Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
30.06.2021

Moin,

tanzen wie die englischen Fußballfans gestern nach dem 2:0 gegen die deutsche Nationalmannschaft im Wembley-Stadion? Das ist ab Freitag unter freiem Himmel und unter Auflagen wieder möglich! Maximal 250 Personen, negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen dürfen bei Tanzveranstaltungen zusammenkommen und dem körperlichen Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Was unterdessen nicht mehr frei laufen darf sind alkoholische Kaltgetränke im Stadtpark an Freitagen und Samstagen zwischen 21 und 6 Uhr. Gut, dass nicht nur im Rahmen des Kultursommers zahlreiche Open Air Veranstaltungen geplant sind, bei denen jetzt die Stühle beiseitegeschoben werden können und wir die Tanzlust ausleben können! 

Und sonst? Wir wünschen den staatlichen Konzert- und Theaterhäusern eine erholsame Spielzeitpause und freuen uns auf das, was dann nach dem Sommer kommt. Der Monat Juni war ein kurzer, aber wundervoller Vorgeschmack und wir hoffen sehr, dass wir gemeinsam in eine Spielzeit gehen können, deren Angebot uns berauscht und frei von Corona-Ausfällen ist. 

Alles Liebe!
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Politische Bildung und Kunst sind bekanntlich ziemlich verschieden – erstere kennt ein Überwältigungsverbot, letztere nahezu ein Überwältigungsgebot. Und doch sind laut dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung Thomas Krüger beide „Modernisierungspraktiken“, die neue Weltzugänge ermöglichen. Aber wie gelingt es der Kunst und der politischen Bildung vielfältige Zielgruppen zu erreichen und damit ihre gesamtgesellschaftliche Relevanz zu stärken? Und was hat „Forsthaus Falkenau“ oder „Berlin Tag und Nacht“ damit zu tun? Das loten Thomas Krüger und Carsten Brosda im Gespräch aus.

Der Senat hat einen Fonds für kreative Zwischennutzung in Höhe von rund neun Millionen Euro beschlossen, um Hamburgs Kreativen geeignete Räume für Produktion, Präsentation und Handel anzubieten und gleichzeitig den sich im Wandel befindenden Einzelhandel zu stärken. Finanzbehörde und Behörde für Kultur und Medien haben gemeinsam mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft und dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) das Förderprogramm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung“ entwickelt. Ziel ist es, kulturelle und kreative Zwischennutzungen von leerstehenden Einzelhandelsflächen zu ermöglichen – von der Kunstausstellung bis zum Pop-up-Store. Und das zu sehr günstigen Konditionen um gleichzeitig Leerstandskosten zu minimieren. Quartiere werden attraktiver, vielfältiger und belebter, Kreative und ihre Arbeiten und Angebote werden sichtbarer. Vor allem werden ihre Potentiale für eine positive Stadtentwicklung aufgezeigt. „Die Zukunft gehört den Stadtquartieren, die einen guten Mix aus Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Kultur bieten. Mit dem Fonds Frei_Flächen wollen wir Leerstand beenden und einen Weg aufzeigen zu einer kreativen und lebendigen Entwicklung unserer Stadt", so Carsten Brosda. 

Einen prominenten Teil des Kultursommers gestaltet ART OFF HAMBURG, die Initiative selbst verwalteter Künstler- und Künstlerinnenhäuser und Ausstellungsorte. Vom 30. Juli bis 5. September bietet ART OFF HAMBURG Spaziergänge zwischen mehr als 20 Ausstellungsorten an, um den öffentlichen Raum künstlerisch neu zu beleben. „Die freien Kunstorte gehören zur kulturellen DNA Hamburgs. Ihr Beitrag ist ein wichtiger Teil des Kultursommers. Für Hamburgerinnen und Hamburger ist das die Gelegenheit für eine kulturelle Wiederentdeckung ihrer Stadt nach dem Lockdown. Der ART OFF HAMBURG Kultursommer wird sicher ein Highlight im Kultursommer-Programm“, so Carsten Brosda. Ein spartenübergreifendes Programm, das im Umfeld der Häuser und auf den Spazierwegen stattfindet, vereint Kunst, Musik, Theater und vieles mehr.

