Logo Kulturrausch Hamburg in bunten Farben
03.12.2021

Moin,

gut, dass es bei den aktuellen Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht zu pauschalen Schließungen für Hamburgs laufenden Kulturbetrieb gekommen ist. Wir hoffen sehr, dass die Möglichkeiten für das kulturelle Leben verantwortungsvoll genutzt werden und es zugleich gelingt, das Impfangebot schnell auszuweiten und viele Menschen vom Impfangebot zu überzeugen. Denn es bleibt dabei: Impfen lassen hilft (uns allen)! Das zeigen eindrücklich die Inzidenzen. Tagesaktueller Inzidenzwert für Hamburg bei Geimpften: 24! Tagesaktueller Inzidenzwert für Hamburg bei Ungeimpften: 898!! 

Dass nun wieder wie im vergangenen Jahr auch an Silvester nicht geböllert werden darf, freut eigentlich alle Vierbeiner und den einen oder anderen Zweibeiner. Dass Kunst und Kultur, Orte des Zusammenkommens und Anlässe des individuellen, persönlichen Glücks wieder eingeschränkt sind, sollte uns als Gesellschaft sehr zu denken geben. Da geht mehr, #MehrKultur und mehr impfen!

Wie viel mehr als 1.000 Worte uns die Kultur zu sagen hat, zeigen nicht zuletzt die Musikwünsche der Kanzlerin für den Großen Zapfenstreich. An welche vergesslichen Männer sie wohl beim Erstellen der Abschiedsplaylist gedacht haben mag und wie laut sie in ihrer Küche Nina Hagen hört, das wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Bleibt ihr zu wünschen, dass sie in dem vor ihr liegenden neuen Lebensabschnitt niemals den Farbfilm vergessen wird.

Bleiben Sie gesund 
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Der mit 10.000 Euro dotierte Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg geht 2021 an Uwe Timm, den in Hamburg geborenen Autor von „Morenga“, „Rot“, „Am Beispiel meines Bruders“ und „Ikarien“. Mit dem Stipendium des Lessing-Preises wird die Comic-Zeichnerin und Dozentin Birgit Weyhe ausgezeichnet, die Autorin der viel beachteten Graphic Novels „Lebenslinien“ und „Madgermanes“. „Der Schriftsteller Uwe Timm ist ein Erinnerungsarbeiter. Stets politisch, stets den Zeitläufen nachspürend, veranschaulichen seine Bücher Humanismus und Geschichtsbewusstsein. Birgit Weyhe arbeitet künstlerisch auf Höchstniveau. In ihren Graphic Novels findet sie Antworten auf Fragen, die unsere Gesellschaft aktuell umtreiben: ,race, class and gender‘", so Kultursenator Carsten Brosda. 

Mit 1.800 Veranstaltungen und mehr als 185.000 Besucherinnen und Besuchern war der Kultursommer Hamburg ein voller Erfolg. Nun wurden die verwendeten Werbematerialien von der Hamburger Kreativ- und Textilwerkstatt mittendrin! zu nützlichen Produkten mit individueller Gestaltung weiterverarbeitet. Das Projekt verbindet Nachhaltigkeit mit sozialem Engagement und Kreativität. Die Kreativ- und Textilwerkstatt mittendrin! bietet Frauen in schwierigen Lebenssituationen die Möglichkeit, in einer arbeitsähnlichen Beschäftigung wieder in Gemeinschaft zu sein, das Nähen zu erlernen und den Einstieg in die Arbeitswelt zu finden. Aus den Werbebannern entstehen Kulturbeutel, Einkaufstaschen oder Geschenkumschläge. Aus den Fahnen werden Einkaufsbeutel genäht. Die farbenfrohen und robusten Produkte sind ab sofort im Museumsshop des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg sowie in den Räumlichkeiten der Kreativ- und Textilwerkstatt in Bergedorf erhältlich.

Die Behörde für Kultur und Medien vergab zum elften Mal zusammen mit der Behörde für Schule und Berufsbildung, dem Verein Ateliers für die Kunst und der Stadtteilschule Mümmelmannsberg das Atelierstipendium in Mümmelmannsberg. Die Stipendiatin erhält einen Arbeitsraum im Schul- und Bildungszentrum der Ganztagsstadtteilschule, wird gemeinsame Projekte mit Schülern, Schülerinnen und Lehrkräften der Schule verwirklichen und ihnen auf diese Weise einen praxisnahen Einblick in künstlerische Arbeitsweisen ermöglichen. „Herzlichen Dank an die Stadtteilschule Mümmelmannsberg für das Bereitstellen von Räumen für wechselseitigen Austausch und herzlichen Glückwunsch an die Stipendiatin", so Kultursenator Carsten Brosda.

1. Mitte November haben Sie im Rahmen des Atelierstipendiums der Kulturbehörde einen Arbeitsraum in der Ganztagsstadtteilschule Mümmelmannsberg bezogen, werden dort in den nächsten zwei Jahren Ihrer künstlerischen Tätigkeit nachgehen und Projekte mit Schülerinnen und Schülern umsetzen. Was wünschen Sie sich für die Arbeit vor Ort?
In den Arbeitsräumen werden einige neue Arbeiten entstehen: In der Keramikwerkstatt werde ich eine schwimmende Wasserplastik umsetzen, mit Terrazzo-Verfahren an einer Trümmer-Parkbank arbeiten und eine Computational-Knitting-Installation auf Basis von Algorithmen realisieren. Sämtliche Arbeiten entstehen in enger Kollaboration mit anderen Künstler:innen. Außerdem stelle ich vor Ort die Ausstellungen für das kommende Jahr – u. a. eine große Schau in der Kunststätte Bossard – zusammen. Meine Tür steht dabei immer offen. Ich freue mich auf den Austausch und hoffe, dass beide Seiten – Künstler:innen wie Schüler:innen – neue und wichtige Erfahrungen sammeln werden. 

2. Sie arbeiten multimedial und mit raumgreifenden Installationen und Fotoarbeiten. Gibt es aus künstlerischer Perspektive Orte oder Eigenschaften des Stadtteils Mümmelmannsberg, die Sie besonders reizen?
Ich arbeite grundsätzlich gerne außerhalb der Komfortzone eines explizit künstlerischen Umfelds. Wer an Kunst in Hamburg denkt, denkt nicht zuerst an Mümmelmannsberg.  Damit ist der Ort per se für mich künstlerisch reizvoll: ein Atelier mitten im Alltag, Leben und Lernen von Schüler:innen und Lehrer:innen. Das liefert mir wertvolle Impulse für meine Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen. Nicht als Wissen, sondern als konkrete Erfahrung, die dann in Kunst übersetzt werden kann.   

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Ich möchte lesen, wie die Stadt Hamburg gemeinsam mit der Künstlerschaft den öffentlichen Raum gestaltet. 

Gerne besuchen:

Die Ausstellung Gesamtkunstwerke im Jenisch Haus: Arne Jacobsen beherrschte die ganze Bandbreite des Entwerfens, von der Gabel bis zum Rathaus, vom Kleinen und Feinen bis zum Großen und Monumentalen. Außerhalb von Fachkreisen ist jedoch weniger bekannt, dass Arne Jacobsen zudem in enger Partnerschaft mit seinem Landsmann, dem Architekten Otto Weitling, eine Reihe von Projekten in Deutschland realisierte, eine Partnerschaft in der Architektur, die Zeichen für die Entwicklung der modernistischen Architektursprache setzte: damals und heute – in Deutschland und Dänemark. Die Wanderausstellung findet im Rahmen des Deutsch-Dänischen Kulturellen Freundschaftsjahres und anlässlich des fünfzigsten Todestages von Arne Jacobsen im Jahr 2021 statt. 

Gerne bewerben:

Für den Hamburger Stadtteilkulturpreis 2022: Mit dem Hamburger Stadtteilkulturpreis werden Projekte und Programme gewürdigt, deren Konzeption, Umsetzung und Resonanz besondere Qualität zeigen und die besonders geeignet sind, als anregendes Beispiel auch in anderen Stadtteilen zu wirken. Die Bewerbungsphase läuft noch bis zum 5. Januar 2022. Hier geht es zu den Kriterien und der Bewerbung.

Gerne besuchen:

Den zauberhaften literarisch-musikalischen Adventskalender der Staatsoper Hamburg: Bis zum 23. Dezember wartet im Foyer täglich um 17 Uhr (sonntags um 12 Uhr) eine kleine künstlerische Überraschung auf die Besucherinnen und Besucher. Mitglieder des Opern-Ensembles, des Internationalen Opernstudios, des Hamburg Ballett, des Philharmonischen Staatsorchesters präsentieren: Geschichten, Gedichte und Lieder - mal bekannte, heitere und besinnliche Weihnachtsklassiker, mal eher Unbekanntes, Ungewöhnliches und Komisches zur Adventszeit. Wichtig: 2G-Veranstaltung, kostenlose Zählkarten gibt es hier oder an der Theaterkasse 

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