Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
28.04.2021

Moin,

wen oder was möchten Sie gerne einmal wieder besuchen? Freunde oder Familie zum entspannten gemeinsamen Kaffeetrinken in ein und demselben Raum inklusive Umarmung? Hamburgs Kinos, Theater, Museen und Ausstellungshäuser oder Clubs und Konzerthallen? Sicher fallen Ihnen ebenso wie uns sehr viele Begegnungen und Anlässe ein, die schmerzlich vermisst werden und so schnell wie möglich wieder stattfinden sollen. Uns fällt wirklich die Decke auf den Kopf! Und teilweise liegen die Nerven blank. „Wir dürfen einander jetzt nicht verlieren“ – so ist die Antwort von Carsten Brosda auf die #allesdichtmachen-Videos überschrieben. Die Debatte zeige aber auch, „welche Kraft sich viele von der Kunst erhoffen“.  

Um Medienkompetenz ging es auch beim diesjährigen Mediendialog Hamburg. Dort wurde die #UseTheNews-Studie vorgestellt, die erstmals umfassend zeigt, welche Rolle Nachrichten für junge Menschen spielen. Sich durch tiefgründige Inhalte und verschiedene Perspektiven von nicht-journalistischen und meinungsstarken Akteuren und Akteurinnen abzugrenzen, ist eine klare Handlungsempfehlung der Medienforscher. Ein Perspektivwechsel täte sicher auch dem ein oder anderen in manch gegenwärtig aufgeheizter Debatte ganz gut.

„Die Zukunft ist ungeschrieben, die Zukunft ist so schön vakant; und ich komme dich besuchen: egal, ob Stammheim oder Bundeskanzleramt“, singt Thees Uhlmann. Gerade würden wir uns jedoch eher über klare und vorhersehbare Aussichten beim Blick in die Glaskugel freuen. 

Gesundheit und Planungssicherheit, das wünschen wir Ihnen,
Ihre Pressestelle 

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Heute fand online der hochkarätig besetzte Mediendialog Hamburg statt, bei dem die Zukunft der Medien und die bundesweite Studie #UseTheNews zur Nachrichtenkompetenz von jungen Menschen diskutiert wurden. Erstmals schlüsselt eine Studie derart präzise und differenziert auf, wie junge Menschen mit Nachrichten umgehen und wie informiert sie tatsächlich sind. „Wichtig ist, dass wir verstehen, wie Medien heute rezipiert werden. Hier gibt uns die Studie #UseTheNews wichtige Hinweise und will auf differenzierte Weise wachrütteln", so Mediensenator Carsten Brosda. Die Behörde für Kultur und Medien und die dpa sind Ko-Initiatoren des Projekts und Auftraggeber der Studie. 

Derzeit sind coronabedingt die Zuschauerräume leer, auf den Bühnen ist es still und die Ausstellungen der Stadt sind ohne ihr Publikum. Vier Hamburger Kultur-Freundeskreise haben sich zum Netzwerk Kulturfreundschaften zusammengetan und laden mit virtuellen Hausbesuchen ein, die denkmalgeschützten Kulturbauten zu besuchen. In den Kurzfilmen erzählen Intendanten und Direktorinnen, was sie mit ihren Häusern verbindet, zeigen überraschende Details und baugeschichtliche Zusammenhänge. „In Zeiten, in denen die Häuser geschlossen sind und wir ihre Angebote schmerzlich vermissen, öffnet das Format ,Hausbesuche‘ Zugänge und verbindet gelingend denkmalfachliche Perspektiven mit Historie und Gegenwart dieser wundervollen Kulturorte", so Kultursenator Carsten Brosda. Eine wunderbare Gelegenheit, um den Denkmalschutz in Hamburg lebendig werden zu lassen. Los geht's im Thalia-Theater! #MehrKultur 

1. Heute wurden beim Mediendialog Hamburg Ergebnisse der #UseTheNews-Studie vorgestellt, die aufschlüsselt, wie junge Menschen mit Nachrichten umgehen. Als Mitarbeiterin des Leibniz-Instituts für Medienforschung in Hamburg waren Sie an der Durchführung der Studie beteiligt, die herausgefunden hat, dass jungen Menschen oft der Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit bei journalistischen Nachrichten fehlt. Was ist für Sie die wichtigste Erkenntnis?
Die #UseTheNews-Studie hat viele spannende Ergebnisse hervorgebracht. Die wichtigste Erkenntnis ist für mich jedoch, dass „die jungen Menschen“ sehr differenziert betrachtet werden müssen. Jugendliche und junge Erwachsene informieren sich ganz unterschiedlich und auf vielfältige Art und Weise: Während manche von ihnen fast ausschließlich journalistische Angebote nutzen, um ihr großes Informationsinteresse zu befriedigen, und diese Angebote auch als relevant für die eigene Meinungsbildung ansehen, wenden sich andere Nutzende den Inhalten von privaten Akteuren wie Schauspielerinnen und Influencern zu; wieder andere orientieren sich an journalistischen und nicht-journalistischen Angeboten oder an keinem von beidem, weil sie gar kein Interesse an nachrichtlichen Inhalten haben. Es gibt ebenen nicht DIE Jugendlichen oder DIE jungen Erwachsenen – und darauf müssen sich auch Nachrichtenanbieter einstellen. 

