Gewerbe und der Brüder-Grimm-Schule. In diesem bereits geförderten Projekt entwerfen Kinder z.B. mit Spieleentwicklerinnen und -entwicklern Prototypen zur Publikumsaktivierung: t1p.de/6i9u 

Die Dorit & Alexander Otto Stiftung unterstützt erneut Hamburgs Kultur. Nachdem bereits kurz vor Weihnachten 227 Künstlerinnen und Künstler mit rund 550.000 Euro unterstützt wurden, erhalten jetzt weitere 178 Kreative Fördermittel in Höhe von rund 450.000 Euro. Sie hatten sich mit konkreten Projekten bei der in Kooperation mit der Hamburgischen Kulturstiftung durchgeführten Hilfsaktion „Kultur hält zusammen“ beworben und wurden jetzt unter 528 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt. Insgesamt haben sich damit für die Hilfsaktion fast 1.500 Kulturschaffende für die von Dorit und Alexander Otto zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von einer Million Euro beworben. Vielen Dank!

1. „Notbremse!“ Seit heute ist klar, dass die ersten Öffnungen und Lockerungsschritte für Hamburgs Museen nicht aufrechterhalten werden können. In der vergangenen Woche haben viele Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit eines Besuchs vor Ort genutzt und genossen. War die Öffnung ein Fehler?
Dieses Virus lehrt uns leider, dass wir auch mit Rückschlägen umgehen müssen, und dass es vernünftig war, die vorsichtigen Öffnungsschritte mit einer Notbremse zu versehen. Die Besucherzahlen und auch die enorme Geschwindigkeit, mit der die Museen wieder den Betrieb hoch gefahren haben, zeigt aber auch, wie sehr alle darauf brennen, Kultur wieder zu ermöglichen und zu erleben. Hier werden wir auch weiterhin immer wieder neu austarieren müssen, was geht. Es ist aber gut, dass wir mit dem Stufenplan nun etwas genauer wissen, was wann gehen könnte. Der sieht aber ausdrücklich nicht nur die eine Richtung vor. 

2. Ist „auf Sicht fahren“ für Hamburgs Kultur auch in 2021 angesagt oder gibt es Corona-konforme Pläne, Kultur und Publikum vor Ort wieder zusammenzubringen?
Wir werden zusammen mit den Gesundheitsexpertinnen und -experten und den Einrichtungen die Teststrategien und Hygienekonzepte immer weiter entwickeln und an den aktuellen Impffortschritt anpassen, um bereit zu sein, wenn wir wieder öffnen können. Zudem werden wir weiter alles dafür tun, dass unsere kulturelle Vielfalt erhalten bleibt und dass es wieder Auftrittsmöglichkeiten gibt, wenn wieder was geht. 

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Brandi Carlile tritt im Nochtspeicher auf! 

Gern gehört:

Tolles Angebot! „Bei Anruf Kultur", eine Idee des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg, die ermöglicht, Ausstellungen kostenfrei am Telefon zu erleben und sich die Kultur via Telefon-Führung ins Wohnzimmer zu holen. Derzeit gibt es Termine bis weit in den Mai hinein, um unter anderem dem Museum der Arbeit oder den Deichtorhallen einen Besuch via Telefon abzustatten. 

Gern gesammelt:

Anfang des Jahres startete die Panini-Sammelaktion, für die 200 Hamburger Berühmtheiten Fotos von sich mit Maske zur Verfügung gestellt haben. Der Senator für Kultur und Medien ist natürlich auch dabei und ist fleißig am Sammeln! Mit den Einnahmen wird die Kultur- und Clubszene Hamburgs unterstützt. Noch bis zum 30. April können sich Künstlerinnen und Künstler für Gelder aus der Spendenaktion bewerben. Über die Verteilung der Gelder entscheidet das Gute Leude Gremium.

Was (nicht) getan werden muss:

Wie sähe ein Leben aus, das – im ökologischen, aber auch im virologischen Sinne – möglichst folgenlos bleibt? Könnte Folgenlosigkeit ein neues regulatives Ideal werden, wie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit, unerreichbar, aber dennoch erstrebenswert? Diese und weitere Fragen stellt die Schule der Folgenlosigkeit, eine Initiative der HFBK Hamburg in Kooperation mit dem MK&G. Im Rahmen der Kooperation wurden drei Stipendien in Höhe von je 1.600€ für Nichtstun vergeben. Die drei Gewinnerinnen setzen das Nichtstun auf ganz unterschiedliche Weise um und zeigen Möglichkeiten der Folgenlosigkeit. Die Ausstellung ist bis zum 18. Juli im MK&G zu sehen. 

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Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

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