Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
31.03.2021

Moin,

dass wir ein Jahr nach dem ersten Lockdown erneut Ostertage vor uns haben, die so stark von coronabedingten Einschränkungen geprägt sind, hätten wir nicht gedacht. Gefreut haben wir uns, auf freie Frühlingstage, lange Spaziergänge und durchgehendes Ostereieressen. Hm, also eigentlich doch alles wie erhofft? Vieles ist trotz Einschränkungen möglich: Osterfeiertage ermöglichen auch ohne verlängerte Osterruhe ein ruhiges langes Wochenende, die Wettervorhersage sieht ganz ok aus, Spaziergänge sind immerhin bis 21 Uhr erlaubt und Ostereier hortet man im besten Fall bereits seit ein paar Wochen (isst sie zwischendurch auf, kauft neue...). Also alles schön und gut!? Nein.

Kultursenator und Präsident des Deutschen Bühnenvereins Carsten Brosda und Theater-Intendant und ehemaliger Bühnenverein-Präsident Ulrich Khuon sprechen in einer neuen Podcast-Folge von „Mit Wenn und Aber" über stoische Zuversicht und die Frage, ob es unserer Gesellschaft auch ohne Pandemie nicht gut tun würde, nicht immer vom Schlechtesten auszugehen? Wir sind stets bemüht. Aber dieses Mühegeben ist schon sehr lange sehr anstrengend.
Wir vermissen die Kultur(orte) der Stadt. Orte, an denen Inhalte und Perspektiven aufbereitet, durchgerüttelt, vermittelt und vom Publikum aufgesogen werden. Kultur, die nachwirkt. Und ja, Vorfreude auf Osterfeuer und Engtanz mit vielen fehlt auch. Vielleicht möchten wir auch gerne mitten in der Nacht einen Spaziergang in Begleitung machen, so ganz ohne triftigen Grund! Aber in Anbetracht des dynamischen Infektionsgeschehens halten und ziehen wir uns zurück, leisten einen Beitrag, damit wir schnellstmöglich wieder alle Lieblingsorte und -menschen besuchen können. 

Kommt alles wieder, ganz bestimmt. 

Bleiben Sie zuversichtlich, auch zwischen 21 und 5 Uhr!
Ihre Pressestelle 

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Ein Song, der mit den Versen „Alles wird gut“ aufwartet, ruft Hoffnungen hervor. Dass dieser Song „Beherbergungsverbot“ heißt, ist nun die ironische Volte. Aber gerade solche Widersprüche, diese stoische Zuversicht, wie die Band Erdmöbel sie in ihren Songs verpackt, faszinieren Ulrich Khuon, Intendant des Deutschen Theaters und ehemaliger Präsident des Deutschen Bühnenvereins. Ebenso das Grundvertrauen, das aus dem Song spricht. Ja, es mag ein „Weihnachtsmanndenken“ sein, dass alles gut wird, aber wäre es nicht für uns als Gesellschaft auch ohne Pandemie-Schlamassel ein großes Geschenk, optimistisch in die Zukunft zu blicken? Ein Ort, an dem das Vertrauen immer wieder verschenkt und ausgepackt wird, ist seit jeher das Theater; ein Ort, an dem man als Intendant Vertrauen in die Prozesse und die Beteiligten investieren muss, weil man eben nicht alles steuern kann. Vertrauen muss man als Publikum sowieso, denn man weiß nie, was kommt, wie stark womöglich an unseren Reiz-Reflektionszipfeln gezerrt und wie lange das Erlebte nachhallen wird. An Anfang und Ende steht immer das Prinzip Hoffnung: Andrà tutto bene.

„100 Jahre Denkmalschutzgesetz für Hamburg“ – unter diesem Motto begeht Hamburg im Jubiläumsjahr des Gesetzes vom 10. bis 12. September den Tag des offenen Denkmals. Am 1. Januar 1921 trat das Hamburger Denkmalschutzgesetz in Kraft und gibt seit nunmehr 100 Jahren einen wichtigen Rahmen vor, in dem die Stadt ihr baukulturelles Erbe bewahrt. Einmal im Jahr, zum Tag des offenen Denkmals, können Interessierte Hamburgs Baukultur auf besondere Art erleben. Bei Führungen, Rundgängen und kulturellen Veranstaltungen in normalerweise nicht öffentlich zugänglichen Baudenkmälern wird die Geschichte der vielfältigen Hamburger Denkmallandschaft erfahrbar. Wenn Sie als Veranstalterin oder Veranstalter am diesjährigen Tag des offenen Denkmals in Hamburg teilnehmen möchten, freuen wir uns über Ihre Anmeldung bis zum 15. April bei unserer Veranstaltungspartnerin, der Stiftung Denkmalpflege Hamburg.

Seit fast 30 Jahren gehört der ZIEGEL zu den produktivsten Literaturförderungen der Behörde für Kultur und Medien, die den Band herausgibt – und zu ihren schönsten. 2020 wurde der ZIEGEL, der seit 2019 im Hamburger mairisch Verlag erscheint, von der Stiftung Buchkunst auf die Shortlist der „Schönsten deutschen Bücher“ gewählt. Seine 17. Ausgabe überzeugt neben der hochwertigen Gestaltung auch textlich durch hohe literarische Qualität, Fabulierlust und Innovationsfreude. In diesem Jahr enthält der Band auch Comics von Hamburger Zeichnerinnen und Zeichnern sowie eine speziell für das Buch gestaltete Bilderstrecke des Hamburger Künstlers Sascha Hommer. „Der ZIEGEL ist ein wunderbarer Brocken hanseatischer Literaturkompetenz, mit dem sich neue Welten bauen lassen. Er ist in einem Jahr entstanden, in dem wir die Biegsamkeit nicht nur unserer Gedanken herausfordern, das Reisen im Kopf praktizieren und ganz neue Dimensionen von Nähe und Ferne erfahren mussten", so Kultursenator Carsten Brosda. 

