Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
02.06.2021

Moin,

waren Sie seit der Wiedereröffnung schon im Theater oder Museum? Saßen Sie mit Herzensmenschen wieder in der Außengastronomie und haben die plötzlich aus der Versenkung aufgetauchten Sonnenstrahlen genossen? Vielleicht haben Sie ja sogar beides zu einem Kultur- und Kulinarik-Paket kombiniert und merken wie wir, was für Auswirkungen solche Begegnungen auf das eigene Wohlbefinden haben.

Eintrittskarten und Reservierungen bedeuten nicht bloß feste Termine, sondern laden auch zu Perspektivwechseln ein. Raus, nur raus, ins langsam wieder erwachende Kulturleben der Stadt. Gut, von langsam kann in der Schanze am Wochenende nicht die Rede gewesen sein. Das Bedürfnis nach Engtanz mag nachvollziehbar sein, schlau ist es nicht. Bitte noch etwas gedulden, auch wenn es schwer fällt. „Wir reden jetzt über ein paar Wochen, in denen wir versuchen ins normale Leben zurückzukommen“, so Carsten Brosda im Interview mit Deutschlandradio im Hinblick auf den Hamburger Kultursommer und die Möglichkeiten für Veranstalterinnen und Veranstalter. Als Alternative zu elektronischen Bässen empfehlen wir die ebenso unter die Haut gehenden Stimmen des Staatsopern-Ensembles. Heute Abend feiert „Manon" in der Inszenierung von David Bösch Premiere vor Zuschauerinnen und Zuschauern in der Staatsoper. Es geht um Liebe und Geld: C'est la vie! 

Geld und somit eine (finanzielle) Liebeserklärung an die Kultur hat die Bundesregierung auf den Weg gebracht. 2,5 Milliarden Euro helfen dank Sonderfonds dort, wo der Neustart nicht immer ganz leicht fällt. Eine Förderung, die einen wichtigen Beitrag leistet, um kulturelle Impulse und Begegnungen zu realisieren. 

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Am Sonntag, den 6. Juni feiert Hamburg sein Welterbe Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus sowie den Nationalpark im UNESCO-Welterbe Wattenmeer - dieses Jahr unter dem Motto „Solidarität und Dialog“. Auf der Hamburger Welterbe-Website werden zahlreiche Infos zur Hamburger Stadtgeschichte und den Welterbestätten präsentiert und zum Welterbetag durch neue Inhalte und Live-Streams ergänzt. Das hybride Festprogramm bietet unter anderem eine post-koloniale Rapführung mit Sherlock F. durch die Speicherstadt, einen Jazz-Gottesdienst in St. Katharinen und eine Führung zum Dialog zwischen Wohnen und Arbeiten vom 19. ins 21. Jahrhundert. Es lockt ein Sonntag voller Entdeckungstouren! 

Seit 1986 gehört das Kurzfilm Festival Hamburg zu den renommiertesten und wichtigsten Kurzfilmfestivals Europas und agiert im Spannungsraum von Kino, Ausstellung, performativen Arbeiten, Konzerten und Diskurs. Das Programm des Kurzfilm Festival zeigt Filme, die laut und funkelnd, leise und poetisch, wild und besonnen auf die Welt reagieren. In ausgewählten Programmen wird so die Vielfalt des mutigen, experimentierfreudigen, künstlerischen Films gezeigt. „Kurzfilme reagieren schnell und frei auf Alltag und Wirklichkeit. Sie sind dabei so vielfältig wie die Träume, die die Welt bewegen", so Maike Mia Höhne, künstlerische Leitung. Wir wünschen viel Spaß beim Abtauchen in großartige Filme und spannende Gesprächsformate des Online-Festivals. 

Endlich wieder Theater! Vom 8. bis 20. Juni finden in diesem Jahr die Privattheatertage statt und bereichern Hamburgs Theaterlandschaft durch viele Produktionen aus dem gesamten Bundesgebiet. Nachdem das Festival im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie leider nicht stattfinden konnten, freuen wir uns nun umso mehr auf #MehrKultur für Hamburg und zwölf der interessantesten Theaterproduktionen Deutschlands. Eine reisende Jury hatte diese ausgewählt und in den Kategorien (Moderner) Klassiker, Komödie und (Zeitgenössisches) Drama für den Monica Bleibtreu Preis nominiert. Die prominent besetzte Hamburg Jury kürt während des Festivals die Gewinner und Gewinnerinnen der Preise. Außerdem wird der Publikumspreis für das beliebteste Stück verliehen. Die Privattheatertage werden vom Jungen Theater Göttingen eröffnet, das mit dem Stück „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ zu Gast im Altonaer Theater ist. „Dass die 9. Privattheatertage das erste Theaterfestival sind, das wieder vollständig analog stattfinden kann, ist eine ganz besondere Freude", so Kultursenator Carsten Brosda. 