2. Was empfiehlt die Studie Anbietern von journalistischen Angeboten, um junge Menschen zukünftig besser zu erreichen?
Ein Patent-Rezept, wie man junge Menschen erreicht, gibt es leider nicht und das liefert auch die #UseTheNews-Studie nicht. Jedoch zeigen die Ergebnisse, dass es unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr unterschiedliche Zielgruppen gibt, die Platz für viele Arten von Journalismus bieten. Dabei sollten journalistische Anbieter Wege entwickeln und erproben, die Alltagsrelevanz ihrer Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene deutlich zu machen. Außerdem sollten sie die eigenen Ideale wie gründliche Recherche, Verlässlichkeit und Richtigkeit einhalten und herausstellen, um so einen Mehrwert zu schaffen und sich von nicht-journalistischen und meinungsstarken Akteuren abzugrenzen. Der Mehrwert, den Journalismus liefern kann, muss auch in zufälligen Kontakten deutlich werden. Zwar spielen journalistische Nachrichteninhalte in sozialen Medien aus Nutzersicht eine vergleichsweise geringe Rolle. Dennoch kommt es bei diesen Plattformen aufgrund ihrer weitverbreiteten Nutzung in der jungen Altersgruppe häufig zu zufälligen Kontakten mit journalistischen Angeboten. Insbesondere den jungen Nutzergruppen, die noch wenig Bezug zu journalistischen Angeboten haben, muss der Mehrwert von Journalismus dann ersichtlich werden. 

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Wenn ich mir etwas wünschen darf: Dass die Wasserlichtkonzerte in Planten un Blomen diesen Sommer stattfinden – natürlich Corona-konform mit Maske und auf markierten Plätzen. 

Gern gesehen:

Begleitend zur Ausstellung von William Kentridge präsentieren die Deichtorhallen Hamburg ein digitales Symposium mit folgenden Themen: Die Bedeutung und der Einfluss William Kentridges auf Künstlerinnen und Künstler heute, Post-Kolonialismus und Erinnerungskultur, das Wandelbare und die Melancholie sowie die treibende Kraft der Musik im Werk von Kentridge. Eine Führung durch die Kentridge-Ausstellung in den Deichtorhallen und ein Studiobesuch bei William Kentridge in Johannesburg sind ebenfalls Teil der Veranstaltung.

Gern gesprochen:

Telefon-Kanon: In Zeiten der Pandemie ist der Theaterbesuch eine ferne Erinnerung, die langsam zu verblassen droht. Das Performance Kollektiv She She Pop lädt deshalb dazu ein, am Telefon in 1:1 Gesprächen mit den Mitgliedern des Kollektivs über unverzichtbare Momente aus Theater, Tanz oder Performance zu berichten, um daraus einen neuen, sehr persönlichen und individuellen Theater-Kanon entstehen zu lassen, der auf der Webseite der Gruppe laufend erweitert wird. Zwischen dem 29. April und 1. Mai jeweils ab 20Uhr können Sie die She She Pop Performerinnen anrufen, um von Ihren unvergessenen Theater- oder Tanz- Erlebnissen zu erzählen. Hier geht's zur Anleitung auf der Kampnagel-Website.

Was geordnet werden muss:

„Bedrohte Schätze im Depot", so heißt die 3sat-Kulturdoku, die sich mit dem Aufarbeiten, Bewahren und Ausstellen von Deutschlands postkolonialem Erbe und kultureller Enteignung beschäftigt. Auch das MARKK bietet Einblicke in sein Depot und thematisiert die eigene Museumsgeschichte und den Umgang mit den Kulturzeugnissen in der Ausstellung „Ausgezeichnet: Künstlerinnen des Inventars"

Was gebaut werden muss?

Die Stadt der Zukunft! Welche Akzente setzt die Stadtentwicklung in Hamburg in Zukunft? Am Montag, 3. Mai, ab 19.30 Uhr lädt die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen zur digitalen Buchpräsentation von „Stadträume bauen“ ein. Unter anderem mit Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, Autor Olaf Bartels und Architekt Roger Diener. Dr. Anna Joss, Leiterin des Hamburger Denkmalschutzamtes spricht aus denkmalfachlicher Perspektive zur Hamburger Stadtentwicklung am Burchardtplatz. 

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Behörde für Kultur und Medien
Pressestelle
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

www.hamburg.de/bkm

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