Logo Kulturrausch Hamburg in bunten Farben
17.11.2021

Moin,

„warum macht der Mensch so viel Blödsinn in der Welt, obwohl er eigentlich intelligent ist?", fragte der Künstler Emmanuel Peterfalvi im letzten Newsletter. So recht will uns darauf keine Antwort einfallen. Der Duden definiert Blödsinn als Unsinn, sinnloses, törichtes Reden oder Handeln. Töricht wiederum wird u.a. definiert als unklug, unvernünftig. Was aber, wenn sich das eigene Handeln so gar nicht unklug anfühlt, diese Einschätzung jedoch von einem Großteil der Gesellschaft nicht geteilt wird? Ein unbehagliches Gefühl breitet sich aus. Was also tun? Leugnen, versuchen, andere zu überzeugen, oder das Problem nur als Teil eines viel größeren einordnen? Eine Möglichkeit wäre natürlich, dem Großteil der Gesellschaft und der Wissenschaft zuzuhören und anzuerkennen, dass dieser ziemlich viele kluge Köpfe beinhaltet, die wissenschaftlich fundiert argumentieren. Ihre Prognosen entstehen nicht durch den Blick in die Kristallkugel, sondern basieren auf den Erkenntnissen unserer Wissensgesellschaft. Ab und zu mal einen Blick in die Kristallkugel zu werfen, mag für den einen oder die andere funktionieren, sich obskure Mittelchen gegen das Corona-Virus zuzuführen gehört aber nicht unbedingt zu den Sternstunden der Menschheit. Wir hoffen, dass dies in 1000 Jahren nicht zu den historischen Überlieferungen über unsere heutige Gesellschaft gehört. Da wären wir dann auch wieder bei der Grundsatzfrage von Peterfalvi...

Mit 2G-Regelungen und darüber hinaus können wir uns auch noch anfreunden wenn es dabei hilft, den Winter (kulturell) zu überstehen. Aber noch einmal in einen (Kultur)Lockdown zu gehen ist ein Szenario, das wir nicht in unserer Kulturbehörden-Kristallkugel sehen möchten. 

Darum: Ärmel hoch, Hamburg!

Wer noch nach einer Möglichkeit zum Impfen sucht: Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker oder finden Sie hier eine tagesaktuelle Übersicht.

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Die Digitalisierung hat die Art und Weise wie Menschen Medien nutzen und wie sie darüber miteinander ins Gespräch kommen stark verändert. Viele Informationen erreichen uns heute über große Plattformanbieter, und der Wettbewerb im Mediensektor ist härter denn je. Wie können wir auch im Digitalen eine gut funktionierende Öffentlichkeit mit hohem Wert für die Gesellschaft sichern? Wie müssen faire Regeln für die Mediendistribution aussehen? Und brauchen wir neue Medieninfrastrukturen? Darum dreht sich die hochkarätig besetzte Konferenz „Beyond Platforms: What could be better?“, die am 17. und 18. November ab 13.00 Uhr live aus den Rocket Beans Studios übertragen wird. „Wir müssen als Gesellschaft klären, nach welchen Grundsätzen, Werten und Wertschöpfungsmechanismen Medien und ihre Mitbewerber agieren dürfen und sollen", so Mediensenator Carsten Brosda. Gratistickets können unter: https://beyond-platforms.org/unsere-events/bpi-kongress/ gebucht werden. Dort findet sich auch das vollständige Programm.

Die diesjährige Lichtwark-Preisträgerin Etel Adnan ist im Alter von 96 Jahren in Paris verstorben. Die aus dem Libanon stammende Künstlerin sollte diesen Donnerstag mit dem Lichtwark-Preis der Stadt Hamburg ausgezeichnet werden. Die Nachricht von ihrem Tod erfüllt uns mit tiefer Trauer. Die Preisverleihung wird nun in ehrendem Gedenken an die außergewöhnliche Künstlerin stattfinden. Sie wird für ihr vielseitiges Lebenswerk geehrt. Ausgezeichnet werden zudem Karo Akpokiere (*1981) aus Nigeria und Julia Phillips (*1985) aus Hamburg, die sich den mit 5.000 Euro dotierten Lichtwark-Förderpreis teilen. „Mit Etel Adnan ist eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen der Welt verstummt. Ihre Sprache war vielstimmig und schillernd – als Malerin und Schriftstellerin. Zugleich sind wir dankbar, dass wir mit Karo Akpokiere und Julia Phillips einen Künstler und eine Künstlerin mit dem Lichtwark-Förderpreis auszeichnen dürfen, die die vielfältige Kraft der Kunst ausschöpfen, um unserer Gesellschaft einen tiefgründigen Spiegel vorzuhalten", so Carsten Brosda. 

1. Der Hopfenmarkt soll neu gestaltet und zukünftig ein attraktiver Aufenthaltsort werden. Ein Teil der Neugestaltung wird ein Archäologisches Fenster sein, das Elemente der bei Ausgrabungen entdeckten, 1.000 Jahre alten „Neuen Burg“ zeigt. Was genau werden wir dort einmal sehen können?
Wir haben seit 2014 rund um den Hopfenmarkt mehrere Ausgrabungen im Wall der Neuen Burg durchgeführt. Jedes Mal war die Befunderhaltung spektakulär, sodass der Wunsch entstand, eine solche Ausgrabung dauerhaft sichtbar zu machen. Wir werden also in der Mitte des Hopfenmarktes einen kompletten Schnitt quer durch den beeindruckenden Burgwall anlegen, 40 m breit und 6 m tief, und diese Ausgrabungssituation dann präparieren und konservieren. Die künftigen Besucher erleben also als Hauptexponat dieses unterirdischen Schauraums eine beeindruckende Ausgrabungssituation, eingebettet in die museale Inszenierung der Entstehungsgeschichte Hamburgs von der Hammaburg bis zur Gründung der Neustadt am authentischen Ort.

2. Am 25. November eröffnet die Sonderausstellung „Burgen in Hamburg“ im Archäologischen Museum Hamburg. Besucherinnen und Besucher können sich auf Spurensuche nach Hamburgs Anfängen begeben. Haben Sie Tipps, wo man diese in Hamburg auch außerhalb des Museums entdecken kann?
Die Keimzelle der Stadt liegt am Domplatz. Dort ist die Dimension der Hammaburg in Stahlwällen nachgebildet und quasi 1 : 1 erlebbar. Außerdem steht dort ein sogenanntes Archäoskop, das einen virtuellen Rundgang durch die Hammaburg ermöglicht. Direkt am Speersort liegt zudem das Fundament der angeblichen Bischofsburg, das aber – wie wir vermuten – tatsächlich zum ältesten Hamburger Stadttor gehört. Rund um die Neue Burg gibt es im Nikolai Quartier einen historischen Rundgang mit insgesamt 13 Stationen, wo man über QR-Codes ganz wunderbar in die Geschichte eintauchen kann. Auf seiner Webseite stellt das Museum darüber hinaus noch spannende digitale Angebote bereit: zum Beispiel die „Audiotour Domplatz“, die jederzeit von zu Hause oder unterwegs abgerufen werden kann und die zurück bis ins 8. Jahrhundert auf die Spuren der Stadtgeschichte und ihre archäologischen Hinterlassenschaften führt. Mit der Webstory „Mythos Hammaburg“ lässt sich Interessantes zur Entdeckung der legendären Hammaburg erfahren. Ansonsten steckt das Mittelalter natürlich noch in vielen Straßennamen in der Innenstadt, was den wenigsten Menschen wirklich bewusst ist.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
„Kultursenator bleibt doch in Hamburg!“, „Kulturhaushalt bleibt trotz Corona verschont“, „Schilleroper gerettet!“.

Gerne besuchen:

Burgen in der Elbmetropole? Jawoll! Das Archäologische Museum Hamburg eröffnet am 25. November die neue Sonderausstellung „Burgen in Hamburg – Eine Spurensuche“. Mit dieser Ausstellung schlägt das Museum ein spannendes Kapitel der frühen Stadtgeschichte auf und nimmt nach neuestem Forschungsstand die mittelalterlichen Befestigungsanlagen in Hamburg in den Blickpunkt. Die historischen Überlieferungen werden mit den brandaktuellen Ausgrabungsergebnissen an der Neuen Burg verknüpft und die neuesten Forschungen zu Hamburgs „dunklen Jahrhunderten“ präsentiert. #MehrKultur 

Auch gerne besuchen:

add art Hamburg: Vom 18. bis 21. November 2021 öffnen erneut Unternehmen und Institutionen in Hamburg ihre Räume für die Öffentlichkeit und zeigen Kunst. Insgesamt zwölf Unternehmen ermöglichen den Zugang zur Kunst an Orten, die in der Regel nicht öffentlich zugänglich sind. Fester Bestandteil der Veranstaltung ist die Förderung von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern. Jedes Unternehmen, das jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Ausstellung in seinen Räumen ermöglicht, zahlt den Ausstellenden entweder ein festes Honorar oder kauft ein Werk an. #MehrKultur 

Auch noch gerne besuchen:

Mit FUX entwickelt die Hamburger Choreografin Ursina Tossi ein Tanzstück für junges und älteres Publikum, das die Zugänglichkeit für Menschen mit (Seh-)Behinderungen erstmals zum künstlerischen Werkzeug ihrer eigenen choreografischen Praxis macht. FUX ist inspiriert von George Saunders Buch »Fuchs 8«, das die Überlebensgeschichte eines Fuchses erzählt, der versucht mit menschlicher Zerstörungsnormalität klar zu kommen. FUX ist ein Nachruf auf all die Lebewesen, die wir bereits verloren haben und die wir noch verlieren werden. Im Dezember auf Kampnagel. Ab 7 Jahren. #MehrKultur 

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