Logo Kulturrausch Hamburg in bunten Farben
22.12.2021

Moin,

Omikron, das gemeine Biest, verbreitet sich schneller als die Delta-Variante und verhagelt uns gehörig die letzten Tage des Jahres. Vom Start ins neue Jahr mal ganz abgesehen. Um das Infektionsgeschehen einzudämmen und zum Schutz des Gesundheitswesens vor Überlastung, hat der Hamburger Senat gestern weitere Schutzmaßnahmen beschlossen, die ab dem 24. Dezember gelten. Kontaktbeschränkungen, Sperrstunde und Verbot von Tanzveranstaltungen. Kommt nicht wirklich überraschend und ist notwendig, ist aber dennoch kein Zuckerschlecken. 

Tanzveranstaltungen sind zwar verboten, in den eigenen vier Wänden kann sich aber jede und jeder seiner Tanzlust hingeben. Dazu empfehlen wir die diesjährige Weihnachtsplaylist von Kultursenator Carsten Brosda. Bereits der erste Titel der Playlist, Lauf davon von Danger Dan, drückt unsere momentane Gefühlslage ziemlich gut aus. Barely Alive von Yola eigentlich noch ein bisschen besser, wenn man es ganz dramatisch sieht. Optimistischer endet die Playlist mit Wir werden tanzen von Bernd Begemann. Ein Versprechen, auf das wir bauen! Vorerst alleine oder im ganz kleinen und geimpften Kreis, irgendwann wieder in großer Gesellschaft. Die Playlist eignet sich aber auch als ideale Begleitung für eine gute Zeit mit Familie und Freunden oder um lästige Gespräche mit guter Musik zu übertönen. 

Empfehlen möchten wir auch ein weiteres musikalisches Schmankerl: Bachs Weihnachtsoratorium als urbane Kammermusik, präsentiert vom Ensemble Resonanz. Nicht nur für die Ohren eine wahre Freude. 

Es gibt viele Wege Weihnachten zu feiern. Und Silvester auch!

Lassen Sie sich nicht entmutigen und haben Sie schöne Feiertage 
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Da hat sich und uns die Evang.-luth. Dekanatskirche Peter und Paul im fränkischen Münchberg aber ein besonders schönes Weihnachtsgeschenk gemacht. Die Orgel der Laeiszhalle war seit vielen Jahren ein Sorgenkind des Konzerthauses. Die damals für den Bau von Kirchenorgeln spezialisierte Orgelbaufirma Beckerath hatte die Orgel 1951 errichtet. Sie konnte aber in dem Konzertsaal nie ihre ganze Qualität ausspielen. Jetzt hat die Behörde für Kultur und Medien eine gute Perspektive für die Erhaltung des für einen Kirchenbau hervorragend geeigneten Instruments gefunden und die Kirche nach Franken verkauft. Damit ist der Weg frei für die weitere Entwicklung des Orgelstandortes Laeiszhalle. Hier soll im Rahmen der Generalsanierung ein Neubau entstehen, der dem künstlerischen und klanglichen Anspruch des Konzerthauses gerecht wird.  Die sichtbaren Orgelpfeifen stammen noch von der ursprünglichen Orgel und werden auch weiter den Großen Saal schmücken. 

Da kommt Leben in die Bude! Das Förderprogramm Frei_Fläche der Hamburg Kreativ Gesellschaft hat erfolgreich weitere Räume für kreative Zwischennutzung vermittelt. Am Alten Wall eröffnen vor Weihnachten vier neue Pop-up Stores von Hamburger Kreativschaffenden. Mit dabei die Affenfaust Galerie, die Fashiondesignerin Alina Klemm, Lichtkunst von Nights Glow Dark und das Startup La Tribune Noire für zeitgenössische Schwarze Mode, Kultur und Ästhetik. Die Räumlichkeiten werden vom Eigentümer Art-Invest Real Estate zur Verfügung gestellt. Das Programm Frei_Fläche wird aus dem Fonds für kreative Zwischennutzung des Senats finanziert und ist mit rund neun Millionen Euro ausgestattet. „Es ist an der Zeit, die Innenstädte neu zu denken und auf mehr kreative und kulturelle Nutzung zu setzen, die sich idealerweise nicht nur temporär, sondern dauerhaft im Stadtraum etabliert", so Kultursenator Carsten Brosda. 