Das 2019 neu aufgelegte Programm INTRO, das geflüchtete Künstlerinnen und Künstler im Rahmen eines Stipendiums mit Hamburger Kultureinrichtungen zusammenbringt, wird jetzt neu ausgeschrieben. Erweitert wird das Programm um neue Perspektiven durch eine bundesweite Kooperation mit der Universität der Künste Berlin (UdK), der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, dem Global Board der Landesmusikakademie und der Musikland Niedersachen gGmbH, die gemeinsam mit Hamburg ein Fortbildungsprogramm für die Zielgruppe anbieten. Zudem steht das Programm jetzt auch Hamburger Kollektiven und Vereinen der Freien Szene offen, die sich nun ebenfalls bis 31. Mai gemeinsam mit einer geflüchteten Künstlerin oder einem Künstler bewerben können. #MehrKultur 

1. Liebe Frau Rüden, welche Schwerpunkte möchten Sie als neue Geschäftsführung der W3_ setzen?
Einen starken Fokus werden insbesondere Themen wie Feminismen und Anti-Rassismus haben, also auch einen Beitrag dazu zu leisten, Rassismus zu entlernen sowie sichere Räume von und für BIPoC zu schaffen. Wir werden weiterhin zu einem kritischen Austausch mit politischen Themen im globalen und lokalen Zusammenhang anregen und hier breite Bildungsangebote sowie Beratungs-  und Schulungsangebote anbieten. In Hinblick auf die aktuelle Situation, sehe ich als große Herausforderung, dass die W3_ finanziell überlebt. Daher wird auch ein Fokus sein, Hamburger:innen zu gewinnen, die der W3_ als Förder:innen zur Seite stehen.

2. Räume für vielfältige Perspektiven zu öffnen ist in Zeiten von Corona eine (räumliche) Herausforderung. Wie realisiert die W3_ den Austausch zu gesellschaftlichen Fragestellungen?
Vor der Pandemie kannte die W3_ nur den Austausch in physisch anwesender Form, auch unsere Arbeit im Team war stark darauf ausgerichtet. Dies stellte und stellt uns, als kleine NGO, vor Herausforderungen. Jedoch bietet diese Situation auch Vorteile. Das letzte Jahr hat uns gezeigt, dass wir auch im digitalen Raum und über die Stadtgrenzen von Hamburg hinaus eine Plattform zum politischen und kulturellen Austausch bieten können. Es bedarf jedoch nach wie vor der Einrichtung eines Haushaltstitels für Personalstellen und Prozessbegleitung in der diversitätsorientierten Öffnung in Kultureinrichtungen jenseits von befristeten Projektförderungen.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Wenn dies ein Wunschkonzert ist, dann wünsche ich mir, dass die Stadt Hamburg bedingungslose finanzielle Zusagen im Kulturbereich tätigt und somit auch die W3_ noch stärker unterstützt. Ein realistischerer Wunsch wäre, dass eine Stelle bei der W3_ implementiert werden kann, die die diversitätsorientierte Öffnung in Kultureinrichtungen in Hamburg im Fokus hat. …und natürlich, dass die Pandemie ein Ende hat!

Gern gesehen:

Anlässlich der Ausstellung DE CHIRICO. Magische Wirklichkeit in der Hamburger Kunsthalle sind in einer künstlerischen Kooperation mit dem SchauSpielHaus Hamburg, dem Thalia Theater und dem Ensemble Resonanz sieben Videos entstanden, in denen sich die Künstlerinnen und Künstler der Theater und des Streichensembles auf das Werk de Chiricos beziehen.

Gern gelesen:

„Darauf können Sie sich freuen": ZEIT ONLINE hat eine wunderbare Übersicht (€) über Kulturveranstaltungen in Hamburg erstellt, die trotz Corona stattfinden. Digital und Draußen! Mit dabei ist auch die Litfaßsäulen-Ausstellung „Wir geben Hamburg Perspektive". Auf 75 Litfaßsäulen in Hamburg zeigen Fotografinnen und Fotografen des Berufsverbandes FREELENS e. V ihre Arbeiten. Sie haben sich an den derzeit geschlossenen Kulturorten selbst in Szene gesetzt und führen uns vor Augen, wie schmerzlich wir die Kultur(orte) der Stadt vermissen. Eine tolle Ausstellung

Was getan werden muss:

Die Eigentümerin der Schilleroper hat damit begonnen, die nicht denkmalgeschützten Anbauten im Süden der Schilleroper abzureißen. Hierzu hatte der Bezirk Hamburg-Mitte die Eigentümerin kurzfristig aufgefordert, da wegen erheblicher Schäden an der Südwand des Anbaus Gefahr im Verzug war. Die Arbeiten sind mit dem Denkmalschutzamt abgestimmt und betreffen nicht das denkmalgeschützte Stahlgerüst der Schilleroper. Das Denkmalschutzamt zeigt täglich vor Ort Präsenz, um den Fortgang der Abrissarbeiten zu beobachten. Zudem hat das Denkmalschutzamt in seiner denkmalrechtlichen Genehmigung zum Abriss der Mantelbebauung auch entsprechende Auflagen zur gleichzeitigen Sicherung des Denkmals formuliert. Parallel zu dieser Notmaßnahme sind Bezirk und Denkmalschutzamt weiter im engen Austausch zur Sicherung der denkmalgeschützten Stahlkonstruktion.

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