Logo Kulturrausch Hamburg in bunten Farben
29.04.2022

Moin,

seit über zwei Jahren befassen wir uns damit, was die Corona-Pandemie für unsere (Kultur-)Gesellschaft bedeutet. Über 70 „Eindämmungsverordnungen“ hat es gegeben, immer getrieben von dem festen Willen, die Pandemie so gut wie möglich in den Griff zu bekommen und begleitet durch ebenso viele geänderte FAQs, mit denen wir versucht haben zu erklären, was denn nun gilt und was nicht. Und jetzt das: Ab Samstag dürfen wir wieder tanzen – ohne Maske, ohne Test, einfach Tanzen!

Wie steht es um ihren Hunger nach sozialen Kontakten und Kulturereignissen als gemeinschaftliches Happening? Aus einem aufkeimenden Appetit ist bei uns ein richtiger Heißhunger auf das vielfältige Kulturleben geworden, den es nun zu stillen gilt.

Auch wenn es dem einen oder der anderen schwer fallen mag, sich nach einer langen Pause wieder vom Sofa aufzumachen. Die Chance, hinter der nächsten Ecke, dem nächsten Ausstellungsraum oder Vorhang etwas Neues zu entdecken, besteht. Vielleicht auch Vertrautes, das über die Pandemie etwas in Vergessenheit geraten ist und es mehr als verdient hat, dass man ihm mit offenen Augen und Ohren begegnet. Vielleicht entflammt die Liebe erneut. 

Vorschläge für ein Date mit Hamburgs Kultur gibt's wie immer hier.

Aufmerksam machen möchten wir Sie an dieser Stelle auch noch auf den Senatsempfang zum diesjährigen Mediendialog, der am 3. Mai ab 18 Uhr von Mediensenator Carsten Brosda eröffnet wird. Zum Livestream geht es hier. Beim Mediendialog geht es in diesem Jahr um die Fragen, was die Medien zur Aufrechterhaltung demokratischer Werte in Zeiten gewaltsamer Konflikte beitragen können? Wie lässt sich den Bedrohungen der Pressefreiheit entgegentreten? 

Herzlich
Ihre Pressestelle

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Am Sonntag, den 8. Mai 2022 veranstalten die staatlichen Hamburger Museen einen gemeinsamen Benefiztag für die Ukraine. Mit einem besonderen Programm setzen das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, die Deichtorhallen Hamburg, die Hamburger Kunsthalle, die Stiftung Historische Museen Hamburg (Museum für Hamburgische Geschichte, Altonaer Museum und Museum der Arbeit), das MARKK, das Archäologische Museum Hamburg und die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ein gemeinsames Zeichen der Solidarität. Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen sind geplant. Dabei gilt die Devise „Spende statt Eintritt – Ihr Besuch für die Ukraine“. „Die Kultur hat früh begonnen, nicht nur klar Haltung gegen den Krieg und für Solidarität mit der Ukraine zu zeigen, sondern auch praktisch zu helfen. Es gab und gibt weiterhin eine gewaltige Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Kunst und Kultur. Auch der Benefiztag der Hamburger Museen und der Gedenkstätte Neuengamme bringt dies zum Ausdruck", so Carsten Brosda. Sämtliche Erlöse des Benefiztages gehen direkt an die kooperierenden Hilfsorganisationen Hanseatic Help e.V., das Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine und MenscHHamburg e.V. Mit dem historischen Datum des Benefiztages setzen die Hamburger Museen zudem ein Zeichen der Solidarität und für den globalen Frieden: Am 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges zum 77. Mal.

Lust auf eine Tour durch das neu eröffnete, denkmalgerecht sanierte CCH? Oder den Blick nach oben zu wagen und mehr über eine erfolgreiche Dachaufstockung in Eimsbüttel zu erfahren? Seit 17 Jahren widmet sich die Exkursionsreihe „Weiter bauen“, die in Kooperation des BDA Hamburg, der Freien Akademie der Künste, dem Denkmalschutzamt und der Hamburgischen Architektenkammer alljährlich durchgeführt wird, dem Umgang mit dem baulichen Bestand. Ziel der Reihe ist es, der Öffentlichkeit qualitätsvolle Beispiele für den Umgang mit bestehender Bausubstanz näher zu bringen. In diesem Jahr führen Denkmalschützerinnen und Denkmalschützer, Bauherrinnen und Bauherren und Architekten sowie Nutzerinnen zu neun herausragenden Umbaumaßnahmen, die die große Vielfalt heutiger Umnutzungsaufgaben eindrücklich in ihrer Bandbreite zeigen. Eine Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen über die Freie Akademie der Künste ist erforderlich.

Die Behörde für Kultur und Medien fördert über den Musikstadtfonds Projekte der Freien Musikszene mit 600.000 Euro. Mit dem Programm werden genreübergreifend Projekte der freien Musikszene gefördert, um die Vielfalt und Qualität in der Hamburger Musiklandschaft zu stärken. „Der Musikstadtfonds hilft dabei, das musikalische Angebot der Stadt noch vielfältiger und innovativer zu gestalten. Insbesondere nach den herausfordernden vergangenen Jahren wollen wir Künstlerinnen und Künstler tatkräftig dabei unterstützen, ihre guten Ideen umzusetzen, die die Qualität der Kulturstadt Hamburg ausmachen“, so Carsten Brosda. 

