Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
26.08.2021

Moin,

gestern Abend haben wir bei der elften Verleihung der Hamburger Club Awards den Ehrenpreis erhalten – WIR, die Behörde! Nach Einschätzung des Vorstands trägt die Arbeit der Behörde und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Förderprojekten, wie dem Club-Rettungsschirm, der Outdoor-Förderung 2020 und dem Kultursommer maßgeblich dazu bei, dass Clubkultur in Corona Zeiten noch eine Überlebenschance hat. Wir freuen uns wahnsinnig über diese Auszeichnung und setzen uns weiterhin dafür ein, dass die für Hamburg so wichtige Clubkultur durch diese herausfordernde Zeit kommt. Wie Kultursenator Carsten Brosda treffend sagte: „Das was am meisten gefehlt hat, war der Exzess."

Und obwohl ganz viel Kultur schon wieder möglich ist, wir mit dem Kultursommer Hamburg einen vierwöchigen Kulturrausch erleben durften und voller Vorfreude sind auf die Spielzeit 2021/22, der Exzess fehlt noch immer! So mussten wir gemeinsam mit dem Senat auch die zweite Auszeichnung entgegennehmen: den Negativpreis Die zerbrochene Gitarre, den die Stadt Hamburg für das Tanzverbot in der Corona-Eindämmungsverordnung erhalten hat. So viel Dialektik war selten. Wir nehmen den Ehrenpreis als Ansporn, weiter alles dafür zu tun, gemeinsam die Kultur gut durch diese Zeit zu bekommen. Das Splittern der Gitarre wird uns weiter mahnend im Ohr klingen, auch bei den folgenden Eindämmungsverordnungen möglichst nur das zu machen, was pandemisch wirklich notwendig ist. Dass wir dabei teilweise auch Neuland betreten müssen und es aktuell vor allem darum geht, zusätzliche Möglichkeiten zu schaffen, erklärte Carsten Brosda im Interview mit der Zeit und dem Abendblatt.

Damit sich Menschenmengen aus epidemiologischer Sicht wieder gut anfühlen und wir Teilhabe am öffentlichen Leben, weit über Kulturangebote hinaus wieder voll ausleben können, braucht es vor allem aber mehr geimpfte Personen. „Dies ist der sicherste Weg, um wieder in einen halbwegs sicheren kulturellen Betrieb hineinzufinden", so Carsten Brosda. Eine tagesaktuelle Übersicht über Impfmöglichkeiten finden Sie hier.


Unerschütterliche Zuversicht wünscht
Ihre Pressestelle! 

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Zum elften Mal verlieh das Clubkombinat mit Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien am gestrigen Mittwoch im Schrødingers am Schanzenpark den Club Award. Der Preis würdigt Musikclubs und Veranstalterinnen und Veranstalter für herausragende Leistungen in Hamburgs Livemusikszene im zurückliegenden und aktuellen Jahr. Die Preisverleihung fand vor geladenen Gästen aus Politik, Kreativwirtschaft, Musik- und Clubszene erstmalig im Sommer und unter freiem Himmel statt. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten vor Ort war das Award-Programm als Livestream der breiten Öffentlichkeit zugänglich, um in diesen besonderen Zeiten ein wichtiges Zeichen zur öffentlichen Wahrnehmung der Hamburger Clubkultur zu setzen. Der Stream ist online verfügbar. 

In dieser Folge stellen wir die Leitung zum Bernhard-Nocht Institut her und verknüpfen damit Virologie und Politik. Carsten Brosda spricht mit Jonas Schmidt-Chanasit. Nach einem luftig-lockeren Start mit dem Song „The Girl from Ipanema“ (1963) geht es ums große Ganze und den Blick ins Detail. Wie ist der globale Blick mit lokaler Politik zu vereinen? Wann handeln wir mit Zitronen? Wann werden die Grenzen des eigenen Blicks offenkundig und wie sind sie zu überwinden? Und zu guter Letzt: Warum ist die Zucht von Bunthörnchen wirklich nicht empfehlenswert?  

Corona hat vielen Kreativschaffenden das Geschäft vermiest. Den Theatern fehlten die Zuschauerinnen und Zuschauern, Autorinnen und Autoren mussten auf Lesungen verzichten, an Konzerte war lange Zeit gar nicht zu denken. Seit Beginn der Lockerungen kommt auch das kulturelle Leben zurück nach Hamburg. Trotzdem sitzt der Schock tief, die Verunsicherung bleibt. Das Angebot der Hamburg Kreativ Gesellschaft: Eine kostenfreie Academy, die Kreativschaffenden über sechs Monate dabei hilft, digitale Standbeine zu entwickeln, die das Potential haben, auch während eines Lockdowns zu funktionieren. Persönliche Mentorinnen und Mentoren, Workshops, Impulsvorträge und eine Lernplattform unterstützen Kreativschaffende dabei, zu erkennen: Wie und an welcher Stelle macht ein Mehr an Digitalisierung für das Unternehmen Sinn? Wie kann eine digitale Unternehmensstrategie aussehen? Welche Angebote könnten entwickelt werden? Noch bis zum 31. August bewerben und von Oktober bis April Teil der Creative Future Academy werden. 

1. Weshalb ist die Umbenennung von Straßen als Bestandteil einer geschichtlichen Aufarbeitung in Ihren Augen so wichtig?
Die Umbenennung von Straßen führt Anliegern, örtlichen Politikern und Bürgervereinen und nicht unmittelbar beteiligten Passanten vor Augen, dass die Aufarbeitung der Geschichte ein dauernder Prozess ist, der auch Wandlungen unterworfen ist. Verdienste lokaler Ortsgrößen oder medizinischer Forscher treten in den Hintergrund vor der Rolle, die sie ihrer Zeit als Anhänger oder Förderer der NS-Herrschaft oder - ideologie gespielt haben. Das befördert Diskussionsprozesse in der Gesellschaft , wie sich bei der Umbenennung der Frenssenstraße in Anne-Frank-Straße in Blankenese in den 80-er Jahren gezeigt hat, als 400 Bürger der Aula der benachbarten Schule heftig stritten mit dem örtlichen bezirklichen Ausschuss.

2. Wie verstehen Sie Ihre Rolle als Kommissionsmitglied und was bedeutet Sie Ihnen?
Ich verstehe meine Rolle zunächst als Fachmann, der als Bezirksamtsleiter von Altona Straßenumbenennungen mitgestaltet hat - z.T. aus heutiger Sicht unzulänglich, wie die Georg-Bonne-Straße zeigt. Dann als zuständiger Staatsrat in der Senatskommission zur Benennung von Verkehrsflächen von 1996 bis 2001. Schließlich als jemand, dem in Vorträgen, als VHS-Dozent, in Stadtteilrundgängen und in Beiträgen zur Lokalgeschichte die Aufarbeitung der NS-Geschichte in Hamburg und seinen Stadtteilen wichtig ist.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Etwas zum Umgang mit dem kolonialen Erbe in Hamburg und zu Stätten der Zwangsarbeit in Hamburg.

Gern' besuchen:

Hin da! Das Festival „48h Wilhelmsburg" geht dieses Jahr in die zwölfte Runde: In diesem Jahr aufgrund von Corona nicht wie geplant im Juni, aber aufgeschoben ist in diesem Kultur-Fall nicht aufgehoben. Vom 3. bis 5. September bespielen Bands und Musikerinnen und Musiker Orte des Alltags und Nachbarinnen und Nachbarn kommen zusammen, erleben Vielfalt und Solidarität. Feiern zusammen, entdecken neue Orte und hören Musik von der sie manchmal gar nicht wussten, dass es sie gibt. #48hwilhelmsburg

Wo sich ein Besuch ebenfalls lohnt:

Die Hamburger Kunsthalle zeigt die Ausstellung TOYEN | TOYEN, eigentlich Marie Čermínová ist einzigartig unter den starken Frauen, die im  Herzen des Surrealismus arbeiteten. Die erste monografische Vorstellung der Künstlerin präsentiert über 300 Exponate aus allen Schaffensphasen, darunter etwa 120 Gemälde, sowie Zeichnungen, Illustrationen und Druckgraphiken, Collagen, illustrierte Bücher und eine Vielzahl von persönlichen Dokumenten und Fotografien, die das außergewöhnliche Leben nacherleben lassen. #MEETTOYEN

Wo sich ein Besuch außerdem lohnt:

„Hauptsache Frei" - das Festival der Darstellenden Künste Hamburgs | 2015 gegründet, bildet das Festival Jahr für Jahr eine Plattform für die Künstlerinnen und Künstler der Hamburger Freien Szene und lädt aus dem ganzen Bundesgebiet Fachleute der Szene zum Austausch und Vernetzung nach Hamburg. Vom 25.8. bis 4.9. wird das Festival zu einer Plattform für künstlerische Produktionen, zeitgenössische Strömungen, ästhetische Neuerungen, gesellschaftspolitische Diskurse und wissenschaftliche Impulse. #hauptsachefrei


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