1. Since April, you have been in Hamburg as part of the three-month International Residency Fellowship, living and working at the artist centre Westwerk. Starting tomorrow, your work will also be on display there. How did the stay influence your work? 
Hamburg, I think and I hope, will turn up later in my work. I have cycled extensively in and around the city. I have done some sketches and intend to do some more. The city’s silhouette reminds me of Wren’s vision for London, as a Venice of the North where the masts of sailboats are replaced by steeples. I want to integrate that image into the work. Residencies are important to the European project because they bring people together and create situations for exchange. I haven’t had as much of that as I wanted but it has happened. We have learnt from one another, Westwerk is a great project, made possible by great people and hopefully I will have an opportunity to return. I am working on some screen prints here that will be available in Raum für Illustration.

2. You draw inspiration for your work from new environments and encounters. How did you deal with Corona and its many limitations?
Normally residencies are moments when I meet new people, find new materials and develop new skills. The lockdown prevented that from happening here. What I did, in these exceptional times however, is use the studio to it’s full potential. Away from the everyday, I worked intensely on the images, I already had, fusing them with my ideas into a series of paintings that you can see this week.

3. What would you like to read in the next newsletter?
I hope in the next issue of this newsletter, we will be able to read about a return to life in the different areas as people come out of hibernation. Hopefully too about larger cycle lanes, as we try to make our cities more local and less car friendly. It was very calm here during the lockdown. If ever there was a moment to make changes in how we live both as individuals and collectively now is the time. I would also love to read about how people feel seeing David Casper Friedrich’s work again. To have spent two months in Hamburg knowing where they were, without being able to visit them, has been awful, frustrating, depressing, it felt like civilisation had become a shadow of itself. Maybe that’s what I want to read about, how Hamburg is working to look and feel more like a painting by Friedrich than just their home? How can we bring that landscape, that majesty, that sublime, into the everyday. The virus is like a mountain and we are climbing it, so now lets try and see beyond the mountain. See you all Thursday!

Gern gehört:

Ein Grund, die Korken knallen zu lassen: Die Bundesregierung unterstützt den Start von Kulturveranstaltungen mit einem Sonderfonds Kultur in Höhe von 2,5 Milliarden (!!!!!) Euro. „Gerade jetzt brauchen wir eine lebendige und vielfältige Kultur- und Kreativszene. Der Sonderfonds ist ein bislang beispielloses Hilfspaket für den Neustart der Kultur. Ein wichtiges Signal, über das wir uns sehr freuen“, so Carsten Brosda im NDR-Interview.
Um Deutungsangebote und Sinnbezüge geht es bei der Zugänglichkeit von Theatern für alle gesellschaftlichen Gruppen. Welche Anforderungen an Theater als öffentliche Räume gestellt werden, darüber spricht Carsten Brosda im Deutschlandfunk.

Was gesagt werden musste:

„Du bist jetzt ja immer zu Hause, aber trotzdem nie da." Nein, dies ist kein Zitat aus einem melancholischen Text irgendeiner norddeutschen Band, sondern beschreibt wohl das Gefühl sehr vieler Kinder, deren Eltern während der Corona-Pandemie am Küchentisch sitzen und homeofficebedingt auf zu kleine Bildschirme starren. Bücher können wahre Retter des Familienfriedens sein: Ist es nicht tröstlich und aufregend zugleich zu wissen, dass es immer wieder neue Bücher geben wird, die einen im Pakt mit eigenen Erinnerungen und Erfahrungen um den Finger wickeln werden? Ob man nun will oder nicht: Bücher, gerade Kinderbücher, können auch eine kleine Psychotherapie sein, meint Autorin und Ehrenbürgerin Kirsten Boie im Gespräch mit Carsten Brosda im Podcast „Mit Wenn und Aber".

Wo er recht hat, hat er recht:

„Wenn es die Corona-Lage zulässt, wollen wir mit Ihnen zusammen von Juli bis August einen Kultursommer für Hamburg veranstalten – unter freiem Himmel, mit Open-Air-Konzerten, Theateraufführungen, Filmabenden und vielem mehr. Das ist ein wichtiges Signal für die Kultur, aber auch für die Wirtschaft, das soziale Miteinander und die gesamte Stadtgesellschaft.“ Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher in seiner Regierungserklärung zur Einbringung des Doppelhaushaltes 2021/2022. Auch Kultursenator Carsten Brosda plädiert im Haushaltsausschuss für Planungssicherheit für Hamburgs Kultur. „Es geht darum, Räume der Vielfalt, Orte des öffentlichen Lebens und der kulturellen und künstlerischen Inspiration zu sichern und den Künstlerinnen und Künstlern als Partner zur Seite zu stehen.“

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