Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
17.06.2021

Moin,

also wenn das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel stattfindet, so richtig vor Ort, dann ist doch alles wieder gut, oder? Und wenn die Theater und Konzerthäuser im Juli in die Spielzeitpause gehen, überbrücken wir den kulturellen Leerraum einfach zusätzlich mit dem Kultursommer Hamburg & versetzen die ganze Stadt in einen vierwöchigen Kulturrausch. Freundinnen und Freunde, Freund*innen, Freund_innen, Freund:innen, Freund.innen, Freund'innen der Kultur, es wird ein Fest!

Und wenn dann zum ersten Mal seit Dezember 2019 alles so läuft wie geplant, wir uns zum Saisonbeginn 2021/22 mit einer Saalauslastung von mindestens 80% alle wieder auf und vor den Bühnen sehen, beim Tag des offenen Denkmals im September die Stadt (neu) entdecken und Pläne wieder Pläne sind, dann... Ach, Träume sind etwas Wunderbares. 

Vor der Kulturwelle jetzt aber erst einmal die Hitzewelle! 

PLAY OUT LOUD!

Ihre Pressestelle 

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Eine Stadt im Kulturrausch - vom 15. Juli bis 16. August feiert Hamburg den Kultursommer! Unter dem Motto „Play Out Loud“ sollen Kultureinrichtungen sowie Hamburger Künstlerinnen und Künstler beim Neustart der Kultur unterstützt und in der ganzen Stadt die Vielfalt und Lebendigkeit der Kultur sichtbar gemacht werden. Rund 220 Hamburger Veranstalterinnen und Veranstalter haben sich mit unterschiedlichsten Formaten um eine Teilnahme am Kultursommer beworben. Eine unabhängige Jury hat jetzt über 100 Konzepte zur Förderung empfohlen, die im Kultursommer teils über mehrere Tage in allen Bezirken ein vielfältiges Programm anbieten werden und Kunst und Kultur zu den Hamburgerinnen und Hamburgern in die Stadtteile bringen. Seit heute können sich Künstlerinnen und Künstler für eine Teilnahme am #KultursommerHH bewerben. Zur Verfügung stehen rund 100 zusätzliche Auftrittsslots. Wir freuen uns auf einen Sommer voller #MehrKultur!

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH), das Büro grauwert und zahlreiche Kultureinrichtungen in Hamburg entwickelten im Frühjahr ein innovatives Vermittlungskonzept, um Kultur auch im Corona-Lockdown zugänglich zu machen. „Bei Anruf Kultur“ erreicht Menschen, die diese nicht live erleben können - per Telefon. Jetzt ist das neue Programm veröffentlicht! Rund 20 Museen, Sammlungen und Gedenkstätten bieten Führungen an. Am Telefon können Gruppen von 15 Interessierten einer Führung folgen und auch Fragen stellen. „Bei Anruf Kultur funktioniert wie ein Podcast, bei dem zwischendurch Fragen gestellt werden können“, erklärt Mathias Knigge vom Büro grauwert. 

Dank des großzügigen Engagements der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius können bereits zum dritten Mal sieben Stipendien für professionell arbeitende Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Hamburg ausgeschrieben werden. Die mit je 10.000 Euro dotierten Stipendien ergänzen die bestehenden Förderinstrumente der Stadt und bieten den Künstlerinnen und Künstlern in Zeiten der Corona-Pandemie eine wichtige Perspektive. Anträge können ab sofort und bis zum 9. Juli 2021 gestellt werden. „Eine wichtige Unterstützung für Künstlerinnen und Künstler, die unsere Gesellschaft durch ihre kreativen Impulse bereichern und Hamburg als Kulturstadt lebendig halten", so Kultursenator Carsten Brosda. 

Am 21. Juni um 19 Uhr lädt die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur digitalen Vorstellung des Katalogs „Das Stadthaus und die Hamburger Polizei im Nationalsozialismus“ ein. Der Katalog beschreibt die Geschichte des Gebäudekomplexes und dokumentiert zugleich die 2020 am „Geschichtsort Stadthaus“ eröffnete Ausstellung zur Hamburger Polizei im Nationalsozialismus. Die Autoren und Autorinnen Herbert Diercks, Christine Eckel und Prof. Dr. Detlef Garbe stellen Aspekte aus der Geschichte des Stadthauses vor. 

Seit 1976 hat sich Elke Westphal mit viel Leidenschaft für Hamburgs Kultur eingesetzt. Anfangs in der Pressestelle der Kulturbehörde, die letzten 15 Jahre im Theaterreferat für die Privattheater. Wir sagen DANKE für die tolle Arbeit einer großartigen Kollegin und wünschen alles Gute für die Zeit ohne Verwaltung, aber mit hoffentlich viel Kultur! Wir hätten da noch drei Fragen...