1. Der Senat hat einen Fonds für kreative Zwischennutzungen in Höhe von rund neun Millionen Euro beschlossen. Mit dem Programm „Frei_Fläche: Raum für kreative Zwischennutzung” sollen leerstehende Einzelhandelsflächen zu sehr günstigen Konditionen an Kreative vermittelt werden. Welche Chance bietet das für die Entwicklung der Stadt? 
Ich sehe zwei Chancen: die erste ist, dass Zwischennutzungen für alle Beteiligten zu einer selbstverständlichen Routine werden, weil alle verstanden haben, welche Vorteile darin liegen. So gäbe es stets ein ausreichendes Angebot an sehr preiswerten Flächen, was die Nutzer*innen nicht vor existenzielle Probleme stellt, wenn eine Zwischennutzung endet, weil die nächste schon wartet. Die zweite ist, dass die Potentiale einer kreativen Stadt sichtbar und die spill-over-Effekte dieser Nutzungen wirksam werden. Und ein Konsens auch mit den Vermieter*innen entstehen kann, dass solche Nutzungen vielleicht ein Verlust an Rendite, aber einen Gewinn für das Gemeinwesen Stadt bedeuten können.

2. Gibt es konkret eine Fläche, die Sie persönlich ganz besonders spannend für eine kreative Zwischennutzung finden? Wenn ja, weshalb? 
Zu erleben wie die großen Einheiten Karstadt Sport, Galeria Kaufhof und Commerzbank sich für 18 Monate verwandeln, fände ich sehr spannend. Aber es geht auch um die Rand- und Streulagen, wo kleinteilige, lokale Strukturen wiederbelebt werden können. 

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?

  1. Hamburger Kinos trotzen der Sommerpause, Tickets finden reißenden Absatz.
  2. Kreativwirtschaft als der Treiber für die Entwicklung der Stadt anerkannt.
  3. Eissalons sind der 12. Teilmarkt der Kreativwirtschaft. Hamburgs Eismacher entwickeln daraufhin jede Woche eine neue Sorte. 
  4. Urban Art-Netzwerk zieht vorübergehend in den Karstadt Bergedorf ein. Frei_Fläche erfolgreich angelaufen.

Gern' teilnehmen:

In diesem Jahr findet das scoopcamp bereits zum 13. Mal statt und bringt vom 15. bis 16. September im designxport Hamburg zwei Tage lang Journalistinnen und Journalisten, Content-Pionierinnen und Innovatoren aus aller Welt in der Medienmetropole zusammen. Während am 16. September die aktuellen Trends und Herausforderungen, die der digitale Wandel im Journalismus mit sich bringt, im Fokus stehen, beginnt das Branchenevent am 15. September mit einem Fachtag zu der Frage, wie Journalismus junge Zielgruppen erreichen kann und wie sich Nachrichtenkompetenz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fördern lässt. Alle Vorträge und Panels stehen nach Anmeldung im Livestream zur Verfügung, für den Besuch vor Ort können ab sofort Tickets erworben werden. 

Womit sich eine Fahrt garantiert lohnt:

Mit dem historischen Omnibus zum Hafenmuseum Hamburg! Ab dem 3. Juli fährt die Sonderbuslinie 856 wieder an den Wochenenden und ermöglicht eine mehr als angenehme Fahrt im Bus von 1985 ins Hafenmuseum, in dessen Schaudepot fast 10.000 Objekte zu den Themen Hafenarbeit, Güterumschlag, Schiffbau und Revierschifffahrt nicht nur zu sehen, sondern auch mit allen Sinnen zu erleben sind. Fahrplan und Tickets gibt's natürlich beim HVV. 

Wo sich ein Besuch ebenfalls lohnt:

Statten Sie Ihrem Lieblingskino doch wieder einmal einen Besuch ab. Ab morgen öffnen die Hamburger Kinos nach der pandemiebedingten Schließung endlich wieder und versorgen uns mit jeder Menge Film-Highlights! 

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Hohe Bleichen 22
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