Logo Kulturrausch Hamburg in bunten Farben
17.03.2022

Moin,

wenn Krieg ist, erscheint einem alles andere oft schmerzlich banal. Deshalb an dieser Stelle zuallererst der nüchterne, aber doch wichtige Hinweis, dass die Hamburger Senatskanzlei Informationen für Schutzsuchende, Hinweise für Helferinnen und Helfer und allerlei derzeit Relevantes unter www.hamburg.de/ukraine bündelt.
Und auch die Hamburger Kulturinstitutionen sind weiterhin alles andere als untätig. Wir leben in einer starken Demokratie mit einer lebendigen und vielfältigen Kultur. So bietet beispielsweise das Bucerius Kunst Forum ein Solidaritätsticket für die aktuelle Ausstellung „Minimal Art. Körper im Raum“ als Alternative zu den regulären Tickets an, dessen Spendenbeitrag jeweils von der ZEIT-Stiftung verdoppelt wird. Der Erlös geht an einen von der European Cultural Foundation zusammen mit anderen Stiftungen initiierten Kultursolidaritäts-Fonds für Künstlerinnen, Künstler und Kulturinitiativen in der Ukraine. Das Opernloft derweil gibt heute um 19:30 Uhr ein Benefizkonzert für Frieden und Freiheit, dessen Einnahmen vollständig als Nothilfe für die Ukraine gespendet werden. Dazu gehört auch, dass Künstlerinnen und Künstler ihre Gage und das gesamte Personal seine Gehälter spenden.
Zu guter Letzt noch eines: Ein großer Fehler wäre es jetzt, Hass mit Hass zu bekämpfen. Deshalb ist es wichtig zu betonen, dass wir für Geflüchtete einstehen müssen, ganz gleich welcher Herkunft, wie auch für Opfer des Regimes ihres eigenen Landes. Für die Empathie und die Offenheit, in Solidarität.

Herzlich 
Ihre Pressestelle

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Bis heute sind in Hamburg Straßen auch nach möglicherweise NS-belasteten Personen benannt. Das Staatsarchiv hat sich in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Einzelfällen beschäftigt und seit 1986 insgesamt 17 Straßen umbenannt. Im September 2020 berief die Behörde für Kultur und Medien zusätzlich eine Kommission aus acht Expertinnen und Experten für erinnerungspolitische Fragestellungen ein. Die Aufgabe lag darin, Entscheidungskriterien für den Umgang mit NS-belasteten Straßennamen zu entwickeln und konkrete Umbenennungsempfehlungen auszusprechen. Die Kommission hat seitdem zehn Mal getagt und jetzt einen fundierten Abschlussbericht mit Vorschlägen zum weiteren Verfahren vorgelegt. Darin enthalten sind Straßen der Bezirke Mitte, Nord, Wandsbek, Bergedorf und Harburg.

Zum vierten Mal vergibt die Behörde für Kultur und Medien in Kooperation mit der Roger Willemsen Stiftung die „Hamburger Sommerresidenz“ im Künstlerhaus des mareverlags an zwei Hamburger Autorinnen oder Autoren sowie an eine bildende Künstlerin oder einen Künstler. Außerdem erhält ein Autor oder eine Autorin ein Stipendium für das Brecht-Haus im dänischen Svendborg. „Die Künstlerhäuser bieten Inspiration abseits des Alltags, anregende Atmosphäre sowie Austausch mit anderen und machen so den Aufenthalt zu einer nachhaltigen Erfahrung für Künstlerinnen und Künstler. Nach mehr als zwei Jahren Einschränkungen durch die Pandemie können sie hier ihre kreativen Speicher auffüllen.“, so Carsten Brosda hierzu. Bewerbungsfrist für einen vierwöchigen Aufenthalt im August und September 2022 ist der 15. Mai.

Hamburgs Initiative für Design hat einen neuen Namen: Design Zentrum Hamburg. Doch damit nicht genug, denn auch ein neues Corporate Design und erweiterte Kommunikationskanäle gehören zum wegweisenden Neustart. Schwerpunkte dessen sind die Förderung von Nachwuchs, Sichtbarkeit, Vernetzung und das Erforschen von Nachhaltigkeits- und Innovationspotentialen. Als städtische Initiative und Teil der Hamburg Kreativ Gesellschaft wird so das vielseitige Potenzial von Design nun noch intensiver aufbereitet, verbreitert und sichtbar gemacht – ein Bekenntnis der Stadt zur Branche als relevanten Standortfaktor. Freuen kann man sich auf ein abwechslungsreiches Programm.

1. Der Krieg in der Ukraine macht uns alle fassungslos. Die Bücherhallen haben sehr kurzfristig Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine zusammengestellt. Welche Angebote machen Sie Ukrainerinnen und Ukrainern? 

Bücherhallen kann man ohne Eintrittskarte besuchen, das WLAN ist frei, Familien kommen gerne zu uns. Erwachsene können eine Kennenlern-Karte nutzen und sich damit auch außerhalb der personalbesetzten Öffnungszeiten an 13 Standorten selbst die Tür zur Bücherhalle öffnen. Kinder können eine kostenlose Bücherhallen-Karte über Bildung und Teilhabe erhalten. Es wird viele zusätzliche Veranstaltungsformate geben. Und natürlich auch Bücher in ukrainischer Sprache, wenn sie denn noch aus dem Kriegsgebiet exportiert werden können. Digital haben wir sie schon im Bestand.

2. Auch der Deutsche Bibliotheksverband hat klar Stellung bezogen. Welche Rolle können Bibliotheken in einem solchen Konflikt spielen? 
In der Ukraine sind Bibliotheken jetzt Schutzräume und Orte des Miteinanders – wenn es sie noch gibt. Unsere Verantwortung ist es, das auch hier zu sein und dabei niemandem die Tür zu verschließen. Unsere Aufgabe ist außerdem der Zugang zu Information. Die Bücherhallen setzen deswegen jetzt einen Schwerpunkt mit Veranstaltungen zu FakeNews und journalistischer Arbeit. Ich glaube, dass wir alle mehr über die Verifizierung von Informationen und den verantwortungsvollen Umgang mit Bildern und Nachrichten in sozialen Netzwerken lernen sollten.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Am 7. April wird der Hamburger Stadtteilkulturpreis verliehen. Ich wünsche mir ein Interview mit den glücklichen Gewinnern!

Gern teilnehmen:

… können Sie am bevorstehenden Spektakel des Thalia Theaters. Am 26.3. wird die Nacht zum Tag, im und ums Theater herum erklingen vor und nach der Premiere von „Der Sandmann“ an unterschiedlichen Orten in der Innenstadt „Hymnen an die Nacht“. Frei nach dem so zeitgemäßen Motto: „Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten.“

Gern dabei sein:

Beim Festival des zeitgenössischen Tanzes „TanzHochDrei“! Jedes Jahr im März präsentiert K3 Tanzplan Hamburg in drei Wochen drei Uraufführungen dreier junger internationaler Choreographinnen und Choreographen. In diesem Jahr zeigen die Residenzchoreographinnen Gloria Höckner, Venetsiana Kalampaliki und Clarissa Sacchelli ihre Arbeiten – live auf Kampnagel vom 24. März bis zum 3. April. Online zugänglich ist das Programm dann anschließend vom 20. bis 24. April.

Gern reinschauen:

TALKING ABOUT ART: Tom Sachs spricht am 7. April um 19 Uhr mit ByteFM Moderatorin Friederike Herr über seine Kunst, SPACE PROGRAM: RARE EARTHS (SELTENE ERDEN), und neue Projekte. Die Unterhaltung kann im Live-Stream des YouTube-Kanals der Deichtorhallen verfolgt werden.

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Impressum
Behörde für Kultur und Medien
Pressestelle
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
pressestelle@bkm.hamburg.de 

www.hamburg.de/bkm

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