Eine Collage mit unterschiedlichen Motiven aus Hamburgs Kulturlandschaft wie z.B. der Elbphilharmonie oder der im Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellten ehemaligen Spiegel-Kantine.
08.09.2021

Moin,

viele Veranstalterinnen und Veranstalter fragen sich wohl dieser Tage „Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein?", wenn sie an die 2G/3G-Option denken. Manch eine oder einer wünscht sich eine klare Vorgabe – die dann aber ganz sicher auch nicht allen gefällt. Insofern ist gut, dass dieses Modell als Option gesehen wird. Man kann sie nutzen, muss es aber nicht und man kann es auch mal so und mal so machen. Nicht jede Veranstaltung ist gleich und die Besucherinnen und Besucher haben auch ein unterschiedliches Bedürfnis mit welchem Modell sie sich wohl fühlen um sich ganz auf Kunst- und Kulturerlebnisse einlassen zu können. Es bleibt schwierig! Und es bleibt Danke zu sagen, für Inhalte & Ideen, gute Konzepte, fürs Abwägen und Umplanen, Kritik aushalten und austeilen und für's Durchhalten! 

Morgen startet das HarbourFront Literaturfestival und um es mit dem Titel von Heinz Strunks neuem Buch zu sagen: „Es ist immer so schön mit dir". Das Festival holt die Welt der Literatur an den Hamburger Hafen. Hin da und bis zum 24. Oktober literarisch berauschen lassen! 

Apropos Hafen: Das größte Containerschiff der Welt kommt heute Abend nach Hamburg. Auch wenn wir eher beim Gedanken an ausverkaufte Kulturorte ausflippen, ein bisschen aufregend ist es schon, weil Einparken will ja gelernt sein. 

Herzliche Grüße 
Ihre Pressestelle! 

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Hamburg wurde von Kaufleuten und Reedern geprägt, die über Jahrhunderte Waren wie Zucker, Baumwolle oder Tee von anderen Kontinenten importierten. Dieser Handel war auch durch ökonomische und ökologische Ausbeutung anderer Kontinente geprägt und ging oft einher mit brutaler Gewalt und massiven Menschenrechtsverletzungen, bis hin zu Genoziden. Die Spuren eben dieser Kolonialgeschichte finden sich bis heute im Stadtbild, unter anderem in über 130 Straßennamen. Wie ist nun umzugehen mit diesen Verkehrsflächen, die nach kolonial-belasteten Personen oder Orten benannt worden sind? Um dem nachzugehen lädt das Staatsarchiv Hamburg am 16. und 17. September zu einem Symposium ein.

Die Behörde für Kultur und Medien und die Behörde für Schule und Berufsbildung der Freien und Hansestadt Hamburg schreiben zusammen mit der Stadtteilschule Mümmelmannsberg und dem Verein „Ateliers für die Kunst“ ein Atelier-Stipendium für Hamburger bildende Künstlerinnen und Künstler aus. Die Stipendiatin bzw. der Stipendiat kann ein ca. 70 Quadratmeter großes Arbeitsatelier im Schul- und Bildungszentrum Mümmelmannsberg nutzen und erhält zusätzlich von der dortigen Stadtteilschule für die Dauer des Stipendiums einen monatlichen Materialkostenzuschuss in Höhe von 125 Euro. Ergänzend fördert die Behörde für Kultur und Medien mit einem einmaligen Katalogzuschuss in Höhe von 2.500 Euro. Das Stipendium wird mit einer Laufzeit von zwei Jahren vergeben und startet am 15. November 2021.

Welche künstlerischen Interventionen hinsichtlich des Bismarck-Denkmals im Alten Elbpark wären möglich, notwendig und angemessen und wie könnte ein dekolonisierendes Vermittlungskonzept für das Monument aussehen? Diesen Fragen gehen am Donnerstag, 16. September 2021, um 19 Uhr international renommierte Künstlerinnen und Künstler, Kunstkollektive sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf Einladung der Behörde für Kultur und Medien nach. Die Moderation übernimmt Dr. Lynda Chinenye Iroulo, das Podium wird besetzt von Prof. Dr. Margit Kern, Prof. Elizabeth Sikiaridi, Prof. Frans Vogelaar, Dior Thiam, Georges Adéagbo, Joiri Minaya, Thomas Tode, Birgit Dunkel sowie Yolanda Gutiérrez. Dem englischsprachigen Workshop, der der dritte einer Reihe von vier ist, kann digital und ohne Anmeldung via Zoom gefolgt werden.

