Logo Kulturrausch Hamburg in bunten Farben
16.02.2022

Moin,

es passiert so einiges in der Kulturstadt Hamburg. Mit dieser Newsletter-Ausgabe steigern wir die Vorfreude auf den Tag des offenen Denkmals im September 2022, wir freuen uns sehr, einmalige Sondermittel in Höhe von 200.000 Euro für Projekte der Bildenden Kunst ankündigen zu können, zwei Hamburger Kulturinstitutionen tun sich zusammen und starten ein digitales Residenzprogramm, und der deutsche Norden ist mit vier geförderten Filmen und einer Serie bei der Berlinale vertreten. Wer mag, kann beim Lesen des Newsletters auch noch eine Country-Playlist von Carsten Brosda laufen lassen. Klingt vielversprechend! 

Klar, Corona gibt es natürlich auch noch, aber es tut sich was und wir würden unseren Zustand als vorsichtig-optimistisch beschreiben. Die Abschaffung von 2G im Einzelhandel ist bereits umgesetzt. Darüber hinaus sollen im nächsten Schritt die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich gelockert und die Sperrstunde in der Gastronomie aufgehoben werden. Welche coronabedingten Regelungen für Hamburgs Kultur(-veranstaltungen) gelten, können Sie hier nachlesen. Und dass auf den längsten Winter auch irgendwann der Frühling folgt, wissen wir ja spätestens seit Game of Thrones. 

Herzliche Grüße 
Ihre Pressestelle

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In diesem Jahr lädt der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ dazu ein, sich auf spannende Spurensuche zu begeben. Welche Spuren wurden durch menschliches Handeln an Denkmälern hinterlassen? Welche Geschichten erzählen diese und welche Schlüsse zieht die Denkmalpflege daraus? Gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümern und vielen anderen Aktiven des Denkmalschutzes möchten sich Denkmalschutzamt und Stiftung Denkmalpflege Hamburg auf Spurensuche begeben und zeigen, wie vielfältig, herausfordernd und gesellschaftlich relevant Denkmalpflege ist. „Die originale Denkmalsubstanz hat uns viel über ein Bauwerk, seine Bewohnerinnen und Bewohner und die Geschichte zu erzählen. So können wir die von früheren Generationen geschaffene Baukunst verstehen und an die nachfolgenden Generationen weitergeben", so Carsten Brosda. Veranstalterinnen und Veranstalter sind herzlich eingeladen, den Denkmaltag 2022, der in Hamburg vom 9. bis 11. September stattfindet, mitzugestalten und sich mit ihrem Programm bis zum 15. April 2022 bei der Stiftung Denkmalpflege anzumelden. 

Mehr Kultur! Die Behörde für Kultur und Medien vergibt nochmals einmalig Sondermittel in Höhe von 200.000 Euro im Bereich Bildende Kunst. Die Mittel dafür hat der Senat für die Unterstützung der Kultur in der Pandemie zusätzlich bereitgestellt. Damit stehen mit der jährlichen Projektförderung in Höhe von 50.000 Euro dieses Jahr insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung. Das Programm richtet sich an professionelle bildende Künstlerinnen und Künstler, Kollektive und kunstvermittelnde Initiativen der Bildenden Kunst, die sich bis zum 15. März für eine Förderung bewerben können. Unterstützt werden Projekte mit einem Volumen von 10.000 bis 50.000 Euro, die noch im laufenden Jahr 2022 umgesetzt werden - Formate und Themen können frei gewählt werden. 

Mit dem digitalen Residenzprogramm THEHOST.IS kooperieren zwei Institutionen der Kulturstadt Hamburg, die schon lange ästhetische Innovationen grenzüberschreitend denken. Damit erweitern Kampnagel und die Deichtorhallen Hamburg ihr künstlerisches Programm in den digitalen Raum: Bis Ende des Jahres 2023 sind insgesamt fünf thematische Schwerpunkte geplant, zu denen jeweils drei internationale Residentinnen und Residenten eingeladen werden, diskursiv-experimentell an der Schnittstelle zwischen Kunst und Digitalisierung an eigenen Projekten zu forschen – sowohl digital als auch vor Ort. Geleitet und thematisch geprägt wird jedes dreimonatige Programm von einer internationalen Künstlerin oder einem internationalen Künstler, die/der als Host von den Häusern berufen wird. „Diese Kooperation ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus der Vielfalt der Kultur in Hamburg Neues entsteht und kann als Anregung für neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austauschs zwischen den Kulturstätten verstanden werden“, so Carsten Brosda. 

1. Gerade findet die Berlinale statt, die 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin, und Sie sind mittendrin. Was ist in diesem Jahr anders und was ist in Ihren Augen das inoffizielle Motto?
Zuerst einmal freue ich mich natürlich, dass die Berlinale trotz der aktuellen Situation in Präsenz stattfinden kann. Als Signalwirkung ist das extrem wichtig für die gesamte Film- und Kinobranche. Klar, es gibt an diversen Stellen notwenige Einschränkungen, um die Sicherheit der Besucher*innen und anreisenden Filmteams zu gewährleisten. Viele Events werden ins Digitale verlegt, auch Netzwerktreffen werden in diesem Jahr kaum stattfinden. Aber das ist aktuell eben der saure Apfel, in den wir beißen müssen. Im Vergleich zum Sundance Festival, das im Januar komplett online stattgefunden hat, sind wir mittlerweile also einen Schritt weiter und können uns auf zahlreiche Premieren samt rotem Teppich freuen. In der Vorstellung der Wettbewerbssektion hieß es, dass sich menschliche und emotionale Bindungen wie ein roter Faden durch die Filme dieses Jahres ziehen. Hier mussten wir viel entbehren in den letzten zwei Jahren und kehren nun hoffentlich Stück für Stück zur Normalität zurück. Und das ist für mich auch das inoffizielle Motto der Berlinale: Zurück zur Normalität, Bindungen pflegen, Kultur erleben.

2. Der deutsche Norden ist dieses Mal mit vier geförderten Filmen und einer Serie vertreten. Warum sollte man unbedingt alle fünf gesehen haben und was zeichnet besonders die Serie aus?
Wir sind in dieses Jahr mit fünf Projekten in fünf ganz unterschiedlichen Berlinale-Sektionen vertreten. Vom dokumentarischen Kurzfilm über animierte Kinderfilme bis hin zum emotionalen Drama ist in diesem Jahr alles dabei. Wer also die Bandbreite der Berlinale erleben will, kann das sehr gut mit den vier MOIN-geförderten Filmen machen. Als besonderes Hamburg-Highlight werden zudem erste Ausschnitte der High End-Serie „Reeperbahn Special Unit 65“ zu sehen sein, die sich gerade in der Produktion befindet. Darin geht es um das organisierte Verbrechen auf der Reeperbahn der 80er Jahre aus Polizeiperspektive. Mit der Berlinale-Teilnahme von „Reeperbahn Special Unit 65“ zeigen sich langsam die ersten Früchte unserer Serienförderung, die die Stadt Hamburg seit Ende 2019 möglich macht. Darauf sind wir sehr stolz.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Dass uns ein großartiger Kinofrühling bevorsteht.

Gern zuhören:

Podiumsdiskussion: Jenseits von Schwarz und Weiß. Wie viel Unterschied halten wir aus? Morgen Abend, 17. Februar, ab 19 Uhr, sprechen Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Islamwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Bauer und Publizistin Kübra Gümüsay über das Ringen um die Deutungshoheit in gesellschaftlichen Debatten. Stimmt der Eindruck, dass der Konformitätsdruck wächst? Die kostenlose 2G-Veranstaltung findet im Haus der Patriotischen Gesellschaft statt (Anmeldung erforderlich), wird aber auch als Live-Stream von TIDE TV via YouTube übertragen. 

Gern bewerben:

Zum zweiten Mal ruft die Hamburg Kreativ Gesellschaft Kreativschaffende dazu auf, zukunftsweisende Digitalstrategien zu entwickeln. Mit der Creative Future Academy bietet sie ein sechsmonatiges, individuelles Qualifizierungsprogramm, das Kreative darin unterstützt, Digitalisierungslücken zu schließen und sich für zukünftige Herausforderungen gut aufzustellen. Dafür bietet die Academy 1:1-Mentorings, Workshops, eine digitale Lernplattform und Zugang zu einem großen Netzwerk an Expertinnen und Experten. Bewerbungen können ab sofort bis zum 10.4.2022 bei der Hamburg Kreativ Gesellschaft eingereicht werden.

Gern auf sich wirken lassen:

Carsten Brosdas Leidenschaft für Countrymusik dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. Bereits zum 5. Mal begeisterte er gestern Abend im Literaturhaus mit einer erlesenen Auswahl an Country-Klassikern. Um in diesen Genuss zu kommen nahm das Publikum sogar die Schlager-Vorliebe von Literaturhaus-Chef Rainer Moritz in Kauf, der mit auf der Bühne saß und ebenfalls ein paar Musikstücke platzieren durfte. Wer die Country-Playlist von gestern Abend hören möchte, kann dies hier tun.

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Hohe Bleichen 22
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