1. Wie hat sich die Arbeit in der Kulturbehörde über die Zeit verändert?

Schwierig, darauf kurz zu antworten…. Heute gibt es oft eine kaum zu bewältigende Verdichtung der Arbeit, deutlich mehr Bürokratie. Damals arbeiteten wir mit Papier, Diktiergerät und Telefon. Zweimal täglich wurde die Post in grünen Behördenmäppchen gebracht. Briefe wurden mit einem Brief beantwortet, den man diktierte und der dann in einem Schreibbüro mit Durchschlag getippt wurde. Aus heutiger Sicht alles unendlich langsam! Aber damals fühlte es sich nicht langsam an und alle haben auch damals mit unglaublich viel gemeinsamen Engagement und Herzblut für die Kultur gearbeitet!

2. Was war Ihnen bei der Arbeit in der Kulturbehörde immer besonders wichtig?
Immer im Blick zu behalten, wofür ich arbeite: Kulturschaffende und Institutionen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, damit die Stadt lebendig, tolerant und lebenswert bleibt. Aber auch ein gutes Betriebsklima in der Behörde. Für beides muss man arbeiten. Für die Kultur sind außerdem die politischen Rahmenbedingungen und die Unterstützung von vielen Seiten nötig. Im Theaterbereich, der mir schon immer sehr am Herzen lag, ist in den 15 Jahren glücklicherweise Einiges möglich geworden und darüber bin ich sehr dankbar. Aber auch hier gibt es - wie überall - noch immer viel Luft nach oben! 

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Am liebsten kein Wort über Corona und Beschränkungen, sondern nur von glücklicher Aufbruchsstimmung und einer neuen Lust auf Kultur, die bei allen Menschen in der Stadt spürbar ist.

Gern gesehen:

THE GATE, ein Kunstspaziergang mit Audiothek in der HafenCity | Bis September können Hamburgerinnen und Hamburger & Besucherinnen und Besucher sich mit Hamburgs Identität anhand des bekannten Image-Slogans vom „Tor zur Welt“ beschäftigen. Die zweiteilige Ausstellung, bestehend aus Kunstspaziergang und Audiothek mit Podcast-Reihen, macht sich die Deutungsvielfalt der Metapher zunutze und folgt ihren Spuren dort, wo sich die Stadt mit sich selbst befasst: in der HafenCity.

Was instand gesetzt werden soll:

Crowdfunding-Aktion für Hamburgs ältesten Mühlenstandort! Um dieses wunderbare Kulturdenkmal erhalten zu können, braucht es für die Instandsetzung neben dem bereits vorhandenen Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort noch Spendengelder, damit die Ko-Finanzierung aus Bundesmitteln und Hamburger Mitteln gelingen kann! Mehr Infos zum Crowdfunding gibt's hier. 1318 wurde der Mühlenstandort Riepenburger Mühle erstmals erwähnt. Der heutige Galerieholländer „Boreas“ stammt aus dem Jahr 1828 und ist Hamburgs einzige Mühle, die das Label „immaterielles Kulturerbe der UNESCO“ tragen darf. Sie ist eine von bundesweit noch ungefähr 50 (und von ehemals ca. 50.000 Mühlen), die die Antriebstechniken Wind- und Wasserkraft nutzen, und wird heute als Lehrmühle genutzt. 

Wer neu kontextualisiert werden muss!

Bismarck! Heute Abend (19 Uhr) findet digital ein Workshop zum Thema „Bismarck. Bismarck? Wer wird hier eigentlich geehrt? Verschiedene Perspektiven auf die politische Person Otto von Bismarck“ statt. Die Behörde für Kultur und Medien lädt unterschiedliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu einer Diskussion über die Neu-Kontextualisierung des weithin sichtbaren denkmalgeschützten Standbilds ein. Den Sommer über finden drei weitere öffentliche Workshops statt, die sich der Neu-Kontextualisierung des Bismarck-Denkmals widmen. „Ausgehend vom Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark sollen sich Hamburgerinnen und Hamburger, Besucherinnen und Besucher zukünftig mit Hamburgs kolonialer Vergangenheit auseinandersetzen können und vor Ort aufgefordert werden, die eigene Wahrnehmung kritisch zu hinterfragen", so Carsten Brosda.

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Behörde für Kultur und Medien
Pressestelle
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

www.hamburg.de/bkm

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