Vergangenes Wochenende ging es unter dem Motto „SO’nNTag“ mit einem Fest auf dem Vorplatz der Zentralbibliothek der Bücherhallen los - ihre Türen wurden erstmalig feierlich an einem Sonntag geöffnet. Das klassische Bibliotheksgeschäft wie Ausleihe und Rückgabe wurde bereits umfassend automatisiert, so dass nun auch sonntags Medien ausgeliehen werden können. Aber nicht nur dass ist es, was diese Öffnung so erfreulich und bereichernd macht, denn wie Senator Carsten Brosda sagt: „Die Bücherhallen haben sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem Ort entwickelt, an dem man sich einfach gerne aufhält. Hier kann man in einer Fülle von Medien schwelgen und sich inspirieren lassen, Leute treffen, oder auch einfach nur einen Kaffee trinken.“ Also auf zum Sonntagspläuschchen in die Bibliothek!

1. Was erhoffen Sie sich von der neuen Sonntagsöffnung der Zentralbibliothek der Bücherhallen?
Bibliotheken sind Treffpunkte, Lernorte und manchmal auch Orte, um gemeinsam und trotzdem für sich zu sein. Natürlich kann man auch Medien ausleihen oder lesen. Warum sollten wir gerade an dem Tag, der sich für all diese Dinge besonders anbietet, unsere Türen geschlossen halten? Ich erhoffe mir, dass wir viele Menschen erreichen, die nach einem Besuch bei uns viele unerwartete Anregungen mit nach Hause nehmen. 

2. Was macht für Sie den besonderen Reiz von Bibliotheken aus in einer digitalisierten Welt?
Bibliotheken sind schon ziemlich lange ziemlich digital. Natürlich können Sie bei uns Bücher, Zeitschriften, Hörbücher physisch wie digital nutzen, Sie müssen sich nicht festlegen. Aber der besondere Reiz von Bibliotheken ist die Verbindung des Haptischen mit der digitalen Welt. Ein vorgeführter humanoider Roboter wird Sie anders beeindrucken als ein digitales Tutorial. Beides könnten Sie in unserem Robolab erleben und das gilt für viele unserer Veranstaltungen. 

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Ich würde mir wünschen, dass Sie vom Hamburger Ratschlag Stadtkultur vom 04. bis 10. November berichten. Kann Stadtteilkultur die Welt retten? Die Antwort auf diese Frage wäre doch einen Bericht wert!

Gern' entdecken:

Tag des offenen Denkmals 2021 | Am Wochenende zeigt Hamburg seine ganze Denkmalvielfalt. Mit dem Motto „100 Jahre Denkmalschutzgesetz für Hamburg" wirft der diesjährige Denkmaltag in Hamburg einen Blick zurück auf die Bewahrung des gebauten Erbes und lädt alle Interessierten mit einem vielfältigen Corona-konformen Programm aus Rundgängen, Vorträgen, Kultur- und Familienangeboten sowie zahlreichen digitalen Beiträgen dazu ein, Hamburgs Denkmäler und die Geschichten drum herum zu entdecken. Auf der Website der Stiftung Denkmalpflege Hamburg gibt's das digitale Programmheft sowie tagesaktuelle Aktualisierungen. Viel Spaß beim Entdecken von Hamburgs ersten Denkmälern in den Vier- und Marschlanden, Stadtbaukunst der Moderne, Hamburgs Welterbe oder jungen Bauten der 1980er Jahre! 

Wo sich ein Besuch lohnt:

Ein bisschen müssen wir uns noch gedulden, bis wir uns in den Deichtorhallen gemeinsam mit dem amerikanischen Künstler Tom Sachs und seinem Team auf eine interstellare Mission, dem SPACE PROGRAM: RARE EARTHS (SELTENE ERDEN) begeben können. Am 18. September 2021 wird die Ausstellung mit einer Space Mission eröffnen. Um dieser 12-stündige Marathon-Activation mit Tom Sachs und seinem Studioteam beizuwohnen, können Sie hier Tickets kaufen. Und vielleicht hat Corona es ja noch nicht ins All geschafft!!


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Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

www.hamburg.de/bkm

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