1. Das Drumset ist das diesjährige Instrument des Jahres. Was waren Ihre Beweggründe dafür, für das Projekt die Schirmherrschaft zu übernehmen? Wie sehen Sie Ihre Rolle?
Es war für mich eine große Ehre, diese Anfrage zu erhalten und da es ohnehin eine Leidenschaft von mir ist, so viele Menschen wie möglich von diesem Instrument zu begeistern und das auch noch in meiner Wahlheimat Hamburg… Ich würde sagen es passt. Ich freue mich, dass der Landesmusikrat Hamburg hier erstmalig ein Rhythmusinstrument in den Vordergrund stellt und da für mich persönlich das Schlagzeug nicht das Instrument des Jahres sondern des Jahrhunderts ist, musste man mich nicht lange bitten.

2. Wenn Sie an die Hamburger Drumszene denken, was macht diese aus und was sind Ihrer Ansicht nach die größten Herausforderungen, vor denen sie steht?
Zunächst einmal muss man dazu sagen, dass die Hamburger Szene wirklich fantastische Musiker und Musikerinnen enthält, die bereits international großes Ansehen haben. Zudem gibt es viele junge Talente von denen man bestimmt noch einiges hören wird.
Neulinge in der Szene stehen im Grunde vor denselben Herausforderungen wie Startup-Unternehmen. Jegliche Unterstützung für Selbstständige und bezahlbarer Wohnraum sind hier zu nennen. Darüber hinaus ist es wirklich wichtig die Club Szene zu unterstützen, mit einem Augenmerk auf Livemusik. Denn hier findet der Einstieg und die Entwicklung wirklich statt. Ein konkretes Beispiel, was Drummer betrifft, möchte ich hier aber auch nennen. Das Schlagzeug ist ein relativ großes und bisweilen lautes Instrument. Im Gegensatz zu Gitarre oder Keyboard kann es nicht wirklich in kleinen Mietwohnungen geübt werden. Zumindest behaupten das aus unverständlichen Gründen meist die Nachbarn (lacht). Das bedeutet in der Praxis, dass junge Studentinnen und Studenten es auch schaffen müssen, sich neben ihrer Wohnung einen extra Proberaum leisten zu können. Teilweise um ihr Instrument nur lagern zu können, ganz abgesehen von der Möglichkeit es auch in voller Lautstärke spielen zu können. Die Tatsache, dass Musikerinnen und Musiker seit jeher enorme Kreativität bewiesen haben mit dieser Knappheit umzugehen, und deren Schmerzgrenze extrem hoch liegt,  darf nicht darüber hinweg täuschen, dass hier ein enormer Bedarf herrscht, der Schlagzeugern und Schlagzeugerinnen aber auch Bands im Allgemeinen in Hamburg das Leben enorm erleichtern könnte.

3. Was möchten Sie im nächsten Newsletter lesen?
Dass Hamburg neue, schöne Bandproberäume zu Verfügung stellt, die bezahlbar sind.

Gern vorbeischauen:

Vom 6. bis zum 22. Mai präsentiert das Design Zentrum Hamburg mit der Ausstellung „20 aus 21“ die zwanzig besten Abschlussarbeiten aus den Designhochschulen und -Akademien der Stadt. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf kreative Arbeiten aus den unterschiedlichsten Designdisziplinen freuen – vom Kommunikationsdesign, über Produkt- bis zum Modedesign. Durch Rauminstallationen, Videos, Fotografien, Modekollektionen, Apps oder Publikationen setzen sich die Absolventinnen und Absolventen mit gesellschaftlichen und sozialen Missständen auseinander. Die jungen Designerinnen und Designer gestalten Formate für demokratische Partizipation, behandeln Themen wie Migration und Flucht und hinterfragen die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Menschen. Das Design Zentrum Hamburg lädt zum Ausstellungsbesuch und zur Vernissage am Donnerstag, 5. Mai, ab 19 Uhr ein.

Gern weitersagen:

Denk Mal Am Ort am 7. und 8. Mai in Hamburg: 
Die Alliierten befreiten am 3. Mai 1945 die Stadt Hamburg vom Nationalsozialismus. DENK MAL AM ORT (DMAO) erinnert an Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Gesellschaft ausgegrenzt, verfolgt, deportiert, ermordet wurden. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und Angehörige von Überlebenden des Holocaust erinnern gemeinsam mit Hamburgerinnen und Hamburgern an zwölf authentischen Orten in der Stadt an die Verfolgungs-und Fluchtgeschichten ihrer Familien. Seit 2016 öffnen Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen von DMAO ihre Wohnungstüren und laden gemeinsam mit Nachkommen interessierte Besuchende zu Gesprächen, Lesungen, Ausstellungen und Musik ein. In diesem Jahr erstmals auch in Hamburg

Gern besuchen:

Anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge des KZ Neuengamme finden in diesem Jahr wieder Gedenkveranstaltungen der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen vor Ort statt. Zeitzeuginnen- und Zeitzeugengespräche, Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen sind der Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen gewidmet. Am 3. Mai um 17 Uhr findet die Gedenkveranstaltung anlässlich des 77. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager statt. Eine internationale Veranstaltung mit Überlebenden und Angehörigen ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme aus aller Welt.


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Behörde für Kultur und Medien
Pressestelle
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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