Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
12.08.2021

Moin,

erinnern Sie sich noch an Frederick? Frederick, das ist eine kleine Maus, die für die grauen Tage des Winters Sonnenstrahlen und Farben sammelt. Solche Tage dürfen gerne, da sind wir uns sicher alle einig, noch lange lange fernbleiben. Wir hatten genug solcher Tage, wir sind ihrer allesamt müde. Der Elefant im Raum aber, die elende steigende Inzidenz, erinnert mahnend an sie. Solange wir es aber vor- und umsichtig anstellen und der Hamburger Himmel zumindest ausnahmsweise ein bisschen mitspielt, finden wir sicher noch etwas, das es wert ist gesammelt zu werden. Kopf und Herz eingeschaltet gilt es, nun wie eigentlich immer, das Hier und Jetzt auszukosten. Denn auch wenn man das vom Sommer nur zaghaft behaupten mag, so dauert zumindest der Kultursommer Hamburg noch ein kleines Weilchen an. Am Sonntag dann findet jedoch das Abschlusskonzert auf dem Rathausmarkt statt. Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg spielt unter Kent Nagano eine „Hommage à Jacques Offenbach“  - gleichzeitig Saisonstart des Orchesters und Abschied vom Kultursommer. Dafür, wie für viele andere große und kleine Veranstaltungen, gibt es sogar noch Karten. Das gesamte Programm finden Sie hier. Auch auf die letzten Tage lohnt es sich, versprochen. 
Und selbst wenn dieses Programm endet, gibt es trotzdem weiterhin viel zu entdecken - Kultureinrichtungen starten in die neue Spielzeit, Festivals wie das Reeperbahn Festival, das Harbour Front Literaturfestival und das Filmfest Hamburg stehen an und im Januar dann wird die Elphi sogar schon fünf und so ein Geburtstag will gebührend zelebriert werden.
Lassen Sie uns also, wenn Sie mögen, ein bisschen wie Frederick sein und sammeln, was es zu sammeln gibt. Licht, Farben, Musik, Spiel, Bewegung - alles wunderbare, was die Kulturlandschaft Hamburgs zu bieten hat. Das Grau kommt noch früh genug, so oder so. Noch ist es aber nicht da.

Es grüßt
Ihre Pressestelle!

Formular wird geladen ...

Stiftung Denkmalpflege und das Denkmalschutzamt laden Sie auf eine Entdeckungsreise ein. Vom 10. bis 12. September findet der diesjährige Tag des offenen Denkmals statt – endlich auch wieder mit spannenden Live-Einsichten in Denkmäler, die sonst oft für Besucherinnen und Besucher verschlossen sind. Zahlreiche Denkmaleigentümerinnen und -eigentümer öffnen dieses Jahr unter dem Motto „100 Jahre Denkmalschutzgesetz für Hamburg“ für Sie die Türen. An vielen Orten in der Stadt liegt jetzt auch das gedruckte Programm aus, beispielsweise in Bücherhallen und Bezirksämtern. Darin finden sich 100 Jahre auf 100 Seiten, mit mehr als 150 Veranstaltungen. Das digitale Programm, mit zahlreichen weiteren interessanten Beiträgen, wird zudem am 10. September 2021 um 11 Uhr freigeschaltet unter www.denkmaltag-hamburg.de.

Zusammen mit der Hamburgischen Kulturstiftung, dem Berufsverband bildender Künstler*innen und dem Landesmusikrat Hamburg vergibt die Behörde für Kultur und Medien dieses Jahr einmalig 550 Hamburger Zukunftsstipendien á 6.000 Euro. Diese sollen freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern dreier Sparten dabei helfen, auch in der aktuellen Situation ihren Beruf ausüben zu können und sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Davon profitieren nicht nur sie, sondern wir alle - ist es doch, wie Kultursenator Carsten Brosda sagt: „Sie bereichern mit ihrer Kunst unser Leben“. 350 Stipendien gehen an den Bereich Bildende Kunst und je 100 an die Literatur und die Musik. Die Bewerbungsphase endet am 31. August, bis dahin sind die Ausschreibungen hier zu finden: Bildende Kunst und Literatur: www.kulturstiftung-hh.de/zukunftsstipendien; Musik: www.lmr-hh.de. 

1. Wofür steht INTRO und weshalb ist es von Bedeutung?
Das Programm INTRO ermöglicht Künstler:innen, die ihre Herkunftsländer verlassen mussten, eine ‚Einführung‘ in die Hamburger Kulturlandschaft. Im Tandem mit einer Kulturinstitution, einem Kollektiv aus der freien Szene oder einem Stadtteilkulturzentrum konnten diese sich um ein Stipendium bewerben. Dieses ermöglicht ihnen für ein Jahr die Arbeitsweisen ebendieser Kulturorte kennenzulernen, sich zu vernetzen und Auftrittsmöglichkeiten für eigene Produktionen zu haben. Darüber hinaus bieten wir ein Begleitprogramm an, welches die Teilnehmenden dafür wappnet, eigenständig als Künstler:innen in Deutschland zu leben, heißt sich von erstmal komplex scheinenden Förderprogrammen oder steuerrechtlichen Themen nicht abschrecken zu lassen und einfach loszulegen.  

2. Was sind Ihre persönlichen Hoffnungen und Wünsche für das Programm?
Mein Wunsch - und im ersten Durchgang auch ein sichtbar gewordenes Ergebnis - ist, dass INTRO eine reale Chance bietet, einerseits oft fehlende Zugänge zur Kulturlandschaft zu schaffen und gleichzeitig den Künstler:innen Zeit und Raum zu geben, mit professioneller Unterstützung an eigenen Projekten zu arbeiten. Zudem wünsche ich den Kultureinrichtungen, sich noch ein bisschen mehr für Arbeitsweisen und Themen der neu in Hamburg Angekommenen zu öffnen: Denn Öffnung bring häufig Inspiration!  

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Im nächsten Newsletter möchte ich von der zufälligen Entdeckung eines doppelten Bodens in der Hamburger Innenstadt durch Archäologinnen lesen, der sich als ein Park, in dem es nie regnet, mit genug Platz für alles, was die vielfältigen Herzen begehren, entpuppt -  Freiluft-Arenen, Galerien, Zirkusse, Lichtinstallationen und Tanzplätze. Das bislang unentdeckte Phänomen eines ganzjährigen Kultursommers. 

Gern besuchen:

An vier zentralen Orten in der Stadt ist seit gestern die Plakatausstellung des Anfachen Awards V zum Thema Demokratie zu bewundern! Aus weit über anderthalbtausend Einreichungen aus 46 Ländern wurden 25 Siegermotive ausgewählt, die nun vor der Hamburger Kunsthalle, in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg, in der Kirchenallee hinter dem Hauptbahnhof und neben der Reesendammbrücke bestaunt werden können - vier der Gewinnerinnen und Gewinner stammen sogar aus Hamburg! Also nichts wie hin, die Ergebnisse des renommierte Plakatwettbewerb anschauen und sich zum Nachdenken anregen und inspirieren lassen - es lohnt sich ganz sicher.

Wo sich ein Besuch ebenfalls lohnt:

Kunst unter freiem Himmel gibt’s auch beim Kultursommer: Das Kunstprojekt #MeetFrida zeigt auf Art Walks Kunst im öffentlichen Raum. Vom 10. bis 20. August zeigt MeetFrida im Rahmen des Kultursommers zehn Werke ausgewählter Künstlerinnen und Künstler nach dem Motto „Kunst statt Werbung“ auf großformatigen Plakaten in vier Stadtteilen: Schanzenviertel/St. Pauli, Harvestehude, Innenstadt und Altona/Othmarschen. Dadurch werden Outdoor-Galerien auf Zeit geschaffen und Kunst niedrigschwellig erlebbar gemacht. Mithilfe einer digitalen Karte können Interessierte die Outdoor-Gallery erkunden und neben den Kunstplakaten offene Ateliers, die Augmented Reality Ausstellung der MeetFrida ARt Gallery sowie Street Art entdecken.

Wo sich ein - digitaler - Besuch außerdem lohnt:

Die kritische Aufarbeitung der global verflochtenen kolonialen Geschichte und ihrer Folgen gehört wohl zu den wichtigsten erinnerungspolitischen Aufgaben unserer Zeit. Die weltweiten Debatten und Proteste zum Umgang mit kolonial-belasteten und rassistischen Denkmälern haben auch eine Auseinandersetzung mit dem Hamburger Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark erreicht. Die Behörde für Kultur und Medien lädt deshalb heute, 12. August um 19 Uhr, verschiedene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, parallel zur laufenden Sanierung des Monuments, zu einem weiteren Workshop im Rahmen des Prozesses zur Neu-Kontextualisierung ein. Wer mag, kann digital dem englischsprachigen Workshop folgen, der Zugang ist frei via Zoom.

Gern reinhören:

... in den Podcast „Lakonisch Elegant“ von Deutschlandfunk Kultur. Heute Abend nämlich wird dort eine neue Folge mit Carsten Brosda veröffentlicht. In dieser, moderiert von Hosts Christine Watty und Emily Thomey, sprechen er und Musikerin Onejiru sowie Regisseur Neco Çelik über die derzeit keineswegs unbeschwerte Situation innerhalb der Kulturszene - man darf also gespannt sein!

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - 
Folgen Sie uns auf Twitter
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Impressum
Behörde für Kultur und Medien
Pressestelle
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

www.hamburg.de/bkm

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch