Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
14.05.2021

Moin,

eine Perspektive, die den Namen auch verdient hat - die haben wir uns in den vergangenen Monaten sehnlichst gewünscht. Eine echte Perspektive für's Private, eine echte Perspektive für die Hamburger Kultur! Nun dürfen wir uns nicht nur auf den Hamburger Kultursommer 2021 freuen, sondern auch ganz unmittelbar auf die Öffnung der Museen und Ausstellungshäuser! Ab kommenden Dienstag, den 18. Mai, öffnen die staatlichen Museen. Raus aus den eigenen vier Wänden und den ein oder anderen Regentag auf Abstand im Museum verbringen, endlich! Voraussetzung für den Besuch ist ein negatives Corona-Testergebnis oder ein Impfnachweis, Terminbuchungen werden empfohlen – sonst steht man statt vor Kunstwerken vielleicht erstmal draußen im Regen und wartet, denn die Besucherkapazitäten sind zunächst begrenzt. Informationen zur Öffnung der Häuser gibt es hier und natürlich auf den jeweiligen Websites.

„Die Museen und Ausstellungshäuser erfüllen alle Voraussetzungen, um den Besuch zu einem sicheren Kulturerlebnis zu machen. Sie haben einmal mehr Motivation und Durchhaltevermögen bewiesen, indem sie unter großen Anstrengungen den Betrieb am Laufen gehalten haben, um so schnell es geht wieder zu öffnen und ihren Besucherinnen und Besuchern ein attraktives Ausstellungsprogramm zu bieten“, so Carsten Brosda. 

#MehrKultur gibt es auch an anderen (digitalen) Orten zu entdecken. In dieser Newsletter-Ausgabe möchten wir Kulturprojekte vorstellen, die für einen Perspektivwechsel sorgen. Einen Wechsel der Perspektive auf Maskulinität, auf die Entstehung von Kunstwerken und auf einen Parkspaziergang.

Lassen Sie sich begeistern und bis bald, live und in Farbe!

Ihre Pressestelle 

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Vom 15. Juli bis zum 16. August 2021 soll die Hansestadt ganz im Zeichen der Kultur stehen! Unter freiem Himmel, in verschiedenen Stadtteilen und mit einem vielfältigen Programm schafft der Kultursommer eine dringend benötigte Perspektive für die Kultur und die Hamburgerinnen und Hamburger. Kulturveranstalter und -veranstalterinnen können sich bereits für eine Förderung bewerben. Eine Ausschreibung für Künstlerinnen und Künstler, die sich am Kultursommer beteiligen wollen, folgt im Juni. Das Veranstaltungsprogramm wird finanziert aus dem Neustartfonds Kultur. Darin hat der Senat für 2021 weitere 22 Millionen Euro bereitgestellt, insbesondere um Kunst und Kultur wieder möglich zu machen. 

Sicherheit, das haben wir spätestens über das letzte Jahr hinweg gelernt, ist nicht selbstverständlich. Wir alle haben gespürt, wie sich anfühlen kann, einer unsichtbaren Bedrohung gegenüberzustehen. Für viele von uns, wohl behütet in einem friedlichen Land aufgewachsen, war das Gefühl neu, es war fremd. Manche jedoch sehen sich täglich mit ihm konfrontiert, manche haben Sicherheit zu ihrem Beruf gemacht. Der Hamburger Regisseur und Soundkünstler Christopher Ramm wagt den Perspektivwechsel, beschäftigt sich mit Männern der Security-Branche. Dabei liegt der Fokus ausdrücklich auf ihnen, Männern, und dem ihnen anhaftenden Bild von Maskulinität, trügerisch und zerbrechlich. Für jene, die zwei Security-Männern, einem Tänzer und einem Performer beim Ausloten von Stärke und Verletzlichkeit zuschauen möchten, steht ein kostenloser Stream auf der Kampnagel-Website zur Verfügung. Sie haben die Möglichkeit, ein freiwilliges Ticket zu einem Preis Ihrer Wahl zu kaufen.

Kunst ist ein großes Wort. Kunst kann so viel, sie kann verbinden, sie kann erfüllen, sie kann herausfordern. Aber sie kann auch einschüchternd wirken, exklusiv und fern. Deshalb wurde das Open Studio, präsentiert von ArtSceneFilm, ins Leben gerufen. Es möchte genau das tun, was sein Name andeutet: Hamburger Studios öffnen, Künstlerinnen und Künstler selbst zu Wort kommen lassen und Einblicke geben in ihr Werk und ihr Denken. So soll Licht ins Dunkel der Leerstelle zwischen Museum, Galerie, Künstlerin oder Künstler und Publikum fallen. Diese neue Perspektive wird geschaffen durch Videoportraits, zu denen jeden Monat ein neues hinzukommt. Darin ist zu sehen und hören, wie Kunstwerke entstehen, welche Liebesmüh in sie hineinfließt und wie diese genau aussieht. Neugierige, ganz gleich ob Laie oder Profi, erhalten online freien Zugang zu den Studios. 

Ein Park ist ein Park ist ein Park. Ab dem 20. Mai aber wird der Hamburger Volkspark noch ein bisschen mehr. Kleine und große Menschen ab acht Jahren sind ab diesem Tag auf einen Spaziergang der besonderen Art eingeladen: Mithilfe von QR-Codes wird ein neuer Blick eröffnet, ein Blick hinein in die Wirrungen und Wendungen von Gegenwart und Vergangenheit eines tüdeligen Kapitäns. Auf der Suche nach verschütt gegangenen Erinnerungen verändert sich im Zuge dieses Multimedia-Walks auch die Wahrnehmung der Suchenden. Der Park ist nicht mehr nur Park, sondern ein Ort, an dem verborgene Schätze auftauchen - Seehunde, Boote, Fabelwesen. Traummaschine Inc. lädt zum Mitmachen ein, das Angebot ist umsonst und draußen, los geht’s auf eigene Faust am Eingang zum Grünstreifen entlang der Mühlenau in der Sylvesterallee.

Wo wurde vor fast 70 Jahren bundesdeutsche Kunstgeschichte geschrieben? Warum stehen hier eigentlich so viele Zierkirschen? Und wofür sollten Parkanlagen besser nicht benutzt werden? Der Frühling ist da, und Dr. Jens Beck vom Denkmalschutzamt spaziert mit Kristina Sassenscheidt vom Denkmalverein durch das in Blüte stehende Alstervorland. Der barrierefreie Rundgang dauert eine knappe Dreiviertelstunde. Startpunkt: Figur „Die Kniende“, Harvestehuder Weg / Ecke Alte Rabenstraße

1. Corona trifft Künstlerinnen, Künstler und Kultureinrichtungen hart. Was sind die Herausforderungen bei der Haushaltsplanung in diesen Zeiten? 
In normalen Zeiten dauert die Aufstellung eines Haushaltsplans ca. 14 Monate. In Corona-Zeiten hat sich das Zeitfenster hierfür sehr verkürzt. Bedarfe für verschiedene Kultursparten der Kulturbehörde wurden beispielsweise sehr kurzfristig ermittelt und begründet. Ein sich sonst über Wochen ziehender Prozess. Zudem wussten wir zu diesem Zeitpunkt nicht einmal ansatzweise, was uns erwartet. Nach Erhalt der Mittel haben wir innerhalb einer Woche die erste Förderrichtlinie zur Unterstützung der Kultur mit der Finanzbehörde und dem Rechnungshof abgestimmt und anschließend mit der Wirtschaftsbehörde die Beihilfekonformität geklärt. Die Schnelligkeit in der alle Behörden uns unterstützt haben, war beeindruckend und wir haben intuitiv mit einer sehr allgemeinen Förderrichtlinie den richtigen Weg gewählt. So konnten wir alle Sparten der Kultur unter diese Förderrichtlinie zusammenfassen. Das alles vor dem Hintergrund, zielgerichtet und spartenspezifisch zu unterstützen. Diese Förderrichtlinie haben wir bis heute fortgeschrieben und bei Bedarf um Anlagen erweitert. Auch die weitere Beantragung von erforderlichen Mittel, z.B. für den Kultursommer, dauerte nur drei bis vier Wochen.

2. Mit dem „Kultursommer“ schafft die Kulturbehörde ein besonderes Förderprogramm, mit dem Kulturveranstalterinnen und -veranstalter dabei unterstützt werden, im Sommer Open-Air-Veranstaltungen zu realisieren. Wer kann sich bewerben?
Mein Wunsch wäre, dass sich alle bewerben, die Lust haben, an unserem Kultursommer teilzunehmen, vom darstellenden Künstler über den Buchautor bis hin zur Opernsängerin. Insbesondere fände ich es wichtig, dass sich die Vielfalt der Kultur an vielen Standorten präsentiert, um auch die Lust auf etwas Neues zu wecken. Weg von den eingefahren Gewohnheiten hin zu neuen Ufern. Das ist eine echte Chance, die ich sehe und ich persönlich freue mich schon sehr darauf.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Mich würden die Arbeiten eines Stipendiaten der darstellenden Kunst interessieren.

Gern gelesen:

Das Literaturfestival „Hamburg liest Borchert" würdigt den Hamburger Schriftsteller Wolfgang Borchert (1921–1947) mit einem Jubiläumsprogramm zu seinem 100. Geburtstag. Zum Auftakt des Festivals am 17. Mai um 18.30 Uhr lesen Hamburger Persönlichkeiten wie Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Charly Hübner, Simone Buchholz, Isabel Bogdan, Bela B Felsenheimer und Matthias Politycki unter der Moderation von Maike Schiller aus Texten Borcherts und werden dabei unter anderem von Lisa Wulff, Gabriel Coburger und Stefan Gwildis musikalisch begleitet. Die Teilnahme an der Veranstaltung in den Hamburger Kammerspielen ist per Live-Stream möglich. 

Was gesagt werden muss:

„Es wird Zeit, dass Kunst und Kultur und mit ihnen Inspiration und Irritation wieder Einzug in unseren Alltag halten", so Kultursenator Carsten Brosda. 

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