Hamburg hat eine deutliche Botschaft in der Debatte um die Restitution der Benin Bronzen ausgesendet. Die Präsentation „Benin. Geraubte Geschichte" im MARKK lässt Besucherinnen und Besucher an dem laufenden Prozess der Rückgabe der Artefakte nach Nigeria teilhaben und beleuchtet sowohl die Herkunftsgeschichte als auch die herausragende künstlerische Qualität der Werke und ihren Stellenwert in der afrikanischen Kunst- und Kulturgeschichte. Insbesondere wird die Verbindung der Sammlung mit den Hamburger Handelsnetzwerken nachvollzogen. „Die Benin-Bronzen in Hamburg erzählen nicht nur von kolonialer Unterwerfung, Raub und jahrzehntelanger Ignoranz. Sie verkörpern auch den Stolz einer ganzen Kultur. Daher wollen wir endlich unserer Verantwortung gerecht werden und mit dieser Ausstellung das klare Versprechen verbinden, dass sich alle in Hamburg befindenden Benin-Objekte restituiert werden. Unser Ziel ist es, dies vollständig und bedingungslos im Jahr 2022 abzuschließen", so Carsten Brosda.

1. Vergangene Woche eröffnete die Ausstellung „Benin. Geraubte Geschichte“ im MARKK. Wie nähert sich die Ausstellung den Folgen des Kolonialismus und seiner Verflechtungsgeschichte?
Die Ausstellung zeigt die Benin-Sammlung zum ersten Mal seit über 100 Jahren in ihrer Gänze. Sie thematisiert außerdem den laufenden Prozess der Rückgabe. Diese Transparenz ist ein ganz wichtiger Schritt im Rahmen der aktuellen Debatte. Darüber hinaus erlaubt sie den Besucher:innen, sich tief gehender über die Werke zu informieren. Welche kunst- und kulturhistorische Bedeutung haben sie und was erzählen sie uns über ihre Geschichte als Raubgut hinaus? Wir spüren bei unserem Publikum einen starken Wunsch nach einer echten Auseinandersetzung mit den Werken.

2. Gerade haben Sie Ihren Vertrag als Direktorin bis 2027 verlängert. Was wünschen Sie sich für die nächsten fünf Jahre im MARKK? 
Ich freue mich sehr, dass wir in den letzten fünf Jahren schon so viel bewegen konnten. Wir haben einen umfassenden Neupositionierungsprozess begonnen, haben uns umbenannt, das Team erweitert und diversifiziert wie auch in der Programmgestaltung ganz neue Wege beschritten. Nun ist es mir ein großes Anliegen, auch die strukturellen Probleme des Museumsgebäudes zu lösen, das einer dringenden Modernisierung und eines barrierefreien Zugangs bedarf, und die Dauerausstellung neu zu gestalten. Wir brauchen eine umfassende Sanierung und eine Erneuerung des Depots, um den Sammlungen, den Erwartungen des Publikums und auch dem eigenen Anspruch der Neupositionierung  gerecht zu werden.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Ich möchte gerne über die Vielfältigkeit und Diversität der Hamburger Kulturszene lesen.

Gerne bewerben1:

OPEN CALL: Noch bis zum 5. Januar 2022 können sich Künstlerinnen & Künstler für HAUPTSACHE FREI #8 bewerben. Das Festival präsentiert im kommenden Jahr vom 22. Juni bis 02. Juli bereits zum achten Mal Arbeiten und künstlerische Positionen der freien Szene Hamburgs. 

Gerne bewerben2:

OPEN CALL: Das Festival 48h Wilhelmsburg geht 2022 in die 13. Runde. Vom 10. bis 12. Juni gibt es wieder Musik aus der Nachbarschaft, für die Nachbarschaft und alle, die dabei sein möchten. Gesucht werden Musikerinnen und Musiker, Gastgeberinnen und Gastgeber mit tollen Locations und Menschen, die kreative Ideen für das Festival in Eigenregie umsetzen möchten. Bewerben kann man sich bis zum 30. Januar! 

Gerne bewerben3:

OPEN CALL: Das lässt die Herzen von Fotografiefreundinnen und -freunden höher schlagen: Der Freundeskreis des Hauses der Photographie e.V. startet die neu ins Leben gerufene Projektförderung Heartbeat Photo. Gefördert werden soll Hamburgs vielfältige Fotoszene. Heartbeat Photo richtet sich an Macherinnen und Macher unterschiedlichster Disziplinen, die mit ihrer Arbeit zur Stärkung des Fotografie-Standorts Hamburg beitragen. Gesucht werden herausragende, innovative Konzepte, die der Fotografie in Hamburg mehr Sichtbarkeit verleihen und interessierte Menschen und Fotografie-Begeisterten in Hamburg erreichen. Interessierte bewerben sich bitte bis zum 20. Januar! 